Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
455.358
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Welche Aufenthaltszeiten werden im Einbürgerungsantrag mit einbezogen?


01.08.2006 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von



Nachricht: Sehr geehrte meine Damen und Herren Ich bin irakischer Bürger und interessiere mich für die deutsche Einbürgerung . Vorbemerkung Mit der deutschen Staatsangehörigkeit ist der unbeschränkte Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt verbunden . Vorgeschichte 16.11.2000 Antrag auf Asyl gestellt wurde 25.09.2001 eine Aufenthaltserlaubnis auf der Grundlage des § 51 Abs.1 AuslG. 05.07.2005 eine Aufenthaltserlaubnis richtet sich nach neue Zuwanderungsgesetz auf Grundlage des § 25 Abs.2 AufenthG. bis 04.07.2008 27.04.2006 Beschluss von Oberverwaltungsgericht Mecklenburg- vorpommern dass die Voraussetzung § 51 liegt nicht vor sowie Abschiebungshindernisse § 53 des AuslG. ( Alt ) liegt nicht vor rechtskräftig deshalb habe ich ; am 23.05.2006 ein Aufenthaltserlaubnis des § 18 AufenthG.und müsste irakische Reisepass ausgestellt werden Ausreichende Kenntnisse des deutschen Sprache durch mehrmals Teilnahme an Integrationskurs sowie Sprachkursen, B1 deutsche Zertifikat. Lebensunterhalt: seit 01.01.2004 arbeite ich als Assistenzarzt aud der Abteilung für Chirurgie mit Ausbildungsvertrag zum Facharzt nach Berufserlaubnis § 10 Bundesärzteverordnung Ausreichende Wohnraum. 1 kind seit 15.09.2005 in Deutschland geboren 27.01.2005 Landtag M-V Petitionsausschuss bestätigte dass auf Grund des Ärztemangels in unserem Land besteht ein öffentliches Interesse an meiner Weiterbeschäftigung im Krankenhaus. 12.06.2006 Unterstützung meines Antrag auf Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit von meinem Chefarzt sowie Geschäftsführer des Krankenhauses wurde geschrieben mit dem Ziel des Erwebs der deutschen Approbation. Die Fragen 1- Werden die Zeiten des Asylverfahrens bis de Beschluss von Oberverwaltungs M-V mit gerechnet , wie ist bei mir jetzet 2- Könnte ich nach STAG § 8 eingebürgert werden ? 3- Kann ich aus öffentlichen Interesse eingebürgert werden ? 4-Soll ich an Ministerium des Inneren wenden um eine Zustimmung bezüglich meines Antrages zur Einbürgerung zu bekommen? 5- Könnte mein Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AuslG. verlängert werden,wenn abgelaufen ist und ein Arbeitslos Geld bwz. sozialhilhe bekomme? Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus und warte Ihre Antwort mit Iteresse entgegen Hochachtungsvoll Y.Y. Q.



-- Einsatz geändert am 01.08.2006 14:53:38
01.08.2006 | 16:37

Antwort

von


935 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Eine Einbürgerung könnte für Sie nach § 8 StAG unter den nachfolgenden Voraussetzungen in Betracht kommen.

Nach § 8 Abs. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) kann ein Ausländer, der rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Imland hat, auf seinen Antrag eingebürgert werden, wenn er

1. handlungsfähig nach Maßgabe von § 80 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) oder gesetzlich vertreten ist,

2. keinen Ausweisungsgrund nach §§ 53, 54 oder 55 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 AufenthG erfüllt,

3. eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen gefunden hat und

4. sich und seine Angehörigen zu ernähren imstande ist.

Von den Voraussetzungen des § 8 Abs. 1 StAG kann nach § 8 Abs. 2 StAG aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Vermeidung einer besonderen Härte abgesehen werden.

Die §§ 53 - 55 AufenthG sind am Ende abgedruckt. Erforderlich ist demnach u.a. ein rechtmäßiger Aufenthalt. Dies liegt vor, da Sie einen Aufenthaltstitel nach § 18 AufenthG besitzen.
Die von Ihnen angesprochenen Zeiten werden berücksichtigt, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt bereits einen Aufenhaltstitel hatten.

Die Einbürgerung ist auch bei Bezug von Sozialleistungen dann möglich, Sie die Inanspruchnahme von Sozialleistungen nicht verschuldet haben. Das wäre z.B. bei Ihnen der Fall, wenn Sie aufgrund einer vorsätzlichen Straftat Ihr Beschäftigungsverhältnis verlieren würden.

Die Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG kann verlängert werden. Sollten Sie arbeitslos werden bzw. Sozialhilfe beziehen, ist eine Verlängerung auch möglich, wenn Sie ohne Verschulden arbeitslos geworden sind bzw. ohne Verschulden in die Sozialhilfe abgegeglitten sind.

Wenn Sie mit einer Deutsche verheiratet sind, können Sie deutlich einfacher eingebürgert werden. Wegen der Deutschverheiratung geht der Gesetzgeber von einer stärkeren Integration aus.

Voraussetzungen nach § 9 StAG

1. gemäß § 9 StAG müssen zunächst die gesetzlichen Voaussetzungen des § 8 StAG vorliegen, nämlich

* Niederlassung in Inland
* Handlungsfähigkeit des Antragstellers, i.d.R. gegeben mit Vollendung des 16. Lebensjahres
* Nichtvorliegen von Ausweisungsgründen
* eigene Wohnung oder Unterkommen
* Bestreitung des Unterhaltes aus eigenen Mitteln (bei Ehegatten gemeinsame Wirtschaftsführung ausreichend)

2.

Daneben müssen die Voraussetzungen des § 9 StAG vorliegen

* Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit
* idR Mindestaufenthalt in Deutschland von drei Jahren
* Ehezeit von idR zumindest zwei Jahren, während der der Deutsche Deutscher gewesen sein muss
* Einbürgerungsbewerber muss sich ohne nennenswerte Probleme im Alltagsleben in der deutschen Sprache ausdrücken können

3.

liegen diese Voraussetzungen vor, soll in aller Regel eingebürgert werden

Den Antrag auf Einbürgerung stellen Sie bei der für Sie zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Die Zustimmung des Innenministeriums im Hinblick auf Ihre Einbürgerun ist in jedem Fall hilfreich.
Um der ganzen Angelegenheit eine feste Grundlage zu geben, sollten Sie jedenfalls einen auf Ausländerrecht spezialisierten Kollegen vor Ort mandatieren, um etwaigen Rechtsverlusten vorzubeugen.
Dies verursacht selbsverständlich Kosten, sind aber zu ertragen, wenn Sie ernstlich in Deutschland verbleiben wollen.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -






-----------------------------------------------------------------

§ 53 AufenthG

Zwingende Ausweisung

Ein Ausländer wird ausgewiesen, wenn er

1.


wegen einer oder mehrerer vorsätzlicher Straftaten rechtskräftig zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe von mindestens drei Jahren verurteilt worden ist oder wegen vorsätzlicher Straftaten innerhalb von fünf Jahren zu mehreren Freiheits- oder Jugendstrafen von zusammen mindestens drei Jahren rechtskräftig verurteilt oder bei der letzten rechtskräftigen Verurteilung Sicherungsverwahrung angeordnet worden ist,

2.


wegen einer vorsätzlichen Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz, wegen Landfriedensbruches unter den in § 125a Satz 2 des Strafgesetzbuches genannten Voraussetzungen oder wegen eines im Rahmen einer verbotenen öffentlichen Versammlung oder eines verbotenen Aufzugs begangenen Landfriedensbruches gemäß § 125 des Strafgesetzbuches rechtskräftig zu einer Jugendstrafe von mindestens zwei Jahren oder zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und die Vollstreckung der Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden ist oder

3.


wegen Einschleusens von Ausländern gemäß § 96 oder § 97 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und die Vollstreckung der Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden ist.
----------------------------------------------------------------

§ 54 AufenthG

Ausweisung im Regelfall

Ein Ausländer wird in der Regel ausgewiesen, wenn

1.


er wegen einer oder mehrerer vorsätzlicher Straftaten rechtskräftig zu einer Jugendstrafe von mindestens zwei Jahren oder zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und die Vollstreckung der Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden ist,

2.


er wegen Einschleusens von Ausländern gemäß § 96 oder § 97 rechtskräftig verurteilt ist,

3.


er den Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes zuwider ohne Erlaubnis Betäubungsmittel anbaut, herstellt, einführt, durchführt oder ausführt, veräußert, an einen anderen abgibt oder in sonstiger Weise in Verkehr bringt oder mit ihnen handelt oder wenn er zu einer solchen Handlung anstiftet oder Beihilfe leistet,

4.


er sich im Rahmen einer verbotenen oder aufgelösten öffentlichen Versammlung oder eines verbotenen oder aufgelösten Aufzugs an Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen, die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt,

5.


Tatsachen die Schlussfolgerung rechtfertigen, dass er einer Vereinigung angehört oder angehört hat, die den Terrorismus unterstützt, oder er eine derartige Vereinigung unterstützt oder unterstützt hat; auf zurückliegende Mitgliedschaften oder Unterstützungshandlungen kann die Ausweisung nur gestützt werden, soweit diese eine gegenwärtige Gefährlichkeit begründen,

5a.


er die freiheitliche demokratische Grundordnung oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet oder sich bei der Verfolgung politischer Ziele an Gewalttätigkeiten beteiligt oder öffentlich zur Gewaltanwendung aufruft oder mit Gewaltanwendung droht,

6.


er in einer Befragung, die der Klärung von Bedenken gegen die Einreise oder den weiteren Aufenthalt dient, der deutschen Auslandsvertretung oder der Ausländerbehörde gegenüber frühere Aufenthalte in Deutschland oder anderen Staaten verheimlicht oder in wesentlichen Punkten falsche oder unvollständige Angaben über Verbindungen zu Personen oder Organisationen macht, die der Unterstützung des internationalen Terrorismus verdächtig sind; die Ausweisung auf dieser Grundlage ist nur zulässig, wenn der Ausländer vor der Befragung ausdrücklich auf den sicherheitsrechtlichen Zweck der Befragung und die Rechtsfolgen falscher oder unvollständiger Angaben hingewiesen wurde; oder

7.


er zu den Leitern eines Vereins gehörte, der unanfechtbar verboten wurde, weil seine Zwecke oder seine Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder er sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richtet.
-------------------------------------------------------------

§ 55 AufenthG

Ermessensausweisung

(1) Ein Ausländer kann ausgewiesen werden, wenn sein Aufenthalt die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder sonstige erhebliche Interessen der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt.


(2) Ein Ausländer kann nach Absatz 1 insbesondere ausgewiesen werden, wenn er

1.


in Verfahren nach diesem Gesetz oder zur Erlangung eines einheitlichen Sichtvermerkes nach Maßgabe des Schengener Durchführungsübereinkommens falsche oder unvollständige Angaben zum Zweck der Erlangung eines Aufenthaltstitels gemacht oder trotz bestehender Rechtspflicht nicht an Maßnahmen der für die Durchführung dieses Gesetzes zuständigen Behörden im In- und Ausland mitgewirkt hat, wobei die Ausweisung auf dieser Grundlage nur zulässig ist, wenn der Ausländer vor der Befragung ausdrücklich auf die Rechtsfolgen falscher oder unvollständiger Angaben hingewiesen wurde,

2.


einen nicht nur vereinzelten oder geringfügigen Verstoß gegen Rechtsvorschriften oder gerichtliche oder behördliche Entscheidungen oder Verfügungen begangen oder außerhalb des Bundesgebiets eine Straftat begangen hat, die im Bundesgebiet als vorsätzliche Straftat anzusehen ist,

3.


gegen eine für die Ausübung der Gewerbsunzucht geltende Rechtsvorschrift oder behördliche Verfügung verstößt,

4.


Heroin, Cocain oder ein vergleichbar gefährliches Betäubungsmittel verbraucht und nicht zu einer erforderlichen seiner Rehabilitation dienenden Behandlung bereit ist oder sich ihr entzieht,

5.


durch sein Verhalten die öffentliche Gesundheit gefährdet oder längerfristig obdachlos ist,

6.


für sich, seine Familienangehörigen oder für sonstige Haushaltsangehörige Sozialhilfe in Anspruch nimmt,

7.


Hilfe zur Erziehung außerhalb der eigenen Familie oder Hilfe für junge Volljährige nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch erhält; das gilt nicht für einen Minderjährigen, dessen Eltern oder dessen allein personensorgeberechtigter Elternteil sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten, oder

8.


a)

öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften ein Verbrechen gegen den Frieden, ein Kriegsverbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder terroristische Taten von vergleichbarem Gewicht in einer Weise billigt oder dafür wirbt, die geeignet ist, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu stören, oder


b)


in einer Weise, die geeignet ist, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu stören, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet.

(3) Bei der Entscheidung über die Ausweisung sind zu berücksichtigen

1.


die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts und die schutzwürdigen persönlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Bindungen des Ausländers im Bundesgebiet,

2.


die Folgen der Ausweisung für die Familienangehörigen oder Lebenspartner des Ausländers, die sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten und mit ihm in familiärer oder lebenspartnerschaftlicher Lebensgemeinschaft leben,

3.


die in § 60a Abs. 2 genannten Voraussetzungen für die Aussetzung der Abschie


ANTWORT VON

Hamburg

935 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Immobiliensteuern, Strafrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 54756 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde, für Laien verständlich, beantwortet. Ich kann Herrn R. Otto weiterempfehlen. ...
5,0/5,0
Daumen Hoch! ...
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch bei der Nachfrage. Diese Auskunft war für mich ausreichend und Aufschlußreich. Danke ...