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Wurde bedroht und angegriffen, nun Anzeige gegen mich !


12.10.2004 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Ich ging am Sonntag, den 10.10.2004 um ca. 13,30 mit einem Hund spazieren. Ich überquerte dabei den Spurplattenweg zwischen xxx und xxx um auf dem dort befindlichen Maisfeld, welches zu Hälfte abgeerntet war weiterzugehen. Nachdem ich ca. 10m weit über die Maisstoppeln gelaufen war, rief mir von rechts aus ca. 50m ein ca. 55 jähriger Mann, der am Feldrand an einem Baum saß etwas zu, was ich jedoch aufgrund der Entfernung und des lauten Maishäckslers nicht verstehen konnte. Ich ging auf den Mann zu, um zu erfahren was er zu mir sagte. Zur selben Zeit als ich auf den Mann zuging, hielt hinter ihm auf dem Spurplattenweg ein Fahrzeug an, aus dem ein ca. 30jähriger Mann ausstieg, der anfing sich mit dem am Feldrand sitzenden Mann zu unterhalten. Als ich ca. 10m entfernt zu den beiden Männern war, erkannte ich in der Hand des älteren Mannes ein Gewehr, ich sagte daraufhin: „Ach so, heute ist Jagd, ich hatte keine Schilder gesehen“ und war schon dabei wegzugehen, daraufhin kam der jüngere der beiden Männer (ca. 1,95m >100kg)auf mich zu gerannt, packte mich am Genick und schrie mich aus ca. 10 cm an. Er schrie abwechselnd: „Ich hau Dir in die Fresse“ und „Soll ich dir in die Fresse hauen?“ dabei hatte er seine Hand zur Faust geballt und hielt diese ca. 30cm vor mein Gesicht. Ich rechnete jede Sekunde damit, dass der Mann zuschlagen würde, konnte mich jedoch nicht aus seinem brutalen Genickgriff befreien. Ich wollte dem Mann nur erklären, dass ich aus der Nachbarort komme und mit einem Hund spazieren gehe. Ich kam jedoch nicht zu Wort, da er seine Drohung immer lauter werdend in mein Ohr schrie. Ich hatte Angst und wusste nicht was als nächstes passieren würde. Ich bat den Mann mehrfach mich loszulassen, was er jedoch nicht tat. Der Mann schrie immer wieder er würde mir in die Fresse hauen. Als ich Ihn bat das nicht zu tun und ihm sagte ich würde gehen, lies er mich endlich los.
Ich war über diesen Vorfall so schockiert, dass ich beim Notruf 110 anrief. Einer der Polizisten fuhr zu meiner Wohnung um dort meine Personalien festzustellen (dabei sagte ich am Telefon ich würde am "Tatort" bleiben) traf aber nur meine Freundin an und erzählte ihr, gegen mich läge eine Anzeige wg. Bedrohung vor !???
Dem ist so, eben habe ich per Post einen Fragebogen zur "Anhörung als Beschuldigter" erhalten. Nun meine Frage: Ist es normal, dass die den Notruf absetzende Person nicht angehört wird aber die Anzeige der eigentlich "Schuldigen" gegen mich aufgenommen wird ???
Ich habe lange in Frankfurt am Main gewohnt, 5 Jahre im Bahnhofsviertel gearbeitet und schon einiges erlebt, das aber macht mich völlig sprachlos.
Ich wollte in meiner "Antwort" an die Polizei folgendes schreiben:
Ich habe die beiden Herren weder beleidigt noch bedroht, vielmehr hat der jüngere der beiden mich angegriffen, mir Schläge angedroht und mich auch auf mehrfache Aufforderung nicht losgelassen (Freiheitsberaubung?). Ich stelle somit Strafantrag wegen: Bedrohung, versuchter Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

C.Walter

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Sehr geehrter Ratsuchender,
erfahrungsgemäß ist es ratsam erst dann eine Stellungnahme abzugeben, wenn Sie die Umstände, die Ihnen vorgeworfen werden, kennen. Dazu ist Einsicht in die polizeiliche Akte notwendig, die Ihnen nur ein Anwalt verschaffen kann, wodurch aber Kosten für Sie ausgelöst werden.

Wenn Sie auf einen Anwalt verzichten wollen, sollten Sie folgendes bedenken: Der oder die Anzeigende(n) waren zu zweit, sodass die ihre "Geschichte" gegenseitig bestätigen können und werden. Sie hingegen waren alleine und niemand wird Ihre Darstellung bestätigen und Sie wissen noch nicht einmal genau was Sie eigentlich getan haben sollen. Grundsätzlich sind Sie nicht gehindert eine Gegenanzeige zu machen, doch wenn die Beweislage so ist, wie oben dargestellt, würde das dadurch eingeleitete Verfahren wahrscheinlich eingestellt, während das gegen Sie eingeleitete Verfahren weiterläuft. Wenn Sie in Ihrer Antwort die Ihnen vorgeworfene Tat nicht einräumen, wird die Polizei die Akte an die Amtsanwaltschaft oder Staatsanwaltschaft weiterleiten, wo dann entschieden wird, ob es zur Anklage, Strafbefehl oder Einstellung kommt. Dies hängt u.a. davon ab, was Ihnen vorgeworfen wird und kann von hier seriös nicht beantwortet werden.

Enscheidend kommt es darauf an, dass Sie die gegen Sie erhobenen Vorwürfe entkräften können, also darlegen und beweisen können, dass die Anzeigenden die Unwahrheit sagen - dazu müssen Sie aber wissen was die Anzeigenden gegenüber der Polizei genau gesagt haben.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

mit freundliche Grüßen

Calsow
Rechtsanwalt
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