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Wohnsitz Deutschland/Schweiz - Arbeit in D


| 27.11.2014 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Besteuerung Lohneinkünfte bei 2 Wohnsitzen nach DBA Schweiz


Guten Tag
ich bin Doppelbürger, d.h. Schweiz/Deutschland, habe aber bisher nur in der Schweiz gelebt und gearbeitet bzw. Steuern bezahlt. Ab 1.1. werde ich in Deutschland wohnen,arbeiten und mich dort anmelden. Dauer: Voraussichtlich länger als 12 Monate. Da ich die Wohnung hier in der Schweiz vorerst behalten möchte, habe ich für diese Zeit einen Untermieter. Meine Frage: wie verhält sich das steuertechnisch? Es besteht ja zwischen DE und CH ein DBA. Ich gehe davon aus dass mein Arbeitgeber in Deutschland die Steuern direkt abzieht und ich in der Schweiz das versteuerte Einkommen angeben muss mit dem Vermerk bereits versteuert. Solange ich hier in der CH angemeldet bin, muss ich ja auch eine Steuererklärung ausfüllen.
Und wie soll man das ggü. dem Steueramt hier kommunizieren, damit ich keine bzw. nicht so hohe provisorische Steuern in der Schweiz bezahlen muss.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Beste Grüsse

27.11.2014 | 22:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten. Bitte beachten Sie, dass Unterlassungen am Sachverhalt mitunter schwerwiegende Änderungen der rechtlichen Begutachtung nach sich ziehen können.

Angesichts Ihrer nur zeitweisen Aufgabe Ihrer Schweizer Wohnung durch Untervermietung wird diese von den beiden Finanzbehörden weiterhin als Wohnsitz behandelt werden. Dies hätte zur Folge, dass Sie sowohl in der CH als auch in DE unbeschränkt steuerpflichtig sind und dementsprechend in beiden Ländern eine Steuererklärung abzugeben hätten.

Was Sie jeweils wo zu versteuern haben, regelt dann das von Ihnen erwähnte DBA. Nach diesem gelten Sie aufgrund Ihres Lebensmittelpunktes in DE als in DE ansässig.

Dies hat zur Folge, dass das Besteuerungsrecht für diese Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit nach Art. 15 DBA DE zusteht. Dies heißt nunmehr, dass Sie in DE diese Einkünfte (und auch alle anderen) erklären müssen. In der Schweiz müssen Sie ebenfalls aufgrund Ihrer unbeschränkten Steuerpflicht alle Ihre Einkünfte erklären.
Jedoch werden Ihre auf die Tätigkeit in DE entfallenden Lohneinkünfte nach Art. 24 II Nr.1 DBA in der CH von der Steuer befreit und lediglich dem Progressionsvorbehalt unterworfen. Dieser erhöht jedoch nicht die Bemessungsgrundlage der Schweizer Einkommensteuer. Er erhöht lediglich den Steuersatz auf Ihre potentiell noch vorhandenen anderen in der Schweiz vorhandenen Einkünfte.

Die Kommunikation der Einkünfte erfolgt durch die Angabe in der Steuererklärung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Falk-Christian Barzik, Diplom-Finanzwirt (FH)

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2014 | 23:43

Guten Tag Herr Barzik
Besten Dank für die hilfreiche Antwort. Somit müsste in diesem Fall keine Steuern in der Schweiz bezahlt werden, wenn in der Schweiz während dieser Zeit keine Einkünfte anfallen - gem. DBA.

Zu meiner Nachfrage:
Wenn die Kommunikation erst mit der Angabe in der Steuererklärung erfolgt, würde man bis dahin wahrscheinlich auf der Grundlage der letzten Einkünfte bemmessen/eingeschätzt werden, ich bin nicht sicher aber etvtl. müsste man auf diesen Einschätzung Betrag, Zinsen bezahlen, wenn man diesen nicht bezahlt.

Genügt die Angabe der Einkünfte plus der Steuerausweis des deutschen Arbeitsgebers dem CH Steueramt? Vielen Dank für die Antwort.

Beste Grüsse

PS: gerne empfehle ich Sie weiter.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2014 | 14:47

Sehr geehrter Fragesteller,

richtig, soweit Sie keine weiteren Einkünfte in der CH haben, müßen Sie wegen der deutschen Lohneinkünfte keine höheren Steuern in der Schweiz zahlen.

Ihre zweite Nachfrage verstehe ich nicht ganz. Sofern Sie bisher in der CH nur Lohneinkünfte hatten, mußten Sie doch gar keine Einkommensteuervorauszahlungen zahlen, oder?

Bezüglich der gegenüber den Schweizer Behörden zu machenden Angaben würde ich Ihnen raten den für Sie zuständigen Einkommensteuerbezirk zu kontaktieren. Wahrscheinlich dürfte die deutsche Jahres-Lohnsteuerbescheinigung zur Vorlage ggn. den Schweizer Finanzbehörden ausreichen.

Bewertung des Fragestellers 27.11.2014 | 23:47


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