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Wieviel Unterhalt im Fall der Scheidung ? Leben zur Zeit getrennt


| 18.12.2008 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann zusammen, leben auch schon solange zusammen.

Seit 26.07. diesen Jahres sind wir verheiratet.

In der letzten Woche hat sich mein Mann von mir getrennt.

Wir verstehen uns noch recht gut und wollen Freunde bleiben.

Er sagte mir, dass er uns weiterhin unterstützen wird.

Ich war Hausfrau, mein Mann ist seit 2,5 Jahren selbständig.

Ich kenne seine Bilanzen nicht, aber er verdient recht gut (Immobilienbranche).

Ich denke, abzüglich des Finanzamtes bleiben mindestens 10.000 Euro im Monat übrig, aber das ist eher niedrig angesetzt.

Wie gesagt, ich weiß nicht genau, was er beim Finanzamt angibt.

Wir haben eine Tochter gemeinsam, meine Große Tochter war schon da.

Die Miete für das Haus, in dem wir wohnen kostet warm ca. 2000 Euro.

Was soll ich tun ?

Ich will mich nicht auf sein Wohlwollen verlassen, denn es kann ja immer mal Streit geben.

Sollen wir nachträglich einen Ehevertrag machen oder nur so eine Vereinbarung treffen ?

Wieviel würde in etwa mir und der gemeinsamen Tochter monatlich zustehen ?

Recht vielen Dank für Ihre Auskunft und mfG

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Sehr geehrter Fragestellerin,

Sie sollten sich umgehend vor Ort durch einen Rechtsanwalt beraten lassen. Nehmen Sie zu diesem Gespräch Unterlagen zum Einkommen Ihres Ehemannes mit, soweit Sie Ihnen vorliegen. Z.B. die letzten Steuerbescheide.

Für die Berechnung des Unterhaltes werden bei Selbständigkeit in der Regel die letzten drei Jahre betrachtet und nach diesem Einkommen Kindes- und ggfs. Ehegattenunterhalt berechnet.

Der zu zahlende Kindesunterhalt ergibt sich dann aus Tabellenwerten z.B. Düsseldorfer Tabelle. Die jeweiligen Werte ergeben sich aus dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen und der Zahl der Unterhaltsberechtigten. Der Ehegattenunterhalt wird in der Regel mit 3/7 des Monatseinkommens des Unterhaltspflichtigen angesetzt. So ergibt sich z.B. bei einem Einkommen des Unterhaltspflichtigen von etwa 5000,00 EUR monatlich bei einer Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Ehegatten und zwei Kindern ein Unterhaltsbetrag von 447,00 EUR. Bei Einkommen, über dem Betrag von 5100,00 EUR endet die Tabelle, der Unterhalt ist dann nach den Umständen des Einzelfalles festzusetzen.

Zusätzlich wären wohl weitere Details zu klären, wie z.B. ein Vorsorgebetrag für Ihre Krankenversicherung u.ä.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einen Ehevertrag oder eine Scheidungsfolgenvereinbarung zu schließen, sofern Ihr Mann dazu bereit ist und Sie sich über die Modalitäten einigen können.

Sie sollten sich jedoch in jedem Fall im Voraus über Ihre Ansprüche beraten lassen.

Auf das Wohlwollen Ihres Mannes sollten Sie sich - wie sich richtig erkennen - keinesfalls verlassen, sondern Sorge dafür tragen, dass unterhaltsrechtliche Ansprüche wenn möglich gleich in vollstreckbarer Form gesichert werden. Dies ist z.B. bei einer notariell beurkundeten Unterhaltsvereinbarung des Fall.

Bezüglich des von Ihnen bewohnten Hauses sind mietrechtliche Fragen zu klären. Wird das Haus von Ihnen (allein ?) und den Kindern weiter bewohnt, werden die Mietzahlungen sichergestellt, wer ist Partei des Vertrages - nur Ihr Mann oder beide gemeinsam ?

Nehmen Sie deshalb auch den Mietvertrag mit zum Anwaltsgespräch, außerdem Unterlagen zu eventuellen Krediten und weiteren Verbindlichkeiten.

Je schneller und ausführlicher Sie den Anwalt informieren, umso genauer wird er Ihre Ansprüche berechnen können.

Es ist bedauerlich, dass Ihnen ausgerechnet kurz vor den Feiertagen die Trennung mitgeteilt wird. Vielleicht haben Sie während der Feiertage dennoch Gelegenheit zu einer Aussprache mit Ihrem Mann. Offenbar haben Sie beide die Heirat gut überlegt - so dass eine Trennung nach knapp sechs Monaten schon etwas überstürzt erscheint.

Vielleicht erwägen Sie gemeinsam mit Ihrem Mann auch einmal die Möglichkeit einer Eheberatung.

Sollte die Trennung aufrecht erhalten werden, bietet sich eventuell an, im Rahmen eines Mediationsverfahrens die Konditionen einer Trennung und ggfs. Scheidung dennoch partnerschaftlich zu erarbeiten.

Mit freundlichem Gruss und den besten Wünschen für die Zukunft
Lausch
- Rechtsanwältin -
Bewertung des Fragestellers 02.03.2009 | 13:44


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