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Wie weiter vorgehen? Versicherunsfall Wasserschaden Haus


10.08.2017 17:35 |
Preis: 30,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

6.09. Haus geerbt durch meinen Stiefvater
9.12. Wasserschaden an Haus durch Rohrbruch (Versicherer HDI)
-Belfor (Sachverständiger) überprüft Ursache (Ventil kaputt), Feuchtigkeit im Haus gemessen usw.
- Mitte Februar hat sich Belfor erst mit mir und mit der Versicherung als Zwischenvermittler auf eine Summe vn 35.000 Euro geeinigt, dafür eine Vereinbarung unterschrieben
...
-dann habe ich immer wieder mal angerufen, es heißt immer: wir prüfen es weiter.
-im April haben sie (Belfor) mir dann ein paar Fragen zugeschickt, die ich für die Versicherung beantworten sollte, z.B. ob es bewohnt war, wenn nicht wer nach geschaut hat wenn ich nicht da war usw.
- dann immer wieder angerufen, es hieß immer: es wird weiter geprüft.
-im Juni dann ein Schreiben von HDI, dass sie noch ein paar Unterlagen brauchen, z.B. Erbschein, Grundbuchauszug mit meinem Namen drin und Grundbuchauszug mit dem ganz neuen Eigentümer (Hausverkauf notariell Anfang April verauft, Grundbuchumschreibung steht noch aus, dauert noch 4-6 Wochen, bis der Grundbucheintrag erfolgt, vorgemerkt ist er aber schon).
-hab ich alles als ich es dann hatte Mitte Juli verschickt, habe sogar einen Versicherungsombudsman eingeschaltet, aber habe nichts mehr gehört.

Wie soll ich mich verhalten? Ich bin Studentin und muss, wenn die Versicherung nicht bald zahlt einen Bildungskredit aufnehmen. Ist es überhaupt rechtens mich so lange hinzuhalten? Und könnten Sie jetzt noch warten bis der neue Eigentümer eingetragen ist? Das hat ja mit dem Versicherungsfall ja nichts zu tun. Die Versicherung will das Vertragsverhältnis beenden, sobald der neue Eigentümer im Grundbuch steht, aber was hat das mit dem Versicherungsfall zu tun? Im Kaufvertrag ist auch geschrieben, dass der Kaufpreis angepasst wurde und der Wasserschaden bekannt ist.
10.08.2017 | 18:56

Antwort

von


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Web: www.emsrecht24.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

wichtig ist im Schadensfall zunächst, dass Sie Ihre in den Versicherungsbedingungen vereinbarten Obliegenheiten genau befolgen.

Grundsätzlich hat ein Versicherer das Recht, die Ansprüche dem Grunde und der Höhe nach eingehend zu prüfen. Eine bewusste bzw. unzulässige lange Verzögerung der Leistung des Versicherers müssen Sie jedoch nicht akzeptieren.

Sie sollten dem Versicherer hier eine angemessene Frist zur Abwicklung der Schadensmeldung setzen. Ich denke in Ihrem Fall sollte eine Frist von zwei Wochen ausreichend sein.

Erhalten Sie nach Ablauf der Frist keine Antwort, so erinnern Sie die Versicherung schriftlich daran, Ihren Fall zu prüfen. Gelegentlich hilft es in diesem Fällen, eine schriftliche Stellungnahme beziehungsweise Entscheidung der Geschäftsleitung zu verlangen.

Weiterhin können Sie sich mit Ihrem Anliegen auch an die zentrale Beschwerdestelle des HDI wenden.

Den Ombudsmann der Versicherung haben Sie bereits eingeschaltet. Fordern Sie diesen ebenfalls unter Fristsetzung zur Stellungnahme auf.

Sie haben grundsätzlich auch die Möglichkeit die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zu informieren. Diese überprüft, ob Versicherungen die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Die BaFin entscheidet in solchen Fällen zwar nicht, jedoch hat allein die Beschwerde Versicherungskunden bereits des Öfteren geholfen, ihr Recht auch tatsächlich durchzusetzen.

Nennen Sie in Ihren Schreiben immer Ihren Namen, Ihre Anschrift sowie Name und Anschrift des Versicherers, die Art der Versicherung, die Nummer des Versicherungsscheins und ggf. die Schadennummer. Wichtig ist, dass Sie Ihren Schreiben ggf. nur Kopien (keine Originale) vom Vertrag bzw. Versicherungsschein sowie ggf. dem Schriftwechsel beifügen. Fertigen Sie von Ihren Schreiben wiederum Kopien für Ihre Akte und versenden Sie alle Schreiben am Besten per Einschreiben mit Rückschein, um ggf. auch den Zugang beweisen zu können.

Sie sind als Veräußerer bei einem Verkauf des Hauses gesetzlich verpflichtet, dem Versicherer die Veräußerung unverzüglich mitzuteilen. Bei einer Veräußerung hat dann der Versicherer das Recht, den Vertrag zu beenden. Möglicherweise wurden deshalb die entsprechenden Unterlagen angefordert.

Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen keine Wirkung zeigen, so sollten Sie einen Rechtsanwalt mit dem Versicherungsfall beauftragen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen verständlich beantwortet habe und Ihnen eine entsprechende erste Orientierung bieten konnte. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt








Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2017 | 19:36

Super, schon mal vielen vielen Dank :-)

2 Fragen hätte ich noch. Was ist eine angemessene Dauer für einen Versicherungsfall? Und kann HDI den Schadenfall verlängern, indem sie auf die Grundbuchumschreibung warten? Das sind ja eigentlich zwei verschiedene Fälle und mit der Kündigung habe ich ja nichts zu tun, weil mir das Haus gar nicht mehr gehört.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2017 | 20:13

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Angemessenheit einer Bearbeitungsdauer richtet sich auch nach dem konkreten Einzelfall. Nach Ihren Angaben gehe ich allerdings grundsätzlich davon aus, dass die Versicherung hier genügend Zeit zur Prüfung gehabt haben sollte.

Möglicherweise nutzt die Versicherung hier eine Zermürbungstaktik in der Hoffnung, dass Sie letztendlich auf das Angebot einer relativ geringen Ausgleichsumme eingehen werden. Sie stellen aus Sicht der Versicherung aktuell vor allem einen Kostenfaktor dar, der möglichst klein gehalten werden soll.

Bitte beachten Sie, dass eine abschließende Beurteilung hier nur bei genauer Prüfung der gesamten Sachlage und Dokumente möglich ist. Dieser Dienst kann Ihnen hier dementsprechend lediglich eine erste Einschätzung an die Hand geben.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei Nachfragen zur Verfügung stehen möchte. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich ggf. freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt

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