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Zu hoher Ersatzanspruch Vidiothek


| 02.04.2007 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
mein Problem ist,
vor einigen Jahren lieh ich mir in einer Vidiothek 2 PC Spiele aus (diese waren damals schon ca. 20,-€ Stk. neu wert), leider schaffte ich es nie sie zurückzubringen.
Einige Erinnerungsschreiben später bekam ich eine Mahnung über 680,- € die sich aus dem Mietausfall und der Neubeschaffung zusammensetzen, als ich darauf nicht reagierte bekam ich einen gerichtlichen Mahnbescheid auch diesen habe ich in meiner damaligen dummheit ignoriert.
Nun ist es aber so, dass diese Kosten doch niemals angefallen sein können und ich das als viel zu überzogen empfinde, kann es richtig sein, dass ich soviel bezahlen muss, das ist doch glatter wucher?
Hinzu kommt, dass das beauftragte Inkassounternehmen mir widersprüchliche Rechnungen schickt, der geforderte Betrag ist in einem Schreiben bei 700,-, bei nächsten dann "nur" noch 680,-usw.. In den Schreiben ist aber kein "entgegenkommen" oder ähnliches erwähnt was die Verringerung erklären würde, insgesamt kommt mir die Sache sehr fragwürdig vor, zudem mir das Inkassounternehmen schon seit Jahren mit dem Gerichtsvollzieher droht.

Kurz und bündig, sind ca. 700,- für 2 geliehene nicht zurück gebrachte Medien legitim, auch bzw. gerade nach verstreichen der Einspruchsfrist des gerichtlichen Mahnbescheids ?
02.04.2007 | 11:59

Antwort

von


243 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Da Sie die zwei Videospiele sich „ausgeliehen“ haben, sind Sie ein entsprechendes Vertragsverhältnis eingegangen. Daraus sind Sie verpflichtet, für die überlassenen Tage die vereinbarte Gebühr zu entrichten sowie etwaige Schadensersatzansprüche, sollte eine Rückgabe zu keiner Zeit erfolgt sein. Dies richtet sich nach dem zugrunde liegenden Vertrag.

Soweit Sie Ihre Leistungen trotz Mahnungen nicht erbracht haben, ist die Videothek auch berechtigt, etwaige Rechtsverfolgungskosten gegen Sie geltend zu machen. Ob diese in Ihrem Fall berechtigt sind, richtet sich wieder nach der konkreten Höhe.

In jedem Fall drängt sich derzeit aber keine offensichtlicht Überhöhung bzw. Wucher auf, wenn Sie schildern, dass Sie zwei Videospiele „über Jahre“ ausgeliehen, aber nicht bezahlt haben. Allein die Tagesgebühren überschreiten diesen Betrag sicherlich.

Ob Sie sich nun gegen die Forderung noch wehren können hängt davon ab, ob es bei einem Mahnbescheid geblieben ist, oder ob gegen Sie bereits ein Vollstreckungsbescheid erlassen wurde. In letzterem Fall werden Sie sich nicht mehr gegen einen Inanspruchnahme / Zwangsvollstreckung wehren können.

Soweit bislang „nur“ ein Mahnbescheid gegen Sie ergangen ist, könnte ggf. die Forderung bereits verjährt sein. Zur Überprüfung wäre allerdings die Auswertung des gesamten Sachverhaltes sowie der jeweiligen Daten erforderlich. Dazu rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Überprüfung einer eventuellen Verjährung zu beauftragen. Dieser wird Ihnen auch mitteilen, ob die Forderung an sich überhöht sein könnte.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net




Rechtsanwalt Martin P. Freisler
Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht

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ANTWORT VON

Mainz

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