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Wohnungsbrand, Schäden an fremder Einrichtung


26.12.2014 00:04 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Freundin wohnt zur Untermiete in einer teilmöblierten Wohnung. Der eigentliche Vermieter ist ein kommunaler Anbieter. Sie hat beim Verlassen der Wohnung übersehen, dass der Adventskranz noch brannte. Es entwickelte sich ein Wohnungsbrand. Nach Aussage der Feuerwehr ein Schwehlbrand mit niedrigen Temperaturen und starker Rauchentwicklung. Das Feuer hat nur geringe Schäden verursacht, auch beim Löschen sind keine großen Wasserschäden entstanden. Jedoch hat die enorme Rauchentwicklung die Wohnung unbewohnbar gemacht. Schäden am Gebäude übernimmt wohl die Gebäudeversicherung des Vermieters. Der Rauch hat zudem alle Wohnungsgegenstände (Möbel, technische Geräte etc.) des Vermieters zerstört, diese müssen entsorgt oder aufwändig gereinigt werden. Sie hat den Schaden an der fremden Wohnungseinrichtung ihrer privaten Haftpflichtversicherung (axa) gemeldet, diese lehnt aber eine Regulierung ab. Die Brandursache wurde von ihr gemeldet, da die Kripo sowieso eine Ursachenfeststellung durchführte und es klar war, woran es lag. Ist eine Haftpflichtversicherung nicht gerade für Schäden an fremden Eigentum da? Woran kann es liegen, dass Axa erstmal ablehnt? Wie kann man vorhehen, mit welchem zu erwartenden Resultat? Lohnt sich eine Beratung beim FA für Versicherugsrecht (Rechtsschutz vorhanden)?

Danke!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage:

Zuerst ist es richtig, dass der Vermieter die eintrittspflichtige Wohngebäudeversicherung als Erstes in Anspruch nimmt.

Die Weigerung der AXA bzgl. der weiteren Kostenübernahme an den (mobilen) Fremdschäden kann allerdings gleich mehrere Gründe haben.
Vorab sollte geklärt werden, ob in der abgeschlossenen Haftpflicht ihrer Freundin auch Mietschäden eingeschlossen sind.

Dann gibt es vorliegend auch noch einiges an Rechtsprechung, welches sich explizit auf die sog. Adventskranzfälle bezieht.

Das Brennenlassen von Adventskranzkerzen in Abwesenheit wird zwar allgemein als grob fahrlässige Handlungsweise eingestuft. Ich gehe aber davon aus, dass die Versicherung hier aber nicht zur Leistungsverwigerung, sondern maximal zu einer Leistungskürzung Ihnen gegenüber berechtigt wäre.

Grundsätzlich(bei vorliegendem Versicherungsschutz) ist dies aber immer eine Frage des Einzelfalles, in welchem für die Einordnung, welcher Fahrlässigkeitsgrad bestanden hat, alle Umstände des Unfalles bewertet werden müsssen.

Zur optimalen Wahrnehmung Ihrer Rechte sollten Sie sich mit dem Ablehnungsschreiben der Versicherung an einen Rechtsanwalt wenden. Gerne können Sie mich hierfür kontaktieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Kienhöfer


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