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Weigerung zur Auflösung einer Eigentümergemeinschaft - Regressansprüche?


| 19.09.2017 15:51 |
Preis: 80,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von



Ich bin durch Schenkung Miteigentümer in einer Hauseigentümergemeinschaft geworden. Die anderen Eigentümer wollen jetzt verkaufen. Mir ist der Verkaufspreis zu niedrig angesetzt. Die Miteigentümer weigern sich, mit dem Objekt über einen Makler an den Markt zu gehen. Es liegt ein mündliches Kaufangebot vor, wobei der Kontakt über Nachbarn/Bekannte zustande kam.

Meine Fragen:
Stehen den Miteigentümern bei Weigerung meinerseits Regressansprüche zu - Stichpunkt Teilungsversteigerung?

Gibt es rechtlich akzeptierte Verweigerungsgründe?
19.09.2017 | 18:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt ist kein Rechtsgrund für einen Regressanspruch ersichtlich. Allein die Weigerung, zu einem bestimmten Preis oder überhaupt zu verkaufen, stellt keinen Grund für einen Schadenersatzanspruch dar.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der Hauseigentümergemeinschaft um eine Bruchteilseigentum bzw. eine Erbengemeinschaft handelt.

In diesem Falle hat jeder Miteigentümer das Recht, die Teilungsversteigerung zu verlangen, wenn nicht vertraglich etwas anderes vereinbart ist. Die Immobilie wird dann nach den Vorschriften des ZVG meistbietend versteigert, der Erlös unter den Miteigentümern aufgeteilt. Eine Teilungsversteigerung lässt sich zwar verzögern, aber nicht entgültig verhindern.

Alternativ hätten die anderen Miteigentümer bei Bruchteilseigentum auch die Möglichkeit, nur Ihre eigenen Anteile zu verkaufen, und Sie quasi in eine Eigentümergemeinschaft mit dem gewünschten Käufer zu drängen. Dagegen könnte nur ein rechtsverbindliche vereinbartes Vorkaufsrecht für Miteigentümer helfen. Dann könnten Sie die Immobilie selbst zu dem (zu geringen) Preis erwerben und dann weiterverkaufen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ingo Scheide

Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2017 | 20:23

Sehr geehrter Herr Scheide,

danke für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Ich habe Ihre Antwort so verstanden, dass eine Weigerung zum Verkauf der Immobilie in keinem Fall Regressansprüche nach sich zieht. Ist es ein anderer Sachverhalt, wenn ich die Zustimmung zum Verkauf von einer Bedingung abhängig mache?

Können Sie mir eine Quelle geben, auf die ich mich bei der Auseinandersetzung berufen kann? Gesetzestext-Stellen oder ergangene Urteile wären hilfreich.

Mit freundlchen Grüßen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2017 | 14:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich sehe keinen Unterschied für den Fall, dass Sie die Zustimmung zum Verkauf von einem Bedingung abhängig machen, soweit nicht diese Bedingung selbst etwas Rechtswidriges zum Inhalt hat.

Eine "Quelle" kann ich Ihnen nicht angeben. Niemand kann von Miteigentümern zum Verkauf seines Anteils gezwungen werden. Darum macht man sich auch nicht schadensersatzpflichtig, wenn man nicht verkaufen will. Dafür gibt es das Instrument der Teilungsversteigerung nach dem ZVG.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingo Scheide
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.09.2017 | 10:46


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"Die Antwort kam bei plausiblem Preis schnell, ausführlich und kompetent. Die Nachfrage wurde ebenso behandelt. Für mich hat sich die Anfrage gelohnt und ich kann diesen Anwalt im Rahmen der gegebenen Fragestellung vorbehaltlos empfehlen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.09.2017
5/5.0

Die Antwort kam bei plausiblem Preis schnell, ausführlich und kompetent. Die Nachfrage wurde ebenso behandelt. Für mich hat sich die Anfrage gelohnt und ich kann diesen Anwalt im Rahmen der gegebenen Fragestellung vorbehaltlos empfehlen.


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