Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wer trägt die Kosten


| 16.12.2015 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Guten Tag!
Folgender Fall:
Ich habe ein Haus mit einer zwar nicht neuen, aber funktionierenden Heizung verkauft.
Vor dem fälligen Zahltermin und der anschlißenden offiziellen Übergabe habe ich den neuen Eigentümern (in spe) gestattet, mit Renovierungsarbeiten zu beginnen.
In dieser Zeitspanne gehörte das Haus also noch mir.

In dieser Zeit ging nun auch der Kessel der Heizung kaputt und kann nicht repariert werden.

Die neuen Eigentümer wollen von jetzt Öl auf Erdgas umstellen. Die Arbeiten sollen spätestens im Februar 2016 beginnen.
Eine neue Heizung (Angebot einer Firma) kostet über 8.000,- Euro.
Das möchte ich für eine Übergangslösung nicht zahlen.

Grundsätzlicvhe Frage: wer muss für erforderliche Reparaturen, bzw. Ersatzinvestitionen in dieser Zeit aufkommen?
Auch die neuen Eigentümmer, aber eben vor dem Zahlungstermin und der Übergabe, haben während sie im Haus arbeiteten geheizt, bevor der Kessel kaputt ging.

Ich bin bereit, mich an anfallenden Kosten zu beteiligen, nicht aber für so viel Geld eine neue Heizung einbauen zu lassen, die nach 2 Monaten wieder entfernt wird.

Ich bitte um eine Information zur Rechtslage in so einem Fall.

Inzwischen ist das Haus vollständig Eigentum der Käufer.

Mit Dank im Voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

eine Beantwortung Ihrer Frage ist nur unter Einbeziehung des Kaufvertrages möglich. Daher bitte ich Sie, mir diesen - gerne als Scan an meine hier hinterlegte Email-Adresse - zukommen zu lassen. Anschließend werde ich Ihre Frage über die "Antwort ergänzen"-Funktion beantworten.

Bei Unklarheiten können Sie anschließend die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2015 | 11:17

Guten Tag!
Den Kaufvertrag habe ich an Ihre Emailadress geschickt.
Hatten Sie schon Gelegenheit, das Dokument hinsichtlich meiner Frage zu prüfen?

Es wäre allerdings nur noch von grundsätzlichem Interess, da ich mich mit den neuen Eigentümern, die nun doch bei Ölheizung bleiben wollen, auf Kostenteilung geeinigt habe.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2015 | 22:27

Vielen Dank für die Übersendung des Kaufvertrages. Da dieser mit 36 MB doch recht groß war, musste ich die entsprechende Datei an einem separaten PC öffnen, was leider zu einer zeitlichen Verzögerung geführt hat. Hierfür bitte ich um Nachsicht.

Relevant für Ihren Fall sind die Bestimmungen in § 2 und § 4 des Kaufvertrages.

In § 2 wurde der aktuelle Zustand des Kaufgegenstands als allseits bekannt und vertragsgemäß definiert. Sämtliche Gewährleistungsansprüche wurden ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf einem arglistigen Verschweigen Ihrerseits.
Bereits nach dieser Vorschrift wurde der Zustand u.a. der Heizungsanlage als vertragsgemäß definiert. Dass der Kessel eine gewisse Haltbarkeit aufweisen würde, wurde Ihrerseits explizit nicht zugesichert. Somit wären bereits nach § 2 Ansprüche auf (teilweise) Erstattung der Kosten eines neuen Kessels nicht gegeben.

Weiter wurde in § 4 festgelegt, dass mit Besitzübergabe auch Nutzen, Lasten und GEfahr übergehen sollte. Zwar sollte nach dem Vertrag der Besitz nicht vor Kaufpreiszahlung übergehen. Allerdings haben Sie dem Käufer hiervon abweichend bereits den Zutritt zum Objeekt gestattet. Ich vermute, dass Sie in diesem Zusammenhang auch den Schlüssel an den Käufer übergeben hatten. Damit lag eine (mündliche) Vertragsänderung dergestalt vor, dass die BEsitzübergabe vorgezogen wurde. Mit Schlüsselübergabe wäre dann auch die Gefahr einer Verschlechterung übergegangen.
Dem steht auch nicht entgegen, dass der Kaufvertrag notariell zu beurkunden ist. Diese Form gilt nur für den Verkauf und die Auflassung, während sie für Abreden über den Besitzübergang nicht vorgeschrieben ist.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Email zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.12.2015 | 19:43


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Meine Frage wurde ausführlich und schnell beantwortet.
Ich freue mich, nun Klarheit zu haben und bedanke mich."
FRAGESTELLER 19.12.2015 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER