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Wohnungseigentumsgesetzes (WEG)


| 16.12.2013 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



es geht um die Fällung einer Birke gegen den Beschluss von WEG-Versammlung (hier die Antwort des WEG-Verwalters bei meiner Frage warum wurde die Birke gefällt und wer soll das zahlen):

"die Birke ist gefällt worden aufgrund einer gemeinsamen Begehung des Verwaltungsbeirates und der Hausverwaltung vom 27.11.2013.
Bei dieser Begehung haben wir alle durchzuführenden Arbeiten nochmals konkret besprochen und abgestimmt. Gerade was die Fällungen betrifft.
Auch zu der – wilden Birke Giebel – haben wir uns verständigt. Einmütig wurde hier besprochen, dass diese Birke zu entfernen ist bevor diese noch größer wird.
Dies wurde auch auf der letzten WEG- Versammlung kurz diskutiert. Da gingen die Meinungen in die Richtung entweder Umsetzen ( anderer Standort ) oder Fällen.
Alle drei Beiräte waren/ sind sich einig."

Meine Frage an Sie:
Gemäß § 22 Abs. 1 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) ist normalerweise für die Entfernung von Bäumen auf dem Gemeinschaftseigentum, auch wenn es sich um Sondernutzungsflächen handelt (was hier nicht der Fall ist), die Zustimmung aller Miteigentümer der Wohnanlage vonnöten, da es sich hierbei um eine gegenständliche Umgestaltung handelt.
Deshalb die Frage: dürfen die das? ich meine die Verwaltung und die Beiräte.
Würden Sie mich vor Gericht vertreten in einem Prozess gegen die Hausverwaltung?
Gibt es für mich Chancen ein Prozess zu gewinnen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworte ich Ihre Fragen wie folgt. Bitte beachten Sie, dass das Hinzufügen und/oder Weglassen von Einzelheiten das Ergebnis der rechtlichen Würdigung beeinflussen kann.


§ 22 Abs. 1 WEG betrifft direkt (nur) bauliche Veränderungen. Nach der Rechtsprechung kann auch das Fällen eines Baumes eine solche bauliche Veränderung darstellen; dies erfordert aber, dass der Baum für die bauliche Anlage prägend ist. Der Baum muss also bereits eine gewisse Größe erreicht haben. Ob dies hier der Fall war, ergibt sich leider nicht aus Ihrer Schilderung. Falls § 22 WEG nicht einschlägig wäre, könnte es sich bei der Fällung um eine "normale" Verwaltung handeln, die gerade Aufgabe des Verwalters ist.

Des Weiteren wäre interessant zu wissen, was in der Teilungserklärung hinsichtlich des Fällens von Bäumen geregelt ist. So könnte die diesbezügliche Entscheidung dem Beirat übertragen sein.

Ihre Vertretung in einem Prozess wäre wenig zweckdienlich, da eine entsprechende Klage nicht aussichtsreich wäre. Etwaige Schadensersatzansprüche stünden lediglich der WEG insgesamt zu; deren gerichtliche Geltendmachung bedürfte also eines entsprechenden WEG-Beschlusses.


Bei offen gebliebenen Rückfragen bitte ich Sie, von der kostenlosen Nachfragefunktion Gebrauch zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 16.12.2013 | 18:31


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