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Welpenverkauf / Hund eingeschläfert


| 29.12.2008 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



Am Mittwoch den 17 ,12 .2008 haben sich die Käufer einen Mopswelpen ausgesucht und am 19 .12 2008 abgeholt .
Im Verkaufsgespräch am 17 .12 .2008 wurde mehrfach darauf hingewiesen ,das eine Gesundheitkontrolle / Tierarztuntersuchung für den Welpen gemacht wurde über Dr XXXX Fachtierarzt für Kleintiere und wenn irgendwas mit den Welpen ist ,sofort bei Dr. XXX anrufen oder bei mir . Es wurde auch im Rahmen der Tierarztuntersuchung eine Kotuntersuchung gemacht ,die ohne Beantstandung war .
Der Mops war auch bei Übernahme ohne Anzeichen von Krankheiten .
1 Welpe von dem Wurf war noch länger in meinem Besitz ,später auch verkauft und bis heute gesund,obwohl er bis zum Verkauf des
besagten Tieres mit diesem ständig zusammen war.

Am Mi.den 24 .12 .2008 erhielt ich gegen 19 Uhr einen Anruf .
Die Freundin der Käuferin rief an .
Sie sagte das der Welpe in der Tierklinik sei und schwer krank .
Sie waren schon am 23.12.2008 bei ihrer Tierarztin und der Welpe wurde dort behandelt und sie hätten mich nicht informiert ,da es nicht so schlimm war .
Auf meine Frage ,warum er in der Klinik ist und warum nicht bei Frau Dr .XXX die ja den Mops als gesund befunden hat ,wurde mir gesagt es ist ja Weihnachten und mann wollte keinen unötig belästigen .
Laut TA Aussage vom 23.12 wäre es ja auch nicht so schlimm .
Am 25 .12 gegen 15 Uhr kammen dann die Käuferin und deren Vater bei mir vorbei und teilten mir mit der Hund ist eingeschläfert worden. Und sie möchte den Kaufpreis ,sowie die Tierarztkosten erstattet haben.
Mir wurde eine Klinikrechnung über 271,45 € überreicht sowie eine
Bescheinigung .
Hiermit bescheinigen wir ,das Ihr Tier Holly ( Mops ) heute in unserer Tierärztlich Klinik schmerzlos eingeschläfert wurde .

Meine Frage
Im Kaufvertrag steht
" Innerhalb von 5 Tagen nach Kauf besteht die Möglichkeit der Kulanzvereinbarung ,für den Fall das der Hund krank ist ( Durchfall ,Erbrechen usw. ) Dies jedoch ausdrücklich unter der Bedingung das der Hund zurückgebracht wird ."
" bei nachgewiesenen Tod des Tieres inerhalb von 5 tagen nach Übergabe ,den der Züchter zu verantworten hat ( nachgewiesen durch Bericht eines pathologischen Institutes ,Universität oder landesuntersuchungsamtes ) wird Ersatzleistung in Form von Wandlung des Kaufes vereinbart . Nach Maßgabe der Lieferfähigkeit wird dementsprechend Ersatz durch ein neues Tier geleistet .
Minderung jedweder Art und Erstattung des Kaufpreises ist ausgeschlossen .Kosten für Tierarzt trägt der Käufer """

Muss ich die Tierarztrechung zahlen .
Was ist mit dem Kaufpreis ?

Laut Tierklinikrechnung vom 24.12 .2008
Erbrechen / Durchfall

25 .12. 2008
Parvovirose ,Eutanasie
Erst am 25.12.2008 Parvoschnelltest

Wäre der Schnelltest eher gemacht wurden ,hätte der Hund gute Überlebenschancen gehabt .
Siehe Veröffendlichungen Tierärzte

Prognose
Unter intensiver Therapie ist die Prognose relativ günstig

Sowie Inkubationszeit
Durch neu aufgetretene
Parvoerreger (Stamm 2b und 2c) kann es zu besoders schweren
Krankheitsverläufen kommen. Die Hunde verenden dabei innerhalb von Stunden...(Inkubationszeit- Ex....innerhalb kürtzester Zeit)

Ich wolte bei dem Gespäch am 25.12 .2008 des der Hund in die
Pathalogie kommt um die genaue Todesurache(bzw genaue Erregerbestimmung) feststellen zu lassen .
Das wurde vom Käufer abgelehnt / Hund ist ja eingeschläfert .

Muss ich jetzt den Kaufpreis erstatten ?
Oder habe ich als Verkäufer auch Rechte .




Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Bei einem Kaufvertrag kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten, wenn die Kaufsache bei der Übergabe einen Mangel aufweist. Bei einem Tier liegt ein Mangel vor, wenn zum Zeitpunkt der Übergabe eine Erkrankung vorliegt oder angelegt ist. Hier wäre dies der Fall, wenn die krankheitsverursachenden Viren schon bei der Übergabe im Körper des Tieres gewesen wären.

Grundsätzlich hat der Käufer den Mangel zu beweisen. Ist der Käufer allerdings Verbraucher und handelt der Käufer gewerbsmäßig, so gilt, wenn der Mangel innerhalb der ersten sechs Monate nach der Übergabe auftritt, die Vermutung, dass der Mangel bereits bei der Übergabe vorhanden war. Dies bedeutet, dass der Verkäufer beweisen muss, dass die Sache mangelfrei war. Dies gilt wiederum nicht, wenn es mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar ist.
Je nach Inkubationszeit kann dies der Fall sein. Die Tatsachen, dass wegen der Inkubationszeit die oben genannte Vermutung ausgeschlossen ist, hat der Verkäufer darzulegen.

Zusammenfassend ist zu sagen: Haben Sie den Hund als Privatperson verkauft, so hat der Käufer zu beweisen, dass die Infektion bereits am 19. vorlag. Handeln Sie gewerblich, so müssen Sie beweisen, dass wegen der Inkubationszeit zum Zeitpunkt der Übergabe noch keine Infektion vorgelegen haben kann. Gelingt im ersten Fall dem Käufer der Beweis, haben Sie den Kaufpreis zurück zu zahlen und die Tierarztrechnung zu zahlen. Das gleiche gilt im zweiten Fall, sollte Ihnen der Beweis nicht gelingen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)



Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2008 | 18:03

Was ist mit der Nachbesserung .
Hatte ich oder Frau Dr. XXX nicht das Recht der Nachbesserung ?
Zumal der Weg zu mir kürzer und zu Dr. XXX nur 2 Km länger ( vom Wohnort der Käuferin ) ist .Frau Dr.XXX war zu erreichen !!!
Frau Dr. XXX sagt : Aufgrund der Kotuntersuchung des Welpen am Di 16 .12. 2008 und der Kotuntersuchung des verbleibenden Welpen ( Kotuntersuchung Sa. den 20,12 ) Kotuntersuchung Okay kein Parvo .
Was ist mit der Nachbesserung .

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2008 | 09:33

Sehr geehrte Fragestellerin,

als Verkäuferin haben Sie grundsätzlich das Recht der Nachbesserung. In diesem Fall jedoch dürfte davon auszugehen sein, dass die Käufer trotz dieses Ihnen grundsätzlich zustehenden Rechtes berechtigt waren, den Hund in eine Tierklinik zu bringen, ohne Sie oder Ihre Tierärztin zu informieren. Diese Berechtigung beruht darauf, dass die Erkrankung des Hundes sich als schwerwiegender herausstellte und daher unverzüglich gehandelt werden musste. Den Käufern wird es daher wohl nicht zumutbar gewesen sein, erst zu überprüfen, ob an Heiligabend der Verkäufer oder dessen Tierärztin in der Lage gewesen wären, zu helfen, zumal der Verlauf der Erkrankung nach der von Ihnen geschilderten Beschreibung innerhalb von wenigen Stunden zur Verendung des Tieres führen kann.
Dies ändert letztlich aber nichts daran, dass Sie – selbst im Falle eines gewerblichen Verkaufes Ihrerseits – wohl nicht den Kaufpreis zurückerstatten bzw. die Arztrechnung begleichen müssen, da auf Grund der vorherigen Untersuchung und dem nachweisbaren schnellen Krankheitsverlauf der Beweis gelingen dürfte, dass die Erkrankung noch nicht bei Übergabe des Tieres an die Käufer „angelegt“ war, sondern erst nach Gefahrübergang eingetreten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 02.01.2009 | 15:57


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