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Zahlungsverzug durch Anwaltsschuld


19.12.2004 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

In einer Kündigungsschutzklage beauftragte ich eine Fachanwältin für Arbeitsrecht mich zu vertreten. Da ich eine Rechtsschutzversicherung habe, erhielt Sie von mir Vollmacht alle Kosten direkt mit der Versicherung abzurechnen. Die erste Instanz hatte ich gewonnen. Die zweite Instanz habe ich verloren. Die Klage vor dem BAG wurde zurückgezogen.

Ich erhielt daher folgende Rechnungen, die ich umgehend im Original der Anwältin übergeben habe. Die Anwältin sicherte mir zu, dass Sie die Rechnungen an die Versicherung weiterleitet.

- Rechnung des Amtsgericht vom März 2004 in Höhe von 194,55 €
- im Mai 2004 Mahnung des Amtsgericht
- im August 2004 Zwangsvollstreckungsbescheid über 213,15 €

Um weitere Probleme und Kosten abzuwenden habe ich den Betrag von 213,15 € überwiesen und meine Anwältin gebeten nun endlich die Kosten bei der Versicherung geltend zu machen und mir dann den Betrag zu überweisen. Ich werde sicherlich von der Versicherung nur den ursprünglichen Betrag von 194,55 € erhalten.

- Rechnung des Landesgerichts vom September 2004 in Höhe von 580,80 €

Durch die Erfahrung mit der letzten Rechnung habe ich diese Rechnung direkt überwiesen und meine Anwältin gebeten auch diese Rechnung bei der Versicherung einzureichen und mir den Betrag zu überweisen.

Gleiches gilt für die Rechnung des Bundesarbeitsgerichts die ich

- im November 2004 über 193,60 € erhielt.

Nun erhielt ich vor wenigen Tagen die Mitteilung der Gegenseite, dass Sie Ihre Kostenrechnung bereits

- Anfang Oktober 2004 in Höhe von 2295,20 € meiner Anwältin geschickt haben.
- Eine erste Mahnung erhielt meine Anwältin Mitte November mit zusätzlichen Zinsen in Höhe von 48,07 € und Gebühren in Höhe von 57,96 €.
- Vor wenigen Tagen erhielt ich die Androhung der Zwangsvollstreckung über
2401,23 € zuzüglich der Zinsen bis zum Tage der Vollstreckung und die Vollstreckungsgebühren.

Diese Rechnung habe ich nie erhalten. Außerdem scheint es so, dass meine Anwältin weder diese noch die vorgenannten Rechnungen meiner Versicherung zugesandt hat. Oder wenn Sie die Beträge von der Versicherung erhalten hat, sie nicht weiterleitet. Da ich nicht über die Originalrechnungen mehr verfüge (die sind bei der Anwältin) kann ich die Beträge auch nicht mit der Versicherung selbst abrechnen. Für die Differenzen (Zinsen, Gebühren) müsste ich vermutlich Schadensersatz bei meiner Anwältin fordern.

Das gleiche ist einem befeundeten ehemaligen Kollegen passiert.

Wie gehe ich in einem solchen Fall weiter vor und welcher Anwalt traut sich einen Berufskollegen zu verklagen.


19.12.2004 | 14:54

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst ist dieser Fall für uns Anwälte äußerst peinlich und es tut mir leid, daß Sie an eine so unzuverlässige Kollegin geraten sind.

Es gibt nur verschiedene Möglichkeiten:
Sie können aufgrund der Pflichtverletzung der Kollegin das Mandant kündigen, wobei Ihnen dies nicht viel helfen wird.

Sie gehen daher zunächst zu einem neuen Anwalt, derdie Kollegin unter Fristsetzung (kurze Frist von 1 Woche) auffordert die Unterlagen weiterzuleiten oder an den Kollegen auszuhändigen. Wenn aber der Kollege verlangt, daß die Unterlagen an diesen ausgehändigt werden sollen, so wird die Kollegin u.U. erst Ihr Honorar verlangen.

Falls Sie möchten kann ich mich auch mit der Kollegin in Verbindung setzen.

Falls Sie einen neuen Anwalt haben, so wird Sie der neue Anwalt auch gegenüber der Gegenseite vertreten können und einen Aufschub aushandeln können.

Darüber sollten Sie die Rechtsanwaltskammer in Ihrem OLG Bezirk schriftlich von diesen Umständen in Kenntnis setzen. Die Rechtsanwaltskammer wird dann auch tätig werden müssen.

Schließlich sollte sich der Kollege auch mit der Rechtsschutzversicherung in Verbindung setzen und denen vorab wenigstens eine Kopie der Rechnung senden.

Die Ihnen entstandenen Schäden können Sie hinterher gegenüber der Kollegin geltend machen.

Für Rückfragen oder Unterstützung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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