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Welche Methode ist bei mir anzuwenden bei der Berechnung des Nachehelichen Unterhalts


13.09.2004 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich bin seit 10 Jahren Hausfrau,habe 2 Kinder,lebe im eigenen Haus aus dem ich Mieteinnahmen habe. Wird beim Nachehelichen Unterhalt die Differenzmethode oder die Anrechnungsmethode angewendet?

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Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach welcher Methode der nacheheliche Unterhalt berechnet wird, richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen.

Sind diese nur durch das Einkommen des Unterhaltspflichtigen geprägt worden, bestimmen allein seine Einkünfte den Bedarf nach §§ 1361 Abs. 1, 1578 Abs. 1 BGB. Nach der Anrechnungsmethode wird dann der Unterhalt als Quote des Einkommens des Unterhaltspflichtigen ermittelt, wobei das Einkommen des Berechtigten abgezogen wird.

Haben beide Eheleute aber ein prägendes Erwerbseinkommen, erfolgt die Unterhaltsberechnung nach der Differenzmethode. Dabei wird die der Unterhalt aus der Quote der Differenz der beiderseitigen bereinigten Einkünfte ermittelt.

Nach der Entscheidung des BGH v. 13.6.2001 - XII ZR 343/99 (FamRZ 2001, 986) kommt die Anrechnungsmethode nur noch selten zur Anwendung. Denn die aus der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach der Scheidung erzielten Einkünfte einer ehemals haushaltsführenden Ehefrau sind dann nach der Differenzmethode einzustellen. Die ehelichen Verhältnisse wurden dann nämlich nicht nur durch das Einkommen des Ehemannes, sondern auch die Haushaltsführung der Ehefrau prägend bestimmt.

Somit wird in der Regel die Differenzmethode anzuwenden sein.

Allerdings dürfte bei der Berechnung des Unterhalts nach der Differenzmethode in Ihrem Fall der Wohnvorteil durch das Wohnen im eigenen Haus sowie die Mieteinnahmen bei Berücksichtigung Ihres Einkommens herangezogen werden.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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