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Wie kann ich das mir zur Hälfte gehörenden Haus nutzen? Muß er vermieten lassen?


14.08.2004 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem: Ich habe von meiner Mutter vor 2 Jahren Ihren 50% Hausteil von einem Reihenhaus übertragen bekommen, die andere Hälfte gehört dem Vater.
Meine Mutter und ich leben nun in einer Eigentumswohnung, die mir und dem Vater zur Hälfte gehört, getrennt vom Mann seit Dezember 2003. Da der Vater allein im Haus lebt, haben wir ihm die Vermietung meines Anteils oder eines Zimmers vorgeschlagen, zur Lebensunterhaltsbestreitung. Dies wird abgelehnt. Momentan muß ich meine Mutter mitverhalten. Sie hat nur Euro 220 Rente!

Meine Frage: Wie kann ich das mir zur Hälfte gehörenden Haus nutzen? Muß er vermieten lassen? Muß er mir die halben Räumlichkeiten ca. 65 qm zur Verfügung stellen? Kann man ihn zum Verkauf oder zur Versteigerung zwingen? Kann man ihn zur Mietzahlung an mich zwingen? (sagt allerdings er hat zu wenig Geld, stimmt wahrscheinlich). Kann man ihn aus dem Haus klagen? (da sich meine Praxis in einem Anbau an dem Haus befindet, werden auch die Patienten durch das auffällige Verhalten des Vaters bewußt gestört).
Vielen Dank für eine Hilfe, da wir finanziell am Ende sind!
14.08.2004 | 13:09

Antwort

von


6 Bewertungen
Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Natürlich ist ihr Vater verpflichtet eine „Nutzungsentschädigung“ an Sie zu zahlen dafür, dass er mietfrei in dem Haus wohnt. Es ist eine angemessener Wohnwert zu ermitteln, von dem ihr Vater Ihnen die Hälfte auszahlen muss. Diese Ansprüche können verjähren und sollten auch für die Vergangenheit möglichst schnell geltend gemacht werden.

Als Miteigentümerin können Sie zudem die Auseinandersetzung verlangen. Das bedeutet, dass das Vermögen ihrer Eigentümergemeinschaft aufgelöst wird. Nach §§ 752, 753 BGB erfolgt die Auflösung grundsätzlich durch Teilen in Natur oder durch Verkauf des gemeinschaftlichen Gegenstands und Teilung des Erlöses. Sie kann jederzeit verlangt werden. Da die Teilung in Ihrem Fall nicht möglich ist, wird die Aufhebung der Eigentümergemeinschaft bei dem Grundstück durch Zwangsversteigerung erfolgen.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2005 | 13:44

Sehr geehrte Frau Filler,

in der Zwischenzeit sind mündlich durch Zeugen (Mutter) und schriftlich bestätigt durch Vater Einigungen getroffen worden. Das Problem ist ein notariell eingetragenes Wohnrecht lebenslang in einem Zimmer im EG. Wie geht da eine Auseinandersetzung? Einigungen: Ich kann die Wohnung im EG mit dem Wohnrechtzimmer bewohnen, Vater den Rest des Hauses. Auf seinen Wunsch wurde ein im 1 Stock befindliches Zimmer von mir renoviert. Handwerker sind für diesen Samstag zum Wohnungsabschluß für die untere Wohnung (Türeinbau, Wandzumauerung) bestellt. Als es ans Ausräumen des EG Zimmers ging verweigerte Vater alles, wurde wortbrüchig, nicht das erste Mal.

Frage: Kann ich die Handwerker trotzdem mit der Arbeit beginnen lassen, da ja alles besprochen war mit dem Vater mit Zeugen Mutter? Muß ihm der Arbeitsbeginn vorher mitgeteilt werden? Soll ich bei Bedrohungen, Arbeitsbehinderung die Polizei holen?

Frage: Kann er die Überschreibung der Mutter vor nunmehr 3 Jahren anfechten, das will er, da man ihm das Haus weggenommen hat.

Frage: Wer bezahlt evtl. eine Zwangsversteigerung und was kostet diese?

Frage: Genügt es wenn ich ihm schreibe, das ich die Auseinandersetzung möchte oder ein Anwalt? Wieviel kostet das? Wir sind in einer Notsituation, ohne Geld, waren schon im Frauenhaus.

Frage: Muß ich mir die ständigen oft öffentlichen Beleidigungen, Abqualifizierung meiner Person, Wortbrüchigkeit, Schikane, stundenlange belästigende Gespräche gefallen lassen oder gibt es eine Möglichkeit so jemanden zu entmundigen? (ist bald 76)

Einen wirklich herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Grüße aus Augsburg, Sonja Denzner

P.S. Es gibt noch eine seelisch leidende Katze im Haus, ich weiß nicht was dann aus ihr wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2005 | 08:41

Ihre Frage richtet sich nach dem weiteren Vorgehen nahc den enueren Entwicklungen. Hierzu kann ich Ihnen raten, einen Anwalt zu konsultieren. Möglicherweise haben SIe Anspruch auf Beratungshilfe. ggf. könnte jedoch auch Ihre Mutter einen Anwalt konsultieren, sie hat jedenfalls Anspruch auf Beratungshilfe.

Inhaltlich kann ich Ihnen lediglich mitteilen, dass ein dingliches Wohnrecht nicht durch eine schriftliche Einigung entfallen kann.
Sie sollten daher, wenn es zu keiner gütlichen Einigung kommt, die Auseinandersetzung beantragen. Das Wohnrecht Ihres Vaters wird dann mitversteigert.

Zugleich haben sie weiterhin Anspruch auf eine Nutzungsentschädigung gegenüber Ihrem Vater.

Die Übergabeerklärung der Mutter wird er schwerlich anfechten können. Ihre Mutter hat ja Ihren Eigentumsanteil übertragen. Also hat ihm keiner etwas weggenommen.

Sofern ihr Vater gewaltätig ist, käme auch ein Antrag gemäß dem Gewaltschutzgesetz in Frage.

Die Einrichtung einer Betreuung kann angeregt werden, das Gerivht entscheidet dann, ob eine Betreeung eingerichtet wird.


ANTWORT VON

Göttingen

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