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Wer zahlt das Statik-Gutachten?


15.12.2008 23:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Mietobjekt, Geschäftsräume:
Vom Makler wurde mir bei Besichtigung des Objektes mündlich zugesichert, dass die Entfernung einer bestimmten Zwischenwand möglich sei. Nur unter dieser Bedingung sind die Geschäftsräume nutzbar für mich, da ich einen Raum für Seminar- und Schulungszwecke in Mindestgröße benötige.
Im Mietvertrag ist handschriftlich eingefügt, dass nichttragende Wände von mir entfernt werden dürfen.
Im Grundriss ist die fragliche Wand als nichttragend deutlich von den tragenden Wänden unterscheidbar.
Ich habe die fragliche Zwischenwand entfernen lassen.
Nun verlangt die Hausverwaltung ein Statikgutachten vom Vermieter in Bezug auf die Unbedenklichkeit der Entfernung.
Ich bin davon ausgegangen, dass solche Fragen geklärt sind, bevor im Mietvertrag entsprechende Genehmigungen erteilt werden.
Falls wieder eine Wand oder Pfeiler eingebaut werden müssen, ist die Räumlichkeit nicht mehr für mich nutzbar. Nach geeigneten Räumen (Lage, Schnitt etc) habe ich jahrelang gesucht.
Meine Fragen:
1. Kann ich gezwungen werden, mich an den Kosten für das Statikgutachten zu beteiligen?
2. Wie sieht es mit Schadensersatz /Verdienstausfall aus, wenn ich die Räume nicht mehr so nutzen kann, wie im Mietvertrag festgelegt (Ausbildungsinstitut), weil der Seminarraum wieder verbaut werden muss?
Danke für baldige Antwort!





16.12.2008 | 03:09

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Es kommt entscheidend darauf an, ob die fragliche Wand in dem Mietvertrag als eine nicht-tragende und damit entfernbare Wand gekennzeichnet wurde.

Wenn also die Wand in dem Grundriss einwandfrei als entfernbar gekennzeichnet und der Grundriss ein Teil des Mietvertrages ist, haben Sie jedes Recht, die Wand zu entfernen.

Wenn zusätzlich keine für einen Laien offensichtlichen Anzeichen dafür erkennbar waren, daß die Wand doch eine tragende und damit keine entfernbare Wand war, konnten Sie sich ohne Probleme auf die Angaben des Vermieters verlassen.

Dann brauchen Sie sich auf keinen Fall an den Kosten des Statikgutachtens beteiligen, dies ist eine Sache zwischen Hausverwaltung und Vermieter.

Wenn die Wand wieder eingesetzt werden kann, können Sie Mietminderung verlangen und im Extremfall auch die außerordentliche Kündigung aussprechen.

Grundsätzlich haben Sie auch einen Anspruch auf Schadensersatz und Verdienstausfallersatz. Hierbei könnte es unter Umständen problematisch werden, die Höhe zu begründen. So müssten Sie begründen, welcher Verdienst genau ausfällt (sprich: welche Kurse mit welcher Teilnehmerzahl finden üblicherweise statt und welche vergleichbaren Kurse mußten ausfallen) und beweisen, daß der Vermieter wußte, daß und wieso Sie die Wand entfernt werden mußte. Auch müßten Sie beweisen, bzw. darlegen, daß Sie in der fraglichen Zeit nicht ausweichen bzw. die Kurse nicht in dem kleineren Raum durchführen konnten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 17.12.2008 | 06:46

Sehr geehrter Herr Weber,
vielen Dank für die prompte Beantwortung!
Hier eine Genauerung:
Der Grundriss wurde mir per Email-Anhang als PDF vom Makler vor Abschluss des Mietvertrages zugeschickt.
Im Mietvertrag steht wörtlich:
"Der Vermieter gestattet Umbauarbeiten an nicht tragenden Bauteilen."
Der Grundriss ist nicht ausdrücklich im Mietvertrag erwähnt.

Gilt Ihre obige Aussage denn trotzdem?

Danke und Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2008 | 16:00

Sehr geehrte Ratsuchende,

in dem Fall ist die Antwort zu modifizieren.

Sie können sich dann nicht mehr auf den Grundriss verlassen und Sie müßten dann ggfls. den Beweis antreten, daß die entfernte Wand nicht-tragend war.

Gelingt der Beweis nicht, müßten Sie die Wand auf eigene Kosten aufbauen und dem Vermieter den Schaden erstatten, zu dem dann auch das Gutachten gehören würde.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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