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Wer bekommt Einsicht ins Testament


09.01.2017 10:40 |
Preis: 72,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Einsicht in Testament durch nicht Bedachten, der kein gesetzlicher Erbe oder Pflichtsteilsberechtigter ist und sich nur übergangen fühlt


Einige Jahre habe ich einen alten Witwer ohne Kinder und Enkel oder Geschwister betreut und gepflegt . Es gab keine Verwandtschaft mehr, die sich um ihn hätte kümmern können. Hin und wieder hat sich der Sohn eines verstorbenen Arbeitskollegen gemeldet. Auch ein Ferienkind aus der Nachkriegszeit hatte ihn hin und wieder besucht. Bekannte haben manchmal geschrieben oder einen kurzen Besuch gemacht. Jetzt ist der alte Herr gestorben. Die Testamentseröffnung hat ergeben, dass er mich zum Alleinerben eigesetzt hat. Darüber hinaus hat er Geldvermächtnisse verfügt, die ich auszubezahlen habe. Die durch ein Vermächtnis Bedachten sind bereits informiert und freuen sich. Nun hat sich ein überaus enttäuschter Bekannter, der kein Vermächtnis erhalten hat, bei mir gemeldet und möchte von mir Einsicht in das Testament bekommen, weil er wissen will, wer Erbe ist und wer ein Vermächtnis bekommen hat und in welcher Höhe. Ich habe Bedenken, das Testament öffentlich zu machen, denn ich könnte mir denken, dass es den mit einem Vermächtnis Bedachten nicht gefiele, wenn andere davon erführen. Wie soll ich mich verhalten?
09.01.2017 | 11:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einen vertraglichen Anspruch gibt es nicht, auf Einsicht, ggf. höchstens ein gesetzlicher Anspruch, z. B. nach Maßgabe von § 810 BGB (einen speziellen erbrechtlichen Anspruch kann ich hier nicht erkennen):

§ 810
Einsicht in Urkunden

"Wer ein rechtliches Interesse daran hat, eine in fremdem Besitz befindliche Urkunde einzusehen, kann von dem Besitzer die Gestattung der Einsicht verlangen,

- wenn die Urkunde in seinem Interesse errichtet
- oder in der Urkunde ein zwischen ihm und einem anderen bestehendes Rechtsverhältnis beurkundet ist
- oder wenn die Urkunde Verhandlungen über ein Rechtsgeschäft enthält, die zwischen ihm und einem anderen oder zwischen einem von beiden und einem gemeinschaftlichen Vermittler gepflogen worden sind."

Diese Voraussetzungen liegen hier aber erkennbar nicht vor.

Der enttäuschter Bekannte will ja wissen, wer ANSTATT ihm bedacht wurde.

Eigene Rechte will er (erst einmal jedenfalls nicht) daraus hingegen nicht ableiten.
Er wäre auch nur (ein durch Testament) gewillkürter, kein gesetzlicher Erbe und hat kein Pflichtteilsrecht.

Daher würde ich ihm mit dieser Argumentation die Einsicht verweigern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2017 | 11:55

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Meine Zusatzfrage lautet: Ich wurde von Bekannten des Verstorbenen gefragt, wer Erbe ist und wer ein Vermächtnis - auch in welcher Höhe - bekommen hat. Inwieweit soll ich Auskunft geben, denn es könnte doch sein, dass der Empfänger eines Vermächtnisses nicht will, dass dies bekannt wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2017 | 13:05

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne im Rahmen der Direktanfrage Ihre zusätzlich Frage.
Wenn Sie noch zum aktuellen Fall Fragen, senden Sie mir gerne eine E-Mail - ich antworte Ihnen dann kostenfrei.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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