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Warenvertrag stornieren


| 04.12.2014 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



ich habe 12 Flaschen Wein am 30.11.14 auf eine Messe per Auftrag gekauft 79 € pro Flasche, nun nach kurzer Überlegung, will ich die Weinflaschen doch nicht haben und die Bestellung stornieren.
Ich habe dieser Weinhandel per Email gebeten den Auftrag zur stornieren ohne Erfolgt.
Jetzt ist mir aufgefallen dass auf den Handgeschriebenen Auftragszettel die Sorte von den Wein aber nicht die genaue Bezeichnung geschrieben worden ist, den die Sorte von den Wein gibt es schon ab 14 € die Flasche auf mein Auftrag steht 79 € pro Flasche. meine Frage ist kann ich auf Grund der unzureichende Bezeichnung der Ware vom Vertrag zurücktreten? vielen Dank,
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Rücktritt wegen der unzureichenden Bezeichnung der Ware scheidet leider aus.

Grundsätzlich gilt, dass einmal geschlossene Verträge eingehalten werden müssen. Ein Rücktritt ist aber möglich, wenn ein solcher vertraglich vereinbart wurde oder ein gesetzliches Rücktrittsrecht greift. Gemäß § 323 Abs. 1 BGB kann ein Käufer von seinem Kaufvertrag zurücktreten, wenn eine Leistung des Verkäufers nicht vertragsgemäß erfolgt ist. Für eine nicht vertragsgemäße Lieferung der Flaschen gibt es jedoch in Ihrem Fall keine Anzeichen, so dass ein gesetzliches Rücktrittsrecht ausscheidet.

Ein Widerrufsrecht sollte gleichfalls ausscheiden. Ein solches kann bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen zwischen einen Unternehmer und einen Verbraucher greifen. Stände auf Messen werden jedoch wie Geschäftsräume behandelt, wenn ein Unternehmer seine Tätigkeit dort gewöhnlich ausübt, so dass keine Überrumpelungsgefahr vorliegt. Etwas anderes kann sich nur dann ergeben, wenn überraschend fachfremde, mit dem Thema der Messe oder Ausstellung nicht zusammenhängende Waren oder Dienstleistungen angeboten werden.

Schließlich scheidet in Ihrem Fall auch eine Anfechtung des Kaufvertrags aus. Grundsätzlich ist eine übereinstimmende Falschbezeichnung eines beiderseits richtig vorgestellten Vertragsgegenstandes unschädlich.

Eventuell könnte Ihr Kaufvertrag jedoch nach § 138 BGB nichtig sein. Dies wäre der Fall, wenn der Verkäufer Sie unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende Beurteilung jedoch ohne Kenntnis aller Umstände und ohne Einblick in die Vertragsunterlagen nicht möglich ist.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Ich bin gerne bereit, Ihre Interessen im Rahmen eines ordentlichen Mandatsverhältnisses zu vertreten. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar. Um meine Kontaktdaten einsehen zu können, Klicken Sie bitte auf mein Profilbild.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Harzewski, Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 04.12.2014 | 10:37


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