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 www.frag-einen-anwalt.de » Nachbarschaftsrecht » Wieviel Terror muss man sich vom Nachbarn gefallen lasse...

Wieviel Terror muss man sich vom Nachbarn gefallen lassen ???? Was kann tun ?


| 26.05.2011 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Uppenkamp


| in unter 2 Stunden

Hallo, ich möchte gerne wissen was ich tun kann, da wir immer wieder von unserer direkten unteren Nachbarin terrorisiert werden.
Wir sind 2008 hier her gezogen und wohnen in einem 2 Partein haus, wir wohnen oben. Sie unten.

Es gibt viele Vorkommnisse die an Mobbing, Psychoterror grenzen. Immerwieder werden uns Sachen unterstellt und angedichtet die garnicht so sind/waren.

Wir sind ganz normale ordentliche Leute, trinken nicht, rauchen nicht, machen keine Partys, sind keine Messis. Ganz sauber und leise.

Hier ein paar Beispiele von Äußerungen und Handlungen und Anschludigungen seitens der Nachbarin, die das Zusammenleben belasten und erschweren.

Solche Ereignisse waren z. B. :

- wir hätten an sie gerichtete Post geöffnet oder in die blaue Tonne getan ( unwahr, es waren Nahcbarskinder )

- Sie beschwerte sich bei der Hausverwaltung (nicht bei uns), dass wir auf dem Hausboden eine Polstergarnitur u. a. Kleinmöbel zwischengelagert haben, um sie für die Sperrmüllaktion zu sammeln. (Anschreiben der Hausverwaltung und Kontrollbesuch!)

- Sommer/ Herbst 2010: die Hülse einer Wäschespinne müsse durch uns beschädigt worden sein (wir haben die Neubeschaffung bezahlt, obwohl die Nutzbarkeit noch gegeben war; die angeblich nicht mehr brauchbare wurde vor ca. 2 Woche ausgeschraubt und einfach entsorgt – hätte sie uns nicht übergeben werden können?)

- ca. November 2010: zum ersten Mal Wasser im Keller; unbrauchbar gewordene Sachen, gesammelt in Müllsäcken, wurden im davor befindlichen Keller (Durchgangskeller – angeblich der Keller der anderen Mietpartei), der überwiegend noch trocken war, zwischengelagert. Stunden später kam Sie auf uns zu, schimpfte und forderte die unverzügliche Beseitigung dieser Säcke.
Es wäre alles innerhalb 2 Tage sowieso beräumt worden !

- seitdem wir in dieses Haus eingezogen sind hat sie sich bestimmt jedes halbe Jahr in irgendeiner Form über unsere Lebenslage (überwiegende Erwerbslosigkeit) geäußert

- Die Durchführung der großen Hausordnung wird anscheinend „streng überwacht". Es kommt häufiger vor, dass gerade gereinigte Bereiche noch einmal geputzt werden !!!
( Mülltonnnen und Straße kehren tuen wir, nicht sie )

- Die kleinen Schuppen am Haus wurden bis Mitte vorigen Jahres stillschweigend von der anderen Mietpartei als eigener Bereich angesehen. Obwohl usn wohl einer zustünde. Erst auf mehrfache Nachfrage fand man sich bereit etwas Platz zu machen, wobei das Schloss-/ Schlüsselproblem noch immer nicht ordentlich geklärt ist.

- sie erfindet irgendwelche Geschichten und dichtet uns Sachen an um uns zu defarmieren/schlecht zu machen.

- man muss sich andauern wegen allem rechtfertigen , wegen irgendwas z.B letztens über Charakterzüge unseres Sohnes ( 11, er ist recht ängstlich )

- sie wird beleigend, ist herabwürdigend uns gegenüber...

- zuudem stört die Nachbarin wennn sie hört das wir in unserer Wohnung laufen, sie hört die Schritte, es ist alles sehr hellhörig im Haus.
Wobei ich denke das sie den normalen "Alltagslärm" dulden muss.

- sie regt sich daraüber auf das nur ich die Hausordnung mache, mein Mann nicht, da er krank ist und nicht kann.

Es gab noch einiges und auch schlimmeres, aber das würde den Rahmen hier sprengen

Dieses sind wohl die wesentlichsten Ereignisse der letzten Jahre, die davon zeugen, dass insbes. Die Nachbarin persönlich ( ihr Mann und Sohn nicht, da kaum da ) ein Problem damit hat, nicht mehr allein in dem Haus zu wohnen. Wir haben uns bisher stets bemüht, alle Regeln des guten Zusammen-lebens einzuhalten und eine freundliche Atmosphäre und Umgangston zu pflegen. Unseren Sohn halten wir stets dazu an, sich angemessen zu bewegen, d. h., nicht zu laufen oder zu springen oder die Türen leise zu schließen. Das gelingt ihm vielleicht nicht immer, aber Abweichungen sind die Ausnahme.

Wir fühlen uns durch das Verhalten der Nachbarin inzwischen mehrfach bedrängt und nun sogar beleidigt. Die Formulierung „rausfliegen" legt die Vermutung nahe, dass sie bestrebt ist, uns bei der Hausverwaltung als Störer darzustellen und eine Kündigung zu bewirken („Im Westen wären solche Leute wie ihr schon lange raus" eine Ihrer Äußerungen ). Wir fühlen uns bedroht, unser Lebensumfeld, das wir mit viel Mühe und der Hilfe unserer Eltern geschaffen haben, zu verlieren.

Mein Vater bzw. meine Elter können viele Vorgänge bezeugen. !

Meine Frage ist was muss man sich gefallen lassen, wie kann man der Frau Einhalt gebieten ? Es kann doch nicht sein das sie sowas ungestraft machen kann.
Was für eine Handhabe haben wir ?

Ein von uns iniziertes Schlichtungsverfahren bei einer ansässigen Schiedsfrau hat wenig gebracht.

Ich bitte um Hilfe.
Gibt es jemand der uns dann vertreten und helfen würde. ?
Wir müssten Prozesskostenhilfe nutzen, da geringverdienend !

Ich bin mittlerweile sehr am Ende und hoffe es kann uns jemand helfen.

MfG Heike B.

26.05.2011 | 12:45

Antwort

von

Rechtsanwalt Marc Uppenkamp
7 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Der Übersicht halber werde ich einzeln auf die angesprochenen Probleme eingehen.

1. Beleidigungen müssen Sie selbstverständlich nicht hinnehmen. Hier besteht die Möglichkeit einer Strafanzeige gem. §§ 185, 186 StGB.
Dies umfasst sowohl die Behauptungen bzgl. des Postdiebstahls, als auch die Äußerungen über die Charakterzüge Ihres Sohnes.

2. Kinderlärm ist hinzunehmen, selbst während der Mittagszeit (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, 211). Dies gilt ebenso für den üblichen Alltagslärm. Hier wird erst dann eine Grenze erreicht, wenn der Lärm bewusst auf das Stören der Nachbarn gerichtet ist und nicht mehr den alterstypischen Geräuschen entspricht. An dem Verhalten Ihres Sohnes ist also nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nichts auszusetzen. Zwar muss in einem hellhörigen Haus besondere Rücksicht genommen werden (AG Warendorf DWW 1997, 344), solange sich der Lärm aber aus dem normalen Mietgebrauch ergibt, ist hieran nichts auszusetzen (Laute Musik oder schreiend ausgführte Streitigkeiten sind jedoch nicht gestattet).

3. Sofern es sich bei dem Hausboden um Gemeinschaftseigentum handelt ist das Abstellen von Möbeln grundsätzlich untersagt. Wenn es sich aber nur um eine vorrübergehende Zwischenlagerung handelt und dadurch nicht Eigentum der anderen Partei in irgendeiner Form beeinträchtigt wird, stellt dies zumindest keinen Kündigungsgrund dar. Da ein Hausboden normalerweise auch nicht dem Durchgangsverkehr dient und zudem abschließbar ist, sollte eine Beeinträchtigung der anderen Partei wohl nicht vorliegen.

4. Wer von Ihnen beiden sich um die Hausordnung kümmert ist allein Ihre Sache. Da darf sich Ihre Nachbarin nicht einmischen.

5. Hinsichtlich des Kellerraumes lässt sich ohne Kenntnis des Mietvertrages keine genaue Auskunft erteilen. Sollte der Kellerraum tatsächlich zum alleinigen Gebrauch Ihrer Nachbarin vermietet sein, so hat sie ein Anrecht auf Entfernung der Gegenstände. Hiergegen spricht allerdings die Tatsache, dass es sich um einen Durchgangsraum in Ihren Keller handelt.

Sie sollten Ihrem Vermieter die Vorfälle schildern. Dem Vermieter obliegt nämlich eine Obhutspflicht gegenüber seinen Mietern, die unter bestimmten Umständen auch das Verhältnis der Mieter untereinander umfasst.
Aufgrund des Verhaltens Ihrer Nachbarin könnte Ihnen eventuell ein Unterlassungsanspruch gegen sie zustehen. Genaueres lässt sich aber nur durch Prüfung des Mietvertrages und der Hausordnung feststellen. Hierfür stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben. Sollten noch Rückfragen bestehen, so nutzen Sie bitte die kostenlose Rückfrageoption. Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.


Marc Uppenkamp, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2011 | 13:29

Hallo,

noch etwas ergänzendes der Vermieter wurde schon eingeschaltet, tut aber nichts.
In der Umgebung haben wir leider keinen Anwalt der auf Nachbarschaftsrecht spezialisiert ist.

Was ich noch vergessen hatte, ( aber details kann man dann weitergehend klären ).
Die Nachbarin hat unsere Post durchsucht und auch im Altpapier nach unserer weggeworfenen alten Post geschnüffelt und geguckt.

Zudem versucht sie private Informationen über uns auf anderen Wege zu erhalten. "Recherchiert", erschnüffelt Sachen, ich kanns nicht beschreiben.
Sie will halt etwas finden was sie uns vorhalten kann, sucht immer wieder Fehler. Irgendwas was sie uns anhängen kann. Erfindet Sachen weil ihr Argumente ausgehen.

Die alten Möbel waren nur kurzzeitig auf dem Dachboden gelagert, der Dachboden wird im Grunde nur von mir genutzt zum Wäsche aufhängen.

Wir rücken keine Möbel in der Wohnung, es geht Ihr um das laufen in der Wohnung auf unserem Laminatboden, ganz normale alltägliche Bewegungen, ( kein rennnen oder hüpfen ) der ganz normale "Alltagslärm" stört die Nachbarin. Und wir bemühen uns schon so sehr um Ruhe.
Kommen ihr sogar entgegen indem wir nun Teppich verlegt haben, zur Schalldämpfung.

Das Haus ist ca 100 jahre alt, hat noch alte Dielen und schwimmenden Boden, es ist hellhörig.

Letztens war ein Vorfall der im Grunde die Krönung war !
Am Abend des 09.04.2011 gegen 21:25 Uhr hielten wir uns in unserem Wohnzimmer auf, unser 11-jähriger Sohn hatte sich bettfertig gemacht und lag gerade im Bett. Plötzlich brach ein lautets Knallen, Poltern und Beben los, dessen Ursache wir erst gar nicht deuten konnten, das wir dann vom Dachboden kommend einordnen konnten. Gleichzeitig kam unser Sohn vollig verängstigt zu uns gerannt. Daraufhin gingen wir zur Flurtür und riefen nach dem Verursacher. Jetzt kam die Nachbarin laut polternd und schimpfend die Bodentreppe herunter und beschipfte uns mit den Worten: „Ihr Idioten werdet schon sehen, dass ihr hier rausfliegt" und etwa: „Jetzt seht ihr mal wie das ist", „Seit ihr hier seid, ist dauernd Lärm, früher war es so schön leise".
Unser Versuch, sie zu beruhigen, den Ton zu mäßigen, die Bitte, sich doch in Ruhe zu unterhalten, hatten keine Wirkung. Daraufhin schlossen wir die Tür. Jetzt schlug die Nachbarin mehrfach vermutlich mit der Faust gegen die Tür.
Das alles führte dazu, dass unser Sohn völlig außer sich geriet vor Aufregung und Angst. Er bekam fast einen Weinkrampf , konnte sich erst nach ca. einer Stunde wieder einigermaßen beruhigen und schlief erst gegen 01:30 Uhr richtig ein. Vor Ansgt
Am Nachmittag /Abend des 10.04.2011 unternahmen wir mehrfach den Versuch, noch ein Gespräch mit der Nachbarin zu führen und den Grund und die Folgen Ihres Verhaltens zu klären, leider ohne Erfolg. Die Nachbarin hat vorher nie mit uns darüber geredet !

Würden sie uns vertreten und uns helfen ?
Unterlagen können wir in jedem Falle gerne zukommen lassen.


MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.05.2011 | 14:06

Sehr geehrte Fragestellerin,

dieses Verhalten müssen Sie nicht hinnehmen, hiergegen können Sie notfalls gerichtlich vorgehen. Gern stehe ich Ihnen für dieses Verfahren zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie meine Kanzlei zur weiteren Vorgehensweise.

Mit freundlichen Grüßen

Marc Uppenkamp
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 2011-05-26 | 14:10


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Rechtsanwalt Marc Uppenkamp
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