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Welche Pflicht hat Psychiater bei Suizidverdacht?


12.12.2008 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von



Meine Frau ist seit Jahren wegen Zwangserkrankung und zeitweisen Depressionen in fachlicher Obhut und wird mit Medikamenten behandelt.

Soweit aus ihren Erzählungen bekannt, hat sie auch auf Nachfrage des Facharztes Suizidgedanken verneint.

Jedoch mir gegenüber äußert sie solche Gedanken sehr wohl in ihren schlechten Phasen. Da ich mich jetzt emotional sozusagen ausklinke, suchte sie sich ein anderes Opfer um ihren Lebensfrust oder ganz einfach ihre Suizid-Gedanken mitzuteilen. Das ist unser erwachsener Sohn, der bisher davon nichts wußte und sofort alles hinschmeissen wollte, die Koffer packen und heimfahren. Und diese Gedanken teilte sie ihm nicht irgendwie diffus mit, sondern schon konkret wie sie es machen würde im Falle das...

Nun meine Fragen:
Ich möchte ihren Arzt über ihre Suizidgedanken informieren und ihn in die Verantwortung nehmen. Und zwar auch dahingehend, dass ich ihn im Falle von Untätigkeit belangen werde.
Was kann er unternehmen?
Und mit welchen Konsequenzen muß er bei Nichthandeln rechnen?

Besten Dank
13.12.2008 | 10:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Sie sollten trotz Ihrer persönlichen Bedenken zusammen mit dem Sohn den Arzt aufsuchen und ihm glaubhaft die Schilderungen Ihrer Frau darlegen. Teilen Sie ihm mit, wie Ihre Frau Ihnen und Ihrem Sohn gegenüber die Gedanken geäußert hat und teilen Sie ihm auch mit, weshalb Sie hiervon zunächst selber Abstand genommen haben. Der Arzt ist dann vepflichtet, die Therapie entsprechend zu ändern oder anzupassen, wobei dies eine medizinische Angelegenheit ist. Sollte der Arzt die Schilderungen unbeachtet lassen, wovon ich allerdings nicht ausgehe, so sollten Sie auf den Wechsel des Arztes bestehen. Darüber hinaus könnten Sie bei Nichtbeachten durch den Arzt die Angelegenheit der Ärztekammer mitteilen. Diese würde dann ggf. berufsrechtlichtliche Schritte einleiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

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