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Werden 2 Einzelunternehmen zu einer GBR


| 08.12.2015 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Guten Abend,

ich führe seit dem Jahr 2010 ein Einzelunternehmen. Seit dem Jahr 2014 arbeite ich, bis auf 1-2 Ausnahmen im Jahr, ausschließlich mit einem zweiten Einzelunternehmer zusammen. Mit diesem teile ich mir die Arbeiten, die für unsere Einnahmen getätigt werden müssen. Es handelt sich hier um ein Onlinebusiness mit Einnahmen im Affiliate Marketing sowie Einnahmen über Onlinewerbung. Ich sorge mit Werbemaßnahmen für das nötige Publikum und der zweite Einzelunternehmer erstellt die Werbeanzeigen. Die Einnahmen mit den Affiliate Agenturen laufen ausschließlich über das Einzelunternehmen meines "Partners". Ich stelle dem zweiten Einzelunternehmer über 50 % der Einnahmen eine Rechnnung über mein Einzelunternehmen. Wir betreiben ebenfalls 2 Webseiten, bei denen nur mein "Partner" Inhaber der Webseiten ist. Die Arbeiten finden ohne gegenseitige feste Anweisungen statt. Somit dürfte eine Scheinselbständigkeit nicht vorliegen ?! Schriftliche Vereinbarungen zwischen uns liegen nicht vor, nur die münldiche Absprache der Aufgaben- und Einnahmenteilung. Mein "Partner" erzielt noch durch andere Aufgabengebiete Einkünfte.

- Hätte ich bei dieser Konstellation ohne schriftliche Vereinbarung ein Anrecht auf 50 % der Webseiten und Einsichtnahme in die Einnahmen (falls es später einmal "Probleme" geben könnte.

- Dürfen wir überhaupt noch als Einzelunternehmer auftreten oder sind wir im rechtlichen Sinne schon eine GBR, da wir das gleiche Ziel verfolgen.

- Falls wir eigentlich schon eine GBR sind. Was hätte dieses aktuell, mit 2 getrennten Einzelunternehmen, zu bedeuten ?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich würde hier eher einen Fall einer Kooperation annehmen. Sie arbeiten zusammen ohne jedoch ein Gesellschaftskapital fixiert zu haben. Sie arbeiten zwar gemeinsam aber es klingt nicht so, als wenn der eine nicht ohne den anderen könnte. Man könnte Ihr Verhältnis auf der Basis entsprechender Vereinbarungen durchaus als GbR gestalten, ohne entsprechende Gestaltung liegt jedoch meiner Einschätzung nach keine GbR vor.

Ein Einsichtsrecht etc könnte sich allenfalls aus entsprechenden Vereinbarungen ergeben, evtl noch aus § 242 BGB. Aber auch hier würde ich eher konservativ einschätzen, dass ein solcher Anspruch nicht besteht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2015 | 19:33

Vielen Dank für die Antwort. Sollte ich nun für die Kooperation einen "Vertrag" aufsetzen, in dem geregelt wird, dass ich 50 % der Webseite halte und an 50 % der Einnahmen beteiligt werde, oder wie könnte ich es am besten lösen, dass ich hinterher nicht "mit leeren Händen" dastehe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2015 | 20:13

Ja, dies wäre eine gute Idee.

Bewertung des Fragestellers 10.12.2015 | 00:32


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