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Welcher Wert einer Immobilie wird für den Pflichtteil zugrunde gelegt?


14.11.2004 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Welcher Wert einer Immobilie wird für den Pflichterbteil zugrunde
gelegt. Ertragswert ? Verkehrswert? welche Brmessungsgrundlage, und wie wird sie festgestellt? Gutachten?
Sehr geehrter Anfragender,

zunächst einmal besteht immer die Möglichkeit, dass man (= Erbe und Pflichtteilsberechtigter) sich auf einen Wert verständigt. Ein Anhaltspunkt hierfür wäre z.B. eine Auskunft aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses, der jeweils beim zuständigen Kreis geführt wird. Hierbei sollte man nachfragen, wie viele Verkäufe in der letzten Zeit in die Wertermittlung eingeflossen sind. Sollten in den letzten Jahren nur wenige Verkäufe vergleichbarer Grundstücke stattgefunden haben, halte ich bei der Verhandlung einen Abschlag auf den Wert für möglich, da in den letzten Jahren der Immobilienmarkt erheblich gelitten hat.

Falls man sich nicht einigen kann, wird letztlich der Pflichtteilsberechtigte den Erben auf Zahlung eines bestimmten Betrages verklagen. Dieser Betrag wird sich u.a. durch den Wert des Grundstückes ergeben. Hierbei muss der Pflichtteilsberechtigte den Wert des Grundstückes beweisen. Dies wird wohl nur durch ein Gutachten möglich sein.

Der Wert des Grundstückes (Verkehrswert) kann dabei auf zwei Arten ermittelt werden. Entweder nach dem Sachwert- oder dem Ertragswertverfahren. Welches von beiden in dem Gutachten zugrunde zu legen sein wird, hängt von der Art und der Verwendung der Immobilie ab.

Ein selbstgenutztes Einfamilienhaus oder gar eine unbebaute Fläche wird vermutlich nach dem Sachwertverfahren (ausgehend von dem vom Gutachterausschuss benannten Preis) bewertet werden. Bei vermieteten Immobilien, insbesondere bei Mietzinshäusern, wird eher die Ertragswertmethode angewandt werden. Auch Mischformen werden z.T. angewandt.

Das Gutachten dient der Überzeugung des erkennenden Gerichtes. Der Richter ist an den dort vom Gutachter benannten Wert nicht zwingend gebunden. Falls eine gerichtliche Entscheidung unumgänglich sein sollte, empfehle ich dringend die Einschaltung eines Anwaltes. Da der Wert vermutlich über EUR 5.000 liegen dürfte und daher der Prozess vor dem Landgericht stattfinden würde, wäre dies ohnehin unumgänglich.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Für weitere Rückfragen und Unterstützung bei den Verhandlungen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Straße 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97
Mail: post@ra-breuning.de
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