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Website Kauf - Kunde im Annahmeverzug


| 20.12.2016 12:48 |
Preis: 47,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Ich habe an einen Kunden ein Website am 16.06.2016 zahlbar sofort verkauft.
Zahlungseingang war am 05.07.2016.

Die Zugänge zur Seite und der Auth-Code für die Domain, wurden am 16.06.2016 zur Verfügung gestellt.

Am 15.08. wurde gefragt (ohne Fristsetzung), ob die Seite umgezogen werden kann. Es wurde die Annahme gemacht, dass man es am selben Tag noch schafft. Am 22.08. einen erneuten Hinweis, mit einem neuen Auth-Code, da der alte abgelaufen ist.


Die Webseite monetarisiert sich mittels dem Amazon Affiliate Programm. Hier wurde am 24.10.2016 ohne meines Wissens vom Kunden das Tag des Kunden eingebaut, sodass die Affiliate Einnahmen an ihn über gehen.

Am 20.11. ist mir dies aufgefallen. Und ich habe den Kunden darauf hingewiesen, dass wir ausgemacht haben, dass die Tags auf mich laufen, solange die Seite nicht umgezogen wurde (das war ein Fehler meinerseits. Er hatte mir nur beiläufig zugesagt, dass die Tags auf mich laufen konnten, bis er bezahlt hat) Daraufhin hat er mir versichert, dass kein Umsatz seit der Umstellung generiert wurde. Und ich wiederum, dass ich aktuell für ihn die Webseite hoste und die Domain noch über mich läuft mit dem Hinweis, dass es nett wäre wenn der Kunde zügig die Seite umzieht.

Am 28.11. habe ich ihm eine Frist bis zum 04.12. gesetzt, dass ich die Seite abschalten werde.

Die Domain habe ich am 18.12. abgeschalten.

Am 15.12. wurde nachgehakt, ob seit dem Kauf noch Umsätze über meine ID generiert wurden. Ich habe daraufhin nachgeschaut und im Q3 2016 gesehen, dass insgesamt 120€ umgesetzt wurden.

Diese 120€ möchte der Kunde nun von mir vergütet bekommen.

Der Umzug wurde erst heute am 20.12. durchgeführt.

Nun die Frage:
Muss ich ihm die 120€ bezahlen, oder nicht?
Kann ich ihm einen Schadensersatz für seine generierten Umsätze geltend machen, da er im Annahmeverzug war ?
20.12.2016 | 14:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat befand sich der Kunde im Annahmeverzug, daher können Sie Schadensersatz gegen ihn geltend machen. Der Schadensersatz umfaßt hierbei alle Kosten, die Ihnen wegen dem Annahmeverzug entstanden sind, also insbesondere Hosting-Gebühren und Datenübertragungsgebühren. Diese müssen Sie einzeln nachweisen.

Die Werbeeinnahmen hingegen gebühren dem Kunden, da dieser mit der Tag-Änderung die Seite faktisch in Besitz genommen hat. Sie können aber den oben genannten Schadensersatz gegen diese € 120 aufrechnen.
Entscheidend ist hierbei die Beweisbarkeit Ihrer Vereinbarung, dass die Tags bis zum Umzug auf Sie lauten. Wenn Sie dies beweisen können, gehören die € 120 Ihnen und zusätzlich noch der oben genannte Schadensersatz.

Ich empfehle daher, die Beweisbarkeit der Vereinbarkeit zu prüfen. Das ist bei mündlichen Vereinbarungen aber normalerweise nicht einfach.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2016 | 14:51

Sehr geehrter Herr Weber,

Vielen dank für Ihre Antwort.

Sind mit dem Schadensersatz auch Zeitaufwendungen zu verrechnen um zu prüfen ob die Seite umgezogen wurde oder nicht?

Darüber hinaus habe ich auch immer wieder geprüft ob mit der Seite "Unfug" betrieben wurde, da ich der Auffassung bin, solange die Domain nicht umgezogen wurde und auf mich registriert ist, ich auch für die Inhalte hafte.

Vielen Dank schon mal vorab!

Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2016 | 16:17

Sehr geehrter Ratsuchender,
den Aufwand für die Umzugsprüfung können Sie nicht ersetzt verlangen, den Aufwand für die Unfugsprüfung durchaus.
Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.12.2016 | 16:20


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