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Zu Hohe Inkassoforderung aus Dubai (VAE)


20.12.2016 19:47 |
Preis: 44,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Inkassoschreiben mit Forderung aus Kreditkartenschulden einer ausländischen Bank



Ich war vor 6 Jahren (Mai 2005-Mai 2010) zum arbeiten in Dubai.
Mein letzter Arbeitgeber, ein Immobilienentwickler hat mir meine Provision über 1 Jahr nicht ausgezahlt.
Dadurch bin ich im laufe der Zeit in finanzielle Schwierigkeiten gekommen.
Daher habe ich Kreditkarten überzogen und musste mein Auto bei der Werkstatt stehen lassen und das Land verlassen.
Das Auto wollte ich der Bank zurückgegeben, aber nach Sharia-Law muss man erst die volle Darlehnssumme abzahlen und kann dann erst das Auto verkaufen. Alle meine Versuche sich zu einigen schlugen fehl.
Ich habe einen Deutschen Reisepass.

Nun (10.12.2016) habe ich eine Inkasso-schreiben von einer deutschen Inkassofirma bekommen, mit der Bitte 181.000EUR zu überweisen.
Ich könnte ca EUR8000-EUR12000 für Kreditkarten offen haben und ca. EUR40.000 fuer das Fahrzeug. Die offenen Forderung wäre in der Höhe von ca. EUR48.000-52.000.
Aber die Gesamtforderung von EUR161.000 scheint mir einfach zu hoch. Das würde bedeuten EUR120.000 nur an Zinsen/kosten über 6 Jahre.
(Ich vermute die Inkassofirma hat die Forderungen abgekauft und agiert nun in eigener Sache. Setzt den Betrag übertrieben hoch an, um sich Vorteile bei den Verhandlungen zu verschaffen.)

Nun meine Fragen:
1) Ist der Anspruch nicht schon verjährt?


2) Kann die Bank aus VAE mir in Deutschland Unannehmlichkeiten bereiten, Titel, Haft, Einreiseverbot...?

3) Ich bin seit 2009 nicht mehr in Deutschland gemeldet. Ich lebe seitdem im Ausland. Kann mir überhaupt ein Mahnbescheid zugestellt werde?

4) Es wurden mir nie eine Rechnungen oder Mahnungen zugesandt. Daher ich ja Dubai verlassen musste, hatte niemand meine neu Adresse im Ausland (Vietnam). Welche Möglichkeiten habe ich dem ganzen zu entgehen?


Ich bin in Deutschland seit 2009 nicht mehr gemeldet und lebe im Ausland.
Ich bin bis zum 04 Januar in Berlin.


Wichtige Informationen im Rahmen einer Erstanfrage:


Haben Sie mit diesem Unternehmen einen Vertrag abgeschlossen?

Ja, ich glaube bei Emirates National Bank of Dubai hatte ich Kreditkarten.

Falls kein Vertrag vorliegt, können Sie sich erklären, wie es zu der unberechtigten Forderung kommen konnte?


Es liegt mir kein Vertrag vor.
Ich denke die Summe setzt sich aus Kreditkartenforderungen, einem Autodarlehn und Sharia-Straffzinsen/kosten (?) zusammen.
Aber EUR161.000 ist weit weg von der echten Summe. Evtl meinten sie AED???

Wie hoch ist die unberechtigte Forderung?
EUR161.000

Haben Sie der Forderung bereits schriftlich widersprochen?
Nein, Ich wollte mich erst sachkundig machen und eine Strategie entwickeln.

Haben Sie eine Mahnung erhalten?
Nein

Wurde ein Inkassobüro eingeschaltet?
Ja, ein erstes Vorab-Schreiben habe ich schon bekommen.

Liegt gegen Sie bereits ein gerichtlicher Mahnbescheid vor?
nein

20.12.2016 | 20:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
zu Frage 1)
Zur Frage der Verjährung kann man dann kommen, wenn festgestellt ist, welches Recht Anwendung auf den Vertrag findet.
Vorausgesetzt es ist deutsches Recht, würde grundsätzlich die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren gelten, spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem Forderung fällig gestellt wurden.
Die Verjährung kann gehemmt werden durch Maßnahmen wie zum Beispiel eine zustellungsfähige Anschrift zu finden. Diese Zeitpunkte werden an die Verjährungsfrist "angehängt".
Es ist zu empfehlen, der Inkassofirma den Verjährungseinwand entgegenzuhalten und um Darlegung zu bitten, falls man anderer Auffassung ist.

Es ist durchaus möglich, dass das Inkassounternehmen hier als Factor auftritt. Den Abtritt der Forderung würde ich mir erklären lassen, ebenso die Geldempfangsvollmacht und Bevollmächtigung des Gläubigers, falls kein Factoring vorliegen soll.

Im Übrigen gilt dann das vertraglich vereinbarte Recht. Dies kann auch durch ein deutsches Gericht Anwendung finden, sollte es dazu kommen, wenn es nach dem Internationalen Privatrecht (IPR, geregelt im Einführungsgesetzbuch zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)) dazu veranlasst wird.

zur Frage 2)
Nein, ein Gläubiger kann solche Maßnahmen nicht einleiten. Allenfalls ein Gericht vermag Maßnahmen dieser Art durch Beschlüsse zu erwirken. Ein Titel ist dabei eine gerichtliche Entscheidung. Die kann jeder Gläubiger in Form eines Gerichtsverfahrens erwirken.

zur Frage 3)
Ein Mahnbescheid kann Ihnen in jedem Land zugestellt werden, wenn man das besondere Zustellungsverfahren dann veranlasst, zum Beispiel über die deutsche Botschaft vor Ort. Dazu müsste man wissen wo Sie wohnen.

Sollten Sie aber in Deutschland noch eine Meldeanschrift haben, reicht die Zustellung einer Klage, Mahnbescheid, o.ä. an diese Anschrift. (diese Information dient nur der vollständigen Darstellung. Sie haben ja gesagt, dass sie hier nicht mehr gemeldet sind)

zur Frage 4)
Eine Mahnung ist nur dann notwendig, wenn das Gesetz dies vorschreiben würde. Auch in Deutschland ist eine Mahnung nicht vorgeschrieben, sondern empfiehlt sich, da der Gläubiger eine Schadenminderungspflicht hat.

Wenn der Gläubiger einen Titel hat, kann er gegen Sie vollstrecken, aber nur in Deutschland. Aus diesem Grund können Sie einer Vollstreckung der Forderung, wenn diese tituliert wurde, entgehen, wenn sie nicht mehr nach Deutschland kommen.
Vorgenanntes gilt nur dann, wenn zum Beispiel ein Mahnbescheid Ihnen zugestellt werden konnte (wie dieses Inkassoschreiben). Im Übrigen wäre es nicht möglich, eine Forderung geltend zu machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

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