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Wechselmodell 50:50 erstreiten


31.10.2014 18:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zum Wechelmodell.


Fall stichpunktartig:

getrennt lebend, gemeinsames Kind 7 Jahre, beide Elternteile inkl. der Großeltern leben in einem Umkreis von 200m, gleicher Schulweg, Kind bewegt sich nach vorheriger Abstimmung bereits teilweise frei zwischen Familienangehörigen. Kinderzimmer bei beiden Eltern komplett vorhanden. Aufgrund der räumlichen Nähe beinahe täglicher bis zweitägiger wechsel.

Kind ist ca. im Verhältnis 60:40 bei Mutter:Vater.
Situation seit dem 3 Lebensjahr.

Kind möchte zu 50:50 bei Vater und Mutter sein. Emotional eher stärkere Bindung zu Vater als zu Mutter.

Derzeit zahlt Vater freiwillig nach DüDo Tabelle an Mutter.

Mutter Einkommen unter Selbstvorbehalt, wirtschaftlich schlechter gestellt als Vater.
Mutter wohnt im Elternhaus der Großmutter mit Kind. Strukturschwache Region.

Vater ist bereit auch bei 50:50 einen Großteil der tägliche Kosten zu zahlen. Das jedoch auf gesonderter Vereinbarung.

Vater möchte nicht abhängig sein von Mutter. Diese nutzt nach Meinung des Vaters das 60:40 Verhältnis aus um Unterhalt zu erhalten und Hauptentscheidungsträger zu sein. Unterhalt wird nicht für das Kind verwendet. Zudem kein Mitbestimmungsrecht bei vielen Dingen. Vater findet das ungerecht.

Kann ein Paritötsmodell erstritten werden?
Welche Voraussetzungen sind nötig?
Woran kann es scheitern?
Wie sind die Erfolgschancen?
Eingrenzung vom Fragesteller
31.10.2014 | 18:57
31.10.2014 | 19:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Sie möchten ein Wechselmödell 50:50 erstreiten.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ein solches Wechselmodell gegen den Willen desa anderen Elternjteils NICHT erstritten werden kann (OLG Hamm NJW 2012,398). Eine in Ihren Sinne positive Gerichtsentscheidung ist mir nicht bekannt.

2.
Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen alle grundlegenden Entscheidungen, zB. hinsichtlich der Schule, von beiden Eltern gemeinsam getroffen werden. Das hat nichts damit zu tun, in welchem zeitlichen Umfang sich das Kind bei Mutter oder Vater aufhält.

Wenn es insoweit Schwierigkeiten gibt, kann ggf. das Familiengericht angerufen werden.

Aufgrund Ihrer Informationen und im Rahmen einer Online-Erstberatung kann dies aber nicht abschließend beurteilt werden. Ich rate Ihnen aber, einen im Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort einzuschalten.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

ANTWORT VON

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