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Wasserschaden u. Vermieter läßt nicht trocknen


| 04.07.2007 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Am 11.6.2007 kam es durch starken Regen zu einem Rückstau aus dem Kanal und es wurde unser Keller ca. 10 cm hoch überflutet. Im Keller ist eine Waschküche, ein Heizungsraum und ein Kinderzimmer.
Das Wasser ist in die Wände und unter den Estrich eingedrungen.
Der Gutachter unserer Hausratversicherung bestätigte uns, daß die Wände getrocknet werden müssen, da sonst Schimmelbildung droht. Unsere Kinder (11, 9, 7 und 4 Jahre) sind gerade erst von einer 4wöchigen Reha wegen Atemproblemen zurückgekehrt. Außerdem ist meine Frau in der 22. Woche schwanger.
Die Vermieter haben keine Gebäudeversicherung, und weigern sich, die Trocknung von einer Firma durchführen zu lassen.
Sie haben lediglich ein Gerät zur Luftentfeuchtung gebracht, und empfehlen mehr zu lüften. Sie behaupten auch, wir würden für den Keller sowieso keine Miete zahlen, da es nur ein Keller und kein Wohnraum sei. Aber bei unserem Einzug im Dezember 2006 war schon klar das wir das Zimmer als Kinderzimmer nutzen würden, und es ist auch eine Heizung drin und isolierte Holzwände und bei der Besichtigung war auch noch ein Teppich drin, den wir entfernt haben.
Auf unser Drängen, etwas zu unternehmen, wurde uns mit Kündigung gedroht.
Kann man den Vermieter zum Trocknen zwingen, und kann man die Miete mindern, vielleicht auch rückwirkend?
04.07.2007 | 21:41

Antwort

von


160 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Grundsätzlich ist der Vermieter verpflichtet Ihnen eine ordnungsgemäße Mietsache zu Verfügung zu stellen. Sowohl offensichtlich unzureichende Rückstausicherung als auch die hierdurch entstandene Feuchtigkeit stellen einen Mangel dar. Kommt es dann noch durch die Unterlassung entsprechender Trocknungsmaßnahmen (Instandsetzungsmaßnahmen die dem Vermieter obliegen)zu weitergehenden Mängeln wie Schimmelbildung ist eine Minderung durchaus gegeben. Diese tritt nach dem Gesetz bei Mängeln automatisch ein, sofern der Mieter seine Obliegenheiten erfüllt hat (wie hier anscheiend geschehen). Es wird mit Eintritt des Mangels nur noch der angemessen geminderte Mietzins geschuldet. Sie können den Vermieter nicht direkt zwingen entsprechende Maßnahmen zu treffen. Jedoch können Sie mindern, in extremen Fällen (erhebliche Gesindheitsgefährdung) eine einstweilige Verfügung bei Gericht erwirken, den Mangel ordnungsgemäß beheben lassen und die Kosten vom Vermieter einfordern. Jedoch sollten Sie zunächst die Miete kürzen und den Vermieter schriftlich und nachweislich zur Mängelbeseitigung auffordern. Sichern Sie ebenfalls Beweise. Zudem wäre es günstig, wenn es nachweisbar wäre, dass bei Vertragschluss auch dem Vermieter bekant war, dass der Kellerraum zu Wohnzwecken bestimmt sein soll. Eine Kündigug kann nicht auf die Geltendmachung der Mängelrechte gestützt werden.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -


Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2007 | 21:59

Vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Antwort.
Um wieviel könnte man die Miete für die DHH (617,00 € kalt) kürzen, und wie müsste man dabei vorgehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2007 | 14:55

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

eine definitve Aussage zur Höhe der Kürzung kann ohne genaue Kenntniss von Umfang und Qualität des Mangels nicht getroffen werden. Hierbei gibt es nur Erfahrungswerte, keine vorgeschriebenen Werte (wie etwa Tabellen). Sofern hier ein in den Mietvertrag einbezogener Wohnraum betroffen ist, wäre aber sicherlich von einer Kürzung um 10% auszugehen. Kündigen Sie dem Vermieter dies schriftlich (und nachweisbar) mit der Anmahnung der Mängelbeseitigung an.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 05.07.2007 | 14:56

Idealerweise setzen Sie eine Frist von etwa 2 Wochen um entweder die Einstandspflicht zu erklären oder den Mangel direkt zu beheben.
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Augsburg

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