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Was ist absetzbar bei der Erbschaftssteuer


| 29.12.2015 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Zusammenfassung: Absetzbare Kosten im Zusammenhang mit Erbschaftssteuer


Hallo!

Ich wurde als Erbverwalter eingesetzt und muss nun eine Erbschaftssteuererklärung abgeben.

Die Erbmasse besteht aus Bargeld und zwei Wohnungen. Es gibt drei Erben. Das Geld wird zu gleichen Teilen unter den Erben verteilt, außerdem geht (als Vermächtnis) Wohnung A an Erbe 1, und Wohnung B an Erbe 2. In Wohnung A wird der Erbe einziehen, Wohnung B ist und bleibt vermietet.

Für die Steuer bedeutet dies dann wohl...
Erbe 1: versteuert den Wert der Wohnung A, plus 1/3 des Geldes
Erbe 2: versteuert den Wert der Wohnung B, plus 1/3 des Geldes
Erbe 3: versteuert 1/3 des Geldes

Jeder Erbe hat seinen eigenen Freibetrag, außerdem ist pro Wohnung Hausrat im Wert von 11.000,- Euro "steuerfrei". Generell absetzbar sind zudem die Beerdigungskosten und die Kosten für den Erbschein.

Gibt es weitere Möglichkeiten, den zu versteuernden Wert zu verkleinern? Kann man Notarkosten (für die Grundbuchumschreibung der Vermächtnisse) anrechnen? Renovierungskosten?

Vielen Dank im voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal ist zu bemerken, dass Ihre Verteilung auf die drei Erben/Vermächtnisnehmer korrekt ist. Nach den §§ 1 und 3 ErbStG lösen nämlich nicht nur die Erbenstellung, sondern auch die Entgegennahme eines Vermächtnisses Erbschaftssteuer aus.

Der absetzbare Betrag in Bezug auf den Hausrat bestimmt sich danach, welcher Erbschaftssteuerklasse die drei Betroffenen unterliegen. Erben/Vermächtnisnehmer der Steuerklasse I können Hausrat sogar bis zur Höhe von 41.000,00 € steuerfrei erwerben. Für Erben der Steuerklassen II und III gilt eine Grenze von 12.000,00 €.
Wenn Sie möchten, können Sie Genaueres hierzu in § 13 Abs. 1 Ziffer 1 ErbStG nachlesen.

Bitte beachten Sie auch, dass bezüglich der vermieteten Wohnung nur 90 % des Werts für die Bemessung der Erbschaftssteuer angesetzt werden (§ 13c Abs. 1 und Abs. 3 Nr. 1).

Bezüglich der absetzbaren Kosten ist zu beachten, dass ein Pauschbetrag von 10.300,00 € gilt, der stets abgesetzt werden kann. Nur, wenn die tatsächlichen Kosten diesen Betrag übersteigen, müssen sie im Einzelnen aufgelistet werden. In diesem Fall müssen Sie auch die entsprechenden Quittungen bei der Erklärung mit angeben.
Der Pauschbetrag gilt nur einmal pro Erbfall, nicht also pro Person.

Absetzbar sind: Kosten für Beerdigung und Grabpflege und die von Ihnen bereits benannten Kosten der Nachlassregelung. Hierzu gehören Gerichtskosten für die Erlangung des Erbscheins, der Testamentseröffnung und Testamentsvollstreckerhonorare. Auch die Kosten für das Grundbuch und einen beteiligten Notar können Sie mit in Abzug bringen (BFH, Urteil vom 9.7.2013, IX R 43/11).
Die Renovierungskosten zählen aber nicht zu den Posten, die im Zusammenhang mit der Erlangung der Erbschaft stehen, sind also nicht absetzbar.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2016 | 19:44

Vielen Dank für die Antwort, nur noch eine kurze Nachfrage bezüglich des Wertes der vermieteten Wohnung:

Gebe ich bei der Erbschaftssteuererklärung dann auch nur 90% des Wertes an, oder gebe ich die 100% an?

Und falls man die 100% angibt, wie kennzeichnet man die Wohnung dann als "vermietet"? (Ich habe bei den Steuererklärungs-Vordrucken nichts in der Richtung gesehen)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2016 | 20:55

Sehr geehrter Fragesteller,

sie müssen in der Tat nur die 90 % des Wertes angeben. Natürlich gilt das nur für die vermietete Wohnung B, bei der anderen müssen Sie 100 % des Werts ansetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 18.01.2016 | 21:53


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