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Wegerecht, Überbauung durch Vordach


| 14.02.2006 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Verkäufer eines Teilgrundstücks haben wir den Käufern des Grunstücks, unseren zukünftigen Nachbarn, ein Wegerecht eingeräumt. Dieses ist per Grunddienstbarkeit geregelt. Darin heißt es, dass "über diese Fläche zu gehen und zu fahren, nicht jedoch auf dieser Fläche Fahrzeuge aller Art abzustellen sind." Der Weg ist 3m breit und auf diese Breite bezieht sich die Grunddienstbarkeit.
Problem ist nun, dass das Vordach unseres nahezu fertiggestellten Haus in einer Höhe von ca. 2,5m um 0,5m in den Weg hineinreicht und in dieser Höhe somit nur noch eine Restbreite von 2,5m gegeben ist. Die Nachbarn stehen auf dem Standpunkt, dass ein Befahren auch mit LKW möglich sein muss, um u.a. Möbelanlieferungen zu gewährleisten.
Der Notarvertrag regelt nicht die Art der Fahrzeuge, die den Weg befahren dürfen. Darüber hinaus äußert unser Architekt die Befürchtung, dass ein Befahren mit Schwerlastverkehr, für den der Weg nicht hergerichtet ist, zu einer Beeinträchtigung der Hausstatik führen könne. Darüber hinaus würden für uns zusätzliche Kosten der fachgerechten Befestigung des Weges entstehen.
Ist aus o.g. Gründen ggfs. ein Rückbau des Vordachs nötig? Können Sie hierzu rechtsverbindlich Auskünfte geben?

Vielen Dank


14.02.2006 | 13:45

Antwort

von


203 Bewertungen
Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gemäß Ihren Angaben folgendermaßen beantworten möchte:

Der genaue Rechtsinhalt eines Wegerechts ist durch Auslegung unter Berücksichtigung etwaiger Inhaltsänderungen zu ermitteln. Dabei ist vom tatsächlichen Charakter des Grundstücks zur Zeit der Bestellung auszugehen.

Ein Fahr -und Wegerecht berechtigt zur Ausübung mit jeweils gebrauchsüblichen Fahrzeugen. Sinn -und Zweck dieses Wegerechts ist es lediglich, die Erreichbarkeit des betroffenen Grundstücks herzustellen. Schwerlastverkehr ist nicht zu gebrauchsüblichen Fahrzeugen zu zählen. In einer Höhe von 2,50 m ist es für die gebrauchsübliche Ausübung des Wegerechts unerheblich, ob der Weg über eine geringere Breite verfügt. Von daher ist es meines Erachtens nicht nötig, das Vordach entsprechend zurück zu bauen.

Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen behilflich. Im Fall von Unklarheiten steht Ihnen selbstverständlich die kostenlose Nachfragefunktion zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Sabine Reeder
Fachanwältin für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2006 | 13:56

Sehr geehrte Frau Reeder,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Gibt es Obergrenzen für Breite und Gewicht bei gebrauchsüblichen Fahrzeugen?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2006 | 11:55

Da Sie sich nun anderweitig informiert haben und meine Antwort für falsch halten, möchte ich Ihnen nur kurz folgendes erläutern: Es handelt sich um eine Auslegung eines Wegerechts. Dabei ist auch zu berücksichtigen, für welchen Zweck dieses eingeräumt wird. Ob eine Erreichbrakeit des Grundstücks mit Schwerlastverkehr darunter fällt, ist meiner Ansicht nach mehr als fraglich. Wenn ein anderer Anwalt (mit Kenntnis des Akteninhaltes) eine andere Ansicht vertritt, bedeutet dies noch nicht, dass eine gerichtliche Entscheidung unbedingt auch in diesem Sinne ergehen würde.

Bewertung des Fragestellers |


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"Habe eben Rückruf von Anwalt für Baurecht erhalten, der den Anspruch der Käufer als gegeben und rechtlich haltbar sieht "
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Habe eben Rückruf von Anwalt für Baurecht erhalten, der den Anspruch der Käufer als gegeben und rechtlich haltbar sieht


ANTWORT VON

Berlin

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RECHTSGEBIETE
Ausländerrecht, Internationales Familienrecht, Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht