Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
462.554
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Zeitarbeitsfirma will nicht zahlen


05.12.2014 00:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer





Hallo,

ich arbeite seit einer Weile bei einer Zeitarbeitsfirma und mein Vertrag ist auf 151,67 Stunden im Monat oder eben 6,89 Stunden am Tag ausgelegt weshalb ich in schöner Regelmäßigkeit 2-3 Überstunden mache.Jedenfals habe ich so eine Klausel in meinem Vertrag die besagt das ich wenn ich keinen Auftrag habe sprich den Tag zuhause verbringe mich zeweils um 08:00 und 15:00 Uhr bei denen melden muss sonst kriege ich für den Tag kein Gehalt.

Jetzt ist es so das ich den heutigen Donnerstag daheim war und es leider vergessen habe um 15:00 Uhr anzurufen.Ist mir vorher übrigens noch nie passiert.

Jedenfals wollte ich mal wissen ob ich da irgendwie gerichtlich gegen vorgehen kann weil die Zeit ja von meinem Gutzeitkonto abgezogen wird.

Ich fühle mich deshalb schon irgendwie von denen betrogen weil ich die Arbeit ja geleistet habe und jetzt nicht dafür entschedigt werde.

Ist sowas überhaupt zulässig oder ist das so eine Nummer wo die einfach mal von ausgehen das da keiner sich Rechtsbeistand holt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für eine rechtssichere Beurteilung wäre eine Einsicht in den Arbeitsvertrag erforderlich. Nach Ihren Schilderungen gehe ich davon aus, dass es sich bei diesen Tagen um Bereitschaftsdienst handelt. Sie haben sich zu Hause bereit zu erhalten um auf Anforderung unverzüglich tätig zu werden. (BAG, Urteil vom 25. 4. 2007 - 6 AZR 799/06).
Dabei ist es meines Erachtens nach absolut legitim, dass der Arbeitgeber gewisse Kontrollmechanismen einrichtet, da der Arbeitnehmer ja tatsächlich bereit stehen muss.

Damit haben Sie zunächst tatsächlich gegen eine Verpflichtung aus dem Arbeitsvertrag verstoßen. Allerdings rechtfertigt nicht jeder Verstoß eine Zurückbehaltung von Lohn. Wenn Sie nachweislich sich an diesem Tag bereit gehalten habe, so besteht auch ein Anspruch auf Vergütung.
Ob Sie diesen gerichtlich durchsetzen sollten, ist eine andere Frage. Wie oben erwähnt, haben Sie gegen eine Verpflichtung aus Ihrem Arbeitsvertrag verstoßen, so dass hier zum Beispiel eine Abmahnung in Betracht käme.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 56247 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gut. Ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gezielt und verständlich meine Frage beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetent und ausführlich....Danke ...
FRAGESTELLER