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Wphnberechtigungsschein abgelehnt!?


06.08.2004 01:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



hi,
ich wohne zur zeit mit meiner mutter in einer 2-Zi 54qm sozial-wohnung, nun hat uns die wohnbau eine neue wohnung (3-Zi 75qm) angeboten, wir haben nun mit meiner schwester zusammen (damit wir für die 75qm berechtigt sind) einen antrag gestellt, der sachbearbeiter in der gemeinde hat heute angerufen und gesagt das wir den WBS nicht bekommen können, weil meine schwester 7.000¬ brutto im jahr zuviel verdient. dabei würde uns die wohnbau gerne die wohnung geben. ich habe ausbildung gemacht, dann ein halbes jahr gearbeitet und seit januar arbeitslos meine mutter hat ein bißchen witwenrente. was sollen wir tun, ich wil endlich ein eigenes zimmer ;( bitte nur antworten die mir echt dazu verhilft den WBS auch wirklich zu bekommen!
danke im vorraus
06.08.2004 | 09:19

Antwort

von


9 Bewertungen
Sehr geehrter Ratssuchender,

der WBS besagt, dass der Mieter mit seiner Familie das festgelegte Einkommen nicht überschreitet und zum Bezug einer Wohnung berechtigt ist, die die in der Bescheinigung angegebene Wohnfläche nicht überschreitet.

Die Einkommensgrenzen liegen für einen Zweipersonenhaushalt bei 18.000 Euro/Jahr und für einen Dreipersonenhaushalt bei 22.100 Euro/Jahr (wenn keine Kinder vorhanden sind).

Die einzelnen Landesregierungen können durch Verordnung abweichende Regelungen treffen. Sinnvollerweise sollte deshalb zunächst überprüft werden, ob in Ihrer Region eine solche Verordnung existiert.

Liegt das Einkommen der Haushaltsangehörigen über den festgelegten Beträgen, besteht nur dann eine (kleine) Chance den WBS zu erhalten, wenn dargelegt werden kann, dass der WBS zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist.

Aufgrund obiger Ausführungen ist die Berechnung des zugrunde zu legenden Einkommens für Ihren Fall entscheidend.
Einkommen ist die Summe dessen, was der Wohnungssuchende sowie die zu seiner Familie zählenden Angehörigen nach Abzug von Freibeträgen an Einkommen erhält. Es ist das Einkommen zugrunde zu legen, das in den 12 Monaten ab dem Monat des Antrages zu erwarten ist. Kann dieses nicht ermittelt werden, wird das Einkommen der letzten 12 Monate zugrunde gelegt.
Zum Einkommen gehören u.a. Lohn, Renten, Gewinne aus Land-/Forstwirtschaft, Gewerbe, selbständiger Arbeit, Vermietung u. Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen.
Abgezogen werden dürfen Werbungskosten (z.B. auch Kosten für Bewerbungen u.ä.).
Wichtig: Kinder- und Erziehungsgeld zählen nicht zum Einkommen, Bafög-Zuschüsse zählen zur Hälfte zum Einkommen.

Hat man entsprechend obiger Ausführungen das Einkommen errechnet, dürfen iervon folgende Abzüge gemacht werden:

jeweils 10% Abzug für Zahler von
- Lohn- und Einkommensteuer
- Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung
- Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung

Wer anstelle von Pflichtbeiträgen vergleichbare freiwillige Leistungen erbringt, darf die tatsächlichen Leistungen abziehen.

Des weiteren gibt es Abzugspauschalen für Kinder von Alleinerziehenden unter 12 Jahren, Kinder die eigene Einkommen haben, Schwerbehinderte, junge Ehepaare und Unterhaltsverpflichtete.

Da sich solche Umstände aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht ergeben, lasse ich dies hier unberücksichtigt.

Überprüfen Sie anhand obiger Ausführungen, ob die Einkommen unter Berücksichtigung der Abzüge von der Gemeinde richtig errechnet und berücksichtigt worden sind.
Überlegen Sie insbesondere, welche Werbungskosten in Ansatz zu bringen sind.

Sollte Sie danach noch über den Einkommensgrenzen liegen, empfiehlt es sich, alle möglichen Härtefallgründe anzugeben und unter Verweisung hierauf den WBS zu beantragen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

Braunschweig

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