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Wohnwagen mit Hagelschaden


06.08.2017 06:23 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Ich habe gestern, am 05.08.2017 einen neuen Wohnwagen mit leichtem Hagelschaden vom Händler gekauft. Vorab wurde mir telefonisch, auf meine Frage hin, wie sich nach Kauf ein erneuter Hagelschaden versicherungstechnisch regulieren lässt erklärt, dass es hier nur zu einem geringfügigen Abzug kommen würde (400 - 800€).

Bei Besichtigung des Wohnwagens war der Schaden kaum zu erkennen. Nach Aussage des nun beratenden Verkäufers ist eine Regulierung eines erneuten Schadens möglich, da der alte nur gemeldet aber nicht Fahrzeugspezifisch abgerechnet wurde. Der Wohnwagenhändler hatte einen Schaden an insgesamt ca. 100 Fahrzeugen.

Im Kaufvertrag ist ein Hagelschaden eingetragen, mit dem Hinweis das dieser gemeldet wurde.

Eine Dokumentation des Schadens bzw. Gutachten habe ich nicht.

Wie verhält sich nun die mögliche Abrechnung eines erneuten Hagelschadens und hätten mir durch den Verkäufer mehr Informationen mitgeteilt werden müssen? Insbesondere glaube ich nach Recherche im Internet nicht, dass es keine fahrezeugspezifisches Gutachten gibt, welches den genauen Schaden beziffert. Ist mir dieses womöglich wissentlich vorenthalten worden?
06.08.2017 | 09:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern der Verkäufer den Schaden nur gemeldet und nicht fiktiv (wovon normalerweise auszugehen ist) abgerechnet hat, hätten Sie bei einem erneuten Hagelschaden keine Abrechnungsprobleme.

Sollte der Verkäufer allerdings auf der Basis eines Sachverständigengutachtens fiktiv, d.h. ohne Reparatur abgerechnet haben, müssten Sie bei einem neuen Schaden genau darlegen können, welche Dellen aus dem "Altschaden" und welche aus dem neuen Schaden stammen. Dies wird Ihnen nur gelingen können, wenn der Altschaden genaustens dokumentiert ist.
Dies liegt daran, dass Sie als Geschädigter immer nur bei der Schadensbeseitigung den Anspruch auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes haben. Dieser ist in Ihrem Fall jetzt ein Fahrzeug mit dem leichten Vorschaden, so dass Sie Schadensersatz nur für den "Neuschaden" bekämen.

Sofern ein Gutachten existiert, hätte der Verkäufer Ihnen dies bzw. die Höhe der fiktiven Reparaturkosten mitteilen müssen. Dies war für Sie ersichtlich (durch Ihre Nachfrage) eine für den Kauf wichtige Information.

Sollten noch Fragen bestehen, stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2017 | 18:32

Vielen Dank für die schnelle Antwort!


Wenn ich Sie richtig verstehe, reicht der zusätzlich im Vertrag festgehaltene Satz "Fahrzeug wird mit gemeldeten Hagelschaden verkauft" um die fiktive Abrechnung seitens des Händlers auszuschließen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2017 | 18:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, Sie können sich mit der Formulierung nicht sicher sein. Die gewählte Formulierung besagt nicht, dass nicht auch fiktiv durch den Händler abgerechnet wurde. Dann hätte in den Vertrag aufgenommen werden müssen " gemeldeten aber nicht abgerechnetem" Hagelschaden verkauft.

Die bisherige Formulierung ist nicht eindeutig. Der Verkäufer hat Ihnen aber ja mündlch bestätigt, dass der Schaden nicht abgerechnet wurde. Wenn Zeugen dabei waren, wäre dies auch ausreichend.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann würde ich Sie bitten, die Direktfrage Funktion zu wählen und wenn möglich, mir auch den Vertrag als Anhang zur Verfügung zu stellen. Wüsste auch gerne unter welchem Punkt Sie die Ergänzung in den Verrag haben aufnehmen lassen bzw. der Verkäufer aufgenommen hat.

Mit freundlichen Grüssen

Ralf Hauser, LL.M.
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