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Wasserschaden - Mietminderung Berlin Schöneberg 135m2 Wohnung


| 09.12.2014 15:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Der Nachbar über uns hat vergessen einen Kaltwasserhahn zuzudrehen wodurch unbemerkt Wasser ausgetreten ist, so dass es plötzlich in meinem Schlafzimmer anfing zu regnen. Habe sofort den Nachbarn informiert und nachdem kein Wasser mehr die Decke runterkam, habe ich gleich begonnen, das Wasser zu beseitigen sowie alle beweglichen Möbelstücke, Kartons u.ä aus dem Zimmer zu räumen und trocknen zu lassen. Das Bett (1,60 x 2 m) sowie den 1,50m Kleiderschrank, konnte ich natürlich nicht entfernen. (War eh alles allein schwierig genug mit Kleinkind auf dem Arm.) Mir ist es gelungen, das Wasser soweit aufzunehmen, dass es nicht mehr auf dem (Sisal) Teppich stand, aber Bett und Schrank standen 2 Tagen auf dem vollgesogenen Teppich, bevor sie rausgeschafft wurden und ein Trockengerät aufgestellt wurde.

1.Bin ich damit meiner Pflicht nachgekommen, meinen Hausrat vor weiteren Schäden zu schützen?

2. Wer zahlt mir die zusätzlichen Stromkosten, die ich habe weil meine Waschmaschine/Trockner ständig läuft um die nasse Bettwäsche/Klamotten wieder herzustellen? Wie dokumentiere ich das am besten?

3. Der Vermieter hat gleich am nächsten Tag jemanden mit einem Trocknungsgerät geschickt und tags drauf auch seine Maler, die die Möbel demontiert und rausgetragen haben, sowie den Teppich rausgerissen und entsorgt haben und Löcher in die Decke gebohrt haben, da mit das Trocknungsgerät auch seine Arbeit machen kann.

Frage: a) Wie und bei welcher Versicherung reiche ich die extra Stromkosten ein, die das Trocknungsgerät verursacht hat?

b) Der Vermieter hat schnell und unkompliziert geholfen und der Schaden ist nicht seine Schuld, trotzdem ist das Schlafzimmer seit 3 Wochen unbewohnbar, das Trocknungsgerät läuft Tag und Nacht und die restliche Wohnung ist auch nicht im vollen Maße nutzbar, da sie Möbel und ähnliches aus dem Schlafzimmer beherbergen muss. Wie lange es dauert bis alles wieder hergestellt wird, ist noch nicht sicher. Die Gebäudeversicherung des Vermieters hat sich letzte Woche erst gemeldet und schickt erst morgen einen Regulierer zur Begutachtung. Können wir die nächste Mietzahlung kürzen? Wenn ja, um wieviel?


Eingrenzung vom Fragesteller
09.12.2014 | 15:29

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Bin ich damit meiner Pflicht nachgekommen, meinen Hausrat vor weiteren Schäden zu schützen?"


Da wird man sich drüber streiten können, wenn Bett und Schrank durch das Stehen auf dem vollgezogenen Teppich nachhaltig beschädigt worden sind.

Im großen und Ganzen sind sie aber Ihrer Schadensminderungspflicht nach Ihrer Schilderung nachgekommen.

Im Streitfall müssten sie beweisen, dass es Ihnen nicht möglich war, Schrank und Bett weniger schadensanfällig zu platzieren ( z.B. durch Umklappen des Teppichs).


Frage 2:
"Wer zahlt mir die zusätzlichen Stromkosten, die ich habe weil meine Waschmaschine/Trockner ständig läuft um die nasse Bettwäsche/Klamotten wieder herzustellen? Wie dokumentiere ich das am besten?"

Der Verursacher bzw. dessen Versicherung.

Das dokumentieren Sie schriftlich und nachweisar auf einem Blatt Papier, indem Sie die Anzahl der durch das Ereignis zusätzlich angefallenen Maschinien erfassen und ggf. Fotos beilegen.



Frage 3:
"Wie und bei welcher Versicherung reiche ich die extra Stromkosten ein, die das Trocknungsgerät verursacht hat?".

Schriftlich und nachweisbar beim Verursacher bzw. dessen Versicherung sowie insbesondere beim Vermieter, da dieser die Kosten nach § 555 a III BGB ersetzen muss.

Lassen Sie sich dazu von der Trocknungsfirma maßgeblichen Daten geben, um den genauen Stromverbrauch infolge der Trocknung zu ermitteln.



Frage 4:
"Können wir die nächste Mietzahlung kürzen? Wenn ja, um wieviel?".



Ja, Sie haben das Recht zur Mietminderung.

Die Mietminderung muss angemessen sein und bestimmt sich nach den Umständen der Situation.

Hier dürfte also mindestens der prozentuale Anteil in Abzug gebracht werden, den die m² des nicht nutzbaren Zimmers an der Miete - hochgerechnet auf die Dauer der Nichtnutzbarkeit - ausmachen.





Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
Bewertung des Fragestellers 12.12.2014 | 10:57


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FRAGESTELLER 12.12.2014 4,8/5.0
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