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Wie gestalten wir am besten unser Testament?


21.12.2008 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban



Ich habe 2 Kinder ,beide verheiratet und haben beide Kinder(Enkelkinder).
Ich habe mit meinem 2.Mann einen Ehevertrag,wo ich ihn als meinem Erben eingesetzt habe.Zwischenzeitlich hat sich einiges geändert.Mein jetziger Mann stellt keine Ansprüche an meinem Erbe, was sich ergeben hat.Wir sind beide bereit den Ehevertrag zu ändern.
Jetzt zu meiner Frage:
Ich möchte gerne 1 Kind zu meinem Erbe von einem Haus einsetzen.Das zweite Kind soll leer ausgehen,möchte dafür die Enkelkinder des zweiten Kindes mit einem Erbteil eines anderen Hauses bedenken.Steht dem 2.Kind trotzdem der Pflichtteil zu.?oder reicht es auch aus,wenn man einen Geldbetrag ihr zukommen läßt .Muß der dann einen bestimmten Betrag haben.
Danke im vorraus , für ihre Bearbeitung

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Das Pflichtteilsrecht der Angehörigen, die zum Kreis der Berechtigten gehören, ist verfassungsrechtlich geschützt.

Die Gestaltung, die Sie wünschen, kann nur durch eine ausdrückliche Regelung in einem neuen Testament erfolgen, in dem die Regelung im Ehevertrag (der wohl auch eine testamentarische Regelung enthält) aufgehoben und neu gefasst wird.

Die Gestaltung, die Ihnen vorschwebt, erfordert eine sorgfältige Gestaltung, damit Ihr Ziel, einzelne Vermögensgegenstände zuzuwenden, auch erreicht wird und das Recht des pflichteilsberechtigten Kindes kalkulierbar bleibt. Der Wert des Pflichtteils ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und wird als Geldanspruch gegen die Erben (also die eigenen Kinder dieses Erben, Ihre Enkelkinder) geltend gemacht. Wertgrundlage ist der Erbteil im Zeitpunkt des Todes, kann also heute nicht exakt ermittelt werden. Wenn Sie ohne Wissen des Kindes einen bestimmten Geldbetrag heute festlegen zur Abgeltung des Pflichtteils bei gleichzeitiger Enterbung, ist nicht auszuschließen, dass diese Regelung tatsächlich diese Zielrichtung erreicht. Ist der Nachlass dann am Stichtag erheblich mehr wert und der genannte
Betrag reicht nicht aus, so kann es zu Streitigkeiten kommen.

Dazu kommt, dass deutsche Erbrecht im Grunde keine unmittelbare Erbeinsetzung mit Zuwendung eines einzelnes Vermögenswertes kennt, Erben werden als Rechtsnachfolger in dem Anteil an dem Nachlass beteiligt, der der jeweiligen Erbquote entspricht. Bei Zuwendung eines einzelnen Vermögenswertes handelt es sich dann um ein Vermächtnis oder eine Teilungsanordnung.

Die günstigste und verträglichste Regelung ist diejenige, dass Sie zu Lebzeiten mit dem Kind, das nicht Erbe werden soll, eine notarielle Regelung treffen, dass es mit dem voraussichtlichen Wert seines Pflichtteils abgefunden wird und im Übrigen auf den Pflichtteilsanspruch verzichtet.

HIer ist also eine professionelle Beratung anzuraten, ich stehe Ihnen hier gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

M.Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin
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