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Wie kann man Miterben zur Herausgabe an den Barmitteln zwingen?


19.11.2008 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Die gleichberechtigten Erben A B und C bilden eine Erbengemeinschaft. Die Erbmasse besteht aus mehreren Häusern und aus Barmitteln in fünfstelliger Höhe. C übernimmt eines der Häuser, die restlichen stehen zum Verkauf. A und B teilen die Barmittel ohne Wissen und Einverständnis von C unter sich auf. Auf Nachfrage von C, der ein Drittel der Barmittel für sich verlangt, verweisen A und B auf das von C übernommene Haus und wollen die Barmittel als Wertausgleich und Faustpfand bis zur abschließenden Erbauseinandersetzung behalten.

Wer ist im Recht und wie kann C die Miterben zur Herausgabe seines Drittels an den Barmitteln zwingen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Gem. § 2042 BGB könnte C die Auseinandersetzung des Nachlasses und damit die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Die Auseinandersetzung kann grundsätzlich jederzeit verlangt werden. Eine Ausnahme besteht nach § 2045 BGB dann, wenn ein Miterbe den Aufschub der Auseinandersetzung verlangt, weil z.B. die Anmeldefrist für die Nachlassgläubiger, zur Anmeldung ihrer Forderungen, noch nicht abgelaufen ist.

Wurde die Auseinandersetzung wirksam verlangt, kommen mehrere Alternativen der Durchführung in Frage.
Sollte ein Testament vorliegen und ein Testamentsvollstrecker eingesetzt worden sein, so kümmert dieser sich um die Auseinandersetzung.
Sollte dies nicht der Fall sein, so können die Miterben untereinander einen Auseinandersetzungsvertrag abschließen.
In Ihrem Fall wäre der Auseinandersetzungsvertrag formbedürftig, da sich auch Grundstücke im Nachlass befinden.
Hier könnte geregelt werden, dass C eines der Grundstück erhält und als Ausgleich sein geerbtes Barvermögen einsetzen muss oder zumindest einen Teil davon.

Durch eine Erbteilungsklage kann bei fehlender Einigung die Auseinandersetzung durch einen Erben gerichtlich erzwungen werden.

Bevor es zur Auseinandersetzung des Erbes kommt und die Erbengemeinschaft noch Bestand hat, darf nach § 2040 BGB über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügt werden. Der Nachlass wird bei einer Erbengemeinschaft gemeinschaftliches Vermögen der Erben.
Auch darf zuvor keine Aufteilung des Erbes erfolgen und sich auch nicht ein Miterbe oder mehrere Miterben Nachlassgegenstände aneignen.
A und B hätten ohne Auseinandersatzung damit nicht das Geld unter sich aufteilen dürfen, aber auch die Nutzung des einen Grundstückes sollte unter den Miterben abgesprochen sein.

C ist es anzuraten die Erbauseinandersetzung zu verlangen, so dass hier eine abschließende Lösung gefunden werden kann.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)
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