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Wer kümmert sich um das Laub?


18.11.2008 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Seit sehr vielen Jahren "praktizieren" wir im Herbst das Laubhaken in unserem Garten mit einer gewissen Tradition: Obwohl keiner der schönen, großen Laubbäume auf unserem Grundstück steht (wir die Bäume aber sehr mögen), sieht der Garten natürlich der Jahreszeit entsprechend "blätterverschneit" aus. Wir haken das Laub zusammen und schütten es über den Gartenzaun unter die Büsche des angrenzenden Grundstückes eines Mietshauses ("Heimat der Laubbäume") .Oder aber wir verpacken das Laub und bringen es zu einem Bio-Recycle Hof - das sind um die 50 Säcke in einer Jahreszeit. Hilfe ist uns dabei von Seiten der Wohnungsbesitzer noch nicht angeboten worden - anyway. Nur jetzt scheint es "Handlungsbedarf" von dieser Seite zu geben.
Wir bauen seit jeher auf das Miteinander; hakten ohne zu Murren und entsorgten per Laubsack oder eben auch per "Wurf" über den Gartenzaun. Wir hoffen weiter auch auf das Miteinander in der Nachbarschaft, würden nur sehr gerne einen juristischen Rat erhalten, wie wir uns im Falle einer Anklage verhalten könnten oder sollten. Herzlichen Dank für Ihre Efforts.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich vermutet die Nachbarn wehren sich dagegen, dass das Laub von Ihnen wieder zurückgeworfen wird. Dies sieht das Gesetz in der Tat nicht vor. Sie sind selber dafür verantwortlich, dass in Ihren Garten gefallene und gewehte Laub zu entsorgen. Eine andere Lösung wäre gar nicht rechtlich praktikabel, denn wenn Laub durch Wind weggeweht wird, lässt sich letztlich nicht mehr feststellen, von welchem Baum das Laub konkret stammt.

Gegen das überfallende Laub werden Sie sich vermutlich nicht wehren können. In der Regel erkennen die Gericht dahin, dass der Fall von Laub, Nadeln, Blütenstaub und Zapfen nur zu einer unwesentlichen Beeinträchtigung führt und hinzunehmen ist, sofern ortsüblich. Es wird z.T. argumentiert, dass auch der vom Laub Betroffene von den Vorteilen der Bäume in der Nachbarschaft und dem gesteigerten Wohnwert profitiert. Nur bei absolut unüblichen Beeinträchtigung kann im Ausnahmefall eine sog. Laubrente als pauschale Entschädigungszahlung beansprucht werden.

Ersatz für die Abfuhr der Laubsäcke können Sie vom Nachbarn ebenfalls nicht verlangen, da Sie -wie geschildert- für die Laubentsorgung selbst verantwortlich sind. Selbst ein ggfls. konkret berechneter Schaden ist nur im Ausnahmefall zu erstatten, wenn eine wesentliche und ortsunübliche Belastung im Ausnahmefall vorliegt.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
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