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Welpe_Anzahlung einbehalten_Emails_Überweisung_KEINE Vertragsunterschrift


| 22.12.2014 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Guten Tag,

am 06.12.14 besuchte ich allein eine Züchterin und entschied mich nach Gespräch für einen Welpen. Wir verabredeten den Termin 19.12.14 ab 17 Uhr für die Übergabe des Tieres und die Vertragsunterschrift.
Zwischen dem 07.12.14 und dem 10.12.14 sendete ich mehrere Emails mit besonders schönen Fotos (ich kann das beruflich) von Muttertier und Welpen.
Am 08.12.14 überwies ich 500.- € Anzahlung des Kaufpreises von 1500.- €. Die Züchterin bestätigte den Eingang des Geldes per Email.
Ein weiterer Besichtigungstermin wurde für den 13.12.14 vereinbart, den ich aber nicht mehr wahrnahm.
Denn am 12.12.14 sagte ich frühmorgens mit der Bitte um Entschuldigung ab und erklärte, dass ich mich für ein anderes Tier entschieden hätte und bat um Rücküberweisung der Anzahlung.
Keine Reaktion.
Am 17.12.14 fragte ich nach, da noch kein Eingang auf meinem Konto verzeichnet war.
Bis dato habe ich die Anzahlung nicht zurückerhalten.
Die Züchterin mailte zwischenzeitlich, dass Sie die Anzahlung einbehalte, das stünde so im Vertrag ("mind. 25% des Kaufpreises"), dass sie das Tier jetzt vor Weihnachten nicht mehr vermitteln könne, ihre Kosten etc. Dass sie versuche es weiterzuvermitteln, dass das aber nur weit unter dem Wert möglich sei, da da Welpen schnell an Wert verlören etc.

Wir hätten ja einen mündlichen Vertrag geschlossen und den Eingang der Vertrags-pdf hätte ich per Email bestätigt. Ich hatte nicht gescannt mit Unterschrift zurückgesendet.

Daraufhin erklärte ich, dass ich das Tier dann eben doch "fertig"-kaufen und holen würde wie vereinbart.
Keine Reaktion.

Auf meine Nachfragen, ob sie den Termin bestätige, keine Antwort, sondern mehrfache Emails aus einer Mischung aus persönlichen Anschuldigungen (ich würde dann ja zwei Welpen haben, das ginge nicht) und gekränkten Emotionen, keine Antwort.

Auch keine Antwort auf meine Frage, welche Möglichkeit sie sehe, außer Vertragsabschluss (ich hole das Tier und zahle dabei die restl. 2/3 des Kaufpreises) oder Auflösung des Vertrages (Rücküberweisung meiner Anzahlung).

Bitte erklären Sie mir, ob die Verkäuferin hier Recht hat und auf dem mündlichen Vertrag bestehen darf, sowie die Anzahlung in Höhe eines Drittels des Kaufpreises ohne Leistung einbehalten darf.
Wie gesagt, ich hatte das Tier nur einmal besucht.

Vielen Dank!

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Seht geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst ist festzuhalten, dass grundsätzlich ein wirksamer mündlicher Kaufvertrag zustande gekommen ist, wonach der Welpe gegen Zahlung eines Kaufpreises von 1500 Euro an Sie verkauft wird.der darüber hinausgehende Inhalts der allgemeinen Geschäftsbedingungen der Verkäuferin dürfte dagegen nicht Vertragsinhalt geworden sein. insoweit fehlt es an einer entsprechenden Einigung zwischen den Vertragsparteien.die Verkäuferin hat damit grundsätzlich das Recht, Sie an dem mündlichen Kaufvertrag festzuhalten und Abnahme des Welpen gegen Zahlung das Restaurant Kaufpreises zu verlangen. Offensichtlich hat sich die Verkäuferin jedoch bereits dazu entschieden, den von ihnen konkludent erklärten Rücktritt vom Kaufvertrag zu akzeptieren.damit sind die bereits gewährten Leistungen Rück abzuwickeln. Das heißt, dass die Anzahlung zurückzugewähren ist, da eine Vertragsstrafe von 25 Prozent des Kaufpreises nicht wirksam vereinbart worden ist. Die Verkäuferin hat zwar grundsätzlich die Möglichkeit, Schadensersatz von Ihnen zu verlangen, da es an den Voraussetzungen eines berechtigten Rücktritts Ihrerseits gefehlt hat. Diesen Schadensersatz muss sie jedoch konkret beziffern. Er könnte beispielsweise darin bestehen, dass sie den Welpen nur noch zu einem geringeren Kaufpreis veräußern konnte. Dies muss sie jedoch konkret darlegen. Gelingt dies nicht schuldet sie ihnen die Rückzahlung der gesamten Anzahlung. Sie sollten die Verkäuferin daher unter Fristsetzung von 7 Tagen schriftlich dazu auffordern, die Anzahlung zurück zu zahlen oder einen konkreten Schaden nachzuweisen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2014 | 13:44

Vielen Dank für die schnelle, ausführliche und verständliche Antwort!

Wie bekomme ich nun mein Geld zurück? Da die Züchterin nicht reagiert.

Ich werde Sie entsprechend informieren. Aber was dann, wenn sie weiter nicht reagiert?

Anzeige?

Komme ich auch ohne Anwaltsschreiben aus?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2014 | 13:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie können die vorgenannte Frist zunächst auch ohne anwaltliche Unterstützung setzen. Sollte die Verkäuferin auch weiterhin nicht reagieren, sollten Sie als nächsten Schritt einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Auch hierfür ist eine anwaltliche Unterstützung nicht zwingend erforderlich, gleichwohl anzuraten, um unnötige Fehler zu vermeiden. Eine Strafanzeige würde Ihnen nicht dabei helfen, die Anzahlung zurück zu erhalten. Darüber hinaus ist es in einem Fall wie diesem sehr wahrscheinlich, dass ein Ermittlungsverfahren wegen mangelndem Tatverdacht nicht eingeleitet werden würde.

Sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.12.2014 | 13:59


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FRAGESTELLER 22.12.2014 5/5.0
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