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Werkstudent - Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?


19.11.2004 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo lieber Anwalt,

nachfolgender etwas längerer Text beschreibt mein Problem so genau wie möglich, da es sich wohl auch um kleinigkeiten handelt ob ich nun Recht bekommen kann oder nihct...

Leider konte mir weder mein Chef, noch die Personalabteilung eine zufriedenstellende Antwort auf nachfolgend bezeichnetes Problem geben:

Vor zwei Wochen kam ich aus einen zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt wieder zum Arbeitsplatz und wollte meine Krankentage, wie ich es aus anderen Werkst.jobs gewohnt bin, in die Stundenliste eintragen. Allerdings wurde mir daraufhin gesagt, dass Werkstudenten keinen Anspruch darauf haben. Weder auf Fortzahlung im Krankheitsfall noch auf Urlaub.

Seit über zwei Jahren arbeite ich in dieser Firma, habe weder Urlaubsanspruch geltend gemacht noch war ich auch nur einen Tag krank, den ich nicht freiwillig wieder reingeholt hätte. Meine Arbeitszeit verteile ich normalerweise auf zwei feste Tage die Woche, die immer ein Semester lang "gültig" sind - je nach Semsterstudnenplan eben. Die Stundenanzalh ist doch bei Studenten auf max. 20 Stunden begrenzt, mehr darf ich doch gesetzlich gar nicht arbeiten unter dem Semester. In meinem Werkstud.vertrag nämlihc steht leider keine feste Studenzahl die ich pro Woche ableisten muß, sondern nur

"...
4. Die regelmäßige arbeitszeit beträgt werktäglihc bis zu 8 Stunden und wöchentlich 40 Stunden und wird in Gleitzeit erbracht. Auf Betriebsvereinbarungen III zur Regelung der Arbeitszeit wird Bezug genommen.
5. Der Wekrkstudent erhält für seine Tätigkeit einen Studnenlohn von 10 Euro ...

Es besteht Übereinstimmung darüber, dass das Aushilfs-Arbeitsverhältnis lohnsteuerpflichtig ist und der Vorlage einer Lohnsteuerkarte bedarf, jedoch als kurzfristiges Aushilfs-Arbeitsverhältnis nicht der Vesicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung unterliegt. "

Der so geschriebene Vertrag
- getitelt mit: Aushilfsvertrag (Werkstudenten) -
galt erstmals nur zwei Monate, dananch wurde der Vertrag bereits mehrfach immer um ca. ein halbes Jahr verlängert.

(Ist es dann noch eine kurzfristige Beschäftigung??? Es ist doch dann eher ein normaler Werkstudentenvertrag, oder macht das keien Unterschied?)

Obwohl in meinem Vertrag steht, das die Betriebsvereinbarungen gelten und in diesen kein ausdrücklicher Unterschied zwischen Angestellten und Werkstudenten gemacht wird behauptet mein Chef das ich keinen Anspruch habe, da ich nur auf Stundenbasis bezahlt und abgerechnet werde und zudem keine Sozialabgaben für mich geleistet werden. Ich sei somit eher als ein freier Mitarbeiter zu sehen, als als ein Angestellter.

Ist das korrekt so?

Gibt es eine gesetzliche Regelung, die ihc ihm vorlegen kann in der der Begriff und die Rechte/Plichten von Werkstudenten definiert werden?

Konkret: bekomme ich für meinen Krankenhausaufenthalt / Arbeitsunfähigkeit meine 20Std./ Woche bezahlt, obwohl ich nur Werkstudent bin?

Ich weiß, ein ewig langer Text und vie blabla, aber ich sage shcon jetzt mal vielen vielen vielen Dank für die Hilfe!!!!

hthaly

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Sehr geehrter Anfragender,

so wie Sie Ihren Arbeitsvertrag darlegen, dürfte es sich um eine Teilzeitbeschäftigung handeln.

Nach Art. 1 § 2 Abs. 2 Satz 1 BeschFG spricht man von Teilzeitbeschäftigen bei solchen Arbeitnehmern, deren regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die regelmäßige Wochenarbeitszeit vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer des Betriebes. Die Teilzeitbeschäftigten sind Arbeitnehmer, wenn die Arbeitsleistung entsprechend der hermkömmlichen Abgrenzung in perösnlicher Abhängigkeit zum Arbeitgeber und nicht aufgrund freien Dienstvertrages erbracht wird. Daher sind grundsätzlich die arbeitsrechtlichen Normen in vollmen Umfang auf auf das Teilzeitarbeitsverhälntis anzuwenden.

In Bezug auf die Teilzeitbeschäftigung ist besonders das Gleichbehandlungsgebot zu beachten. Der Gleichbehandlungsgrundsatz hat in Art. 1 § 2 Abs. 1 BeschFG in bezug auf Teilzeitbeschäftigte eine besondere Ausprügung erfahren. Danach dürfen Teilzeitarbeitnehmer wegen der Teilzeitarbeit gegenüber Vollzeitarbeitnehmern ohne sachlichen Grund nicht unterschiedlich behandelt werden. Jede Differenzierun muss als sachlich gerechtifertigt begründet sein. Der Umfang der Arbeitszeit an sich scheidet als Differenzierungsmerkmal aus. Das Verbot bezieht sich auf alle benachteiligenden Arbeitsbedingungen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen in der Argumentation mit Ihrem Arbeitergeber weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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