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Wasserbett defekt - Umtausch möglich?


07.12.2009 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

aus einer Stadtzeitung haben wir von privat ein Wasserbett gekauft. 8 Jahre alt, voll funktionstüchtig, 350,- Euro. Die Dame teilte mir mit das sie umziehen würden und sie am Umzugstag das Wasser ablassen würde damit wir es am nächsten Tag abholen könnten. Das taten wir dann auch. Die Matratze mußte zum Transport gefaltet werden (steht auch so in der Bedienungsanleitung das dies zum Transport so gemacht wird). Zuhause angekommen wollten wir sie befüllen und haben nun schon das 15. Loch flicken müssen und es scheint kein Ende zu nehmen. Als alle zu waren und wir es probehalber befüllten (ohne uns reinzulegen) stand das Schlafzimmer am nächsten Tag unter Wasser. Die Matratze ist an den Seiten zu porös und hat meines Erachtens einen Transport nicht mehr überlebt. Kann ich diese jetzt wieder zurückgeben und mein Geld zurückverlangen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

solange beim Vertragsabschluss die Gewährleistung nicht ausgeschlossen worden ist, können Sie diese Gewährleistungsansprüche auch bei einem Kauf von Privat dem Grunde nach geltend machen.

Allerdings weise ich hier auf erhebliche Beweisprobleme hin. Denn Siemüssten nachweisen, dass dieser Mangel bei Übergabe bestanden hat. Wenn die Verkäuferin nun ihrerseits nachweisen kann, dass das Bett ohne Probleme funktionstüchtig gewesen ist, ist nicht ersichtlich, wie Sie diesen Beweis führen wollen.

Sie führen aus, dass das Bett porös sei. Dann aber steht die Vermutung nahe, dass auch bei der Verkäuferin diese Probleme hätten auftreten müssen. Das sind sie aber offenbar nicht, wenn das Bett bis zur Übergabe noch funktionstüchtig mit Wasser gefüllt gewesen ist.

Die Verkäuferin wird also behaupten können, dass es sich um Transportschäden handelt und dieses müssen Sie entkräften. Dazu bedarf es dann eventuell sogar eines Gutachtens, wobei die Kosten und das Kostenrisiko den Kaufpreis sicherlich übersteigen dürften. Ohne eine Rechtschutzversicherung sollten Sie also diese wirtschaftliche Überlegungen bei Ihren weiteren Schritten mit einfließen lassen.

Hier sollten Sie mit der Verkäuferin sprechen und eine einvernehmliche Lösung herbeiführen. Lehnt die Verkäuferin aber ab, würde ich nach Ihren Angaben die Sache nicht weiter verfolgen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2009 | 15:37

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Die Matratze war natürlich vorher schon porös. Und das Problem bestand bei der Verkäuferin aus dem Grund nicht (denke ich mal) da sie ja nur stand. Durch das Wasserablassen und Knicken entstanden dann die Löcher. Die Matratze MUSSTE aber geknickt werden. Wenn der Schaden also praktisch beim Transport entsteht (noch in ihrem Haus) da sie zwangsläufig geknickt werden musste. 350,- Euro sind auch kein Trinkgeld wenn man bedenkt das ein Wasserbett 8-10 Jahre alt wird. Die Verkäuferin haben wir schon angeschrieben es kam aber keine Rückantwort. Daher wollten wir wissen ob Hoffnung besteht. Soviel Geld für etwas das wir nicht 1Mal nutzen das sehe ich einfach nicht ein.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2009 | 16:54

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich kann sie ja verstehen, muss aber nochmals auf die Beweisschwierigkeiten hinweisen. Denn dass die Matratze schon bei der Verkäuferin porös gewesen sein soll, ist verfahrenstechnisch lediglich eine Behauptung. Diese Behauptung müssen sie aber beweisen. Das Problem wird sein, wie Sie diesen Beweis führen wollen, wenn die Matratze bei der Verkäuferin offenbar funktioniert hat. Wäre sie porös gewesen, wäre dort Wasser ausgetreten.

Die Verkäuferin wird also behaupten, dass die Matratze mangelfrei übergeben worden ist und durch den Transport beschädigt worden ist. Der Transport fällt aber allein in Ihr Risiko und kann der Verkäuferin nicht angelastet werden. Daher bleibt es bei der Beweisschwierigkeit, dass Sie den Beweis erbringen müssen, dass dieser Mangel schon bei Übergabe vorgelegen hat.

Sicherlich ist es viel Geld für eine Matratze, die nach Ihren Angaben schon fast die Lebenserwartung erreicht hatte. Noch mehr Geld wird aber ein verlorener Prozess kosten.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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