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Zahlung an Unternehmensmakler obwohl Offenbarungs-Eid-Kunden gebracht?


| 12.07.2006 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Habe einen Unternehmensmakler beauftragt, für den Kauf meiner GmbH einen Käufer zu finden. Er brachte einen Käufer, Kaufvertrag wurde unterschrieben - aber der Käufer war zahlungsunfähig. Zwangsvollstreckung wurde eingeleitet. Nach Offenbarungseid stellte sich heraus, dass der vermeintliche Käufer ca. 0,5 Mio Euro Schulden hat. Mit entstanden Gesamtkosten von rund 12.000 Euro incl. Maklerhonorar.

Meiner Meinung nach ist ein Vermittlungsmakler zur Bonitätsprüfung verpflichtet (folgenden Text habe ich im Internet gefunden: Im Gegensatz zum Nachweismakler hat der Vermittlungsmakler es dem Interessenten zu ermöglichen, ohne weiteres in konkrete Vertragsverhandlungen mit dem Dritten abzuschließen und auf den Willen des Vertragspartners zum Vertragsschluss einzuwirken. Er muss also einen bisher nicht abschlussbereiten Interessenten abschlussbereit führen. Der rechtmäßig für beide Parteien tätige Makler ist gesetzlich zur Neutralität verpflichtet, und muß seine Tätigkeit unter Berücksichtigung der Interessen beider Vertragsparteien ausüben. Der Makler kann dabei belangt werden, wenn er beispielsweise bekannte Mängel verschweigt. Ebenso hat er beispielsweise im Gegensatz zum Verkäufer, die Bonität des Interessenten zu überprüfen. Der Makler verhandelt mit beiden Vertragsparteien um das Geschäft abzuschließen. Verkehrsüblich wird der Vermittlungsmakler als Verkäufer mit besonderen Pflichten betrachtet).

Ich musste an den Makler ca. 8.000 Euro Vermittlungsgebühr bezahlen, weil Kaufvertrag zustande kam (die Hälfte des Betrages hat er jedoch deklariert als "Kosten zur Exposéerstellung, die andere Hälfte als Courtage). Ist dies ok? Hat er nicht seine Pflichten verletzt? Sind hier Chancen Geld zurück zu bekommen?
Guten Tag,

die Frage, ob die Zahlung der Provision an den Makler zu Recht erfolgt ist und ob dieser sich schadensersatzpflichtig gemacht hat, hängt von dem Inhalt des Vertrages ab.

Grundsätzlich ist ein Makler nicht verpflichtet, die Bonität des Kunden zu überprüfen. Er muss lediglich, wenn er aus welcher Quelle auch immer Zweifel an der Bonität des Kaufinteressenten hat oder erkennt, dass dessen Angaben hinsichtlich der Bonität unzutreffend sind, diese Zweifel an Sie weiter geben. Etwas anderes gilt nur, wenn der Makler etwa im Maklervertrag ausdrücklich die Überprüfung der Bonität mit übernommen hat. Soweit dies nicht der Fall ist, muss der Makler, wie gesagt, die Bonität nicht ausdrücklich überprüfen.

Insoweit sehe ich anhand Ihrer Schilderung leider zur Zeit keine Möglichkeit, die Maklerkosten zurück zu verlangen. Sie können mir aber gern im Rahmen der Nachfragefunktion den Wortlaut des MAklervertrages einmal mitteilen.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Mitteilung geben zu können. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiemer
Rechtsanwältin

Freilichtbühnenstr. 24
26639 Wiesmoor
Tel. 04944-6066
Fax 04944-6077
email: info@fachanwalt-aurich.de
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