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Wandlung Kaufvertrag Gebrauchtwagen


08.03.2006 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte(r) Frau/Herr Anwalt,

wir als Firma (GmbH, also gewerblicher Kunde, jedoch nicht KFZ-Händler) haben letzte Woche bei einem Gebrachtwagenhändler in Berlin einen Gebrauchtwagen für 1.000 EUR gekauft.
Im Nachhinein stellte die KFZ-Werkstatt unseres vertrauens an dem Fahrzeug erhebliche technische Mängel (Lenkung, Getriebe, Ölverlust) fest, womit das Fahrzeug gar nicht verkehrssicher ist und gar kein TÜV hätte bekommen dürfen.
Auf unsere telefonische Bitte hin, den Vertrag zu wandeln und das Fahrzeug zurückzunehmen, erklärte sich der Verkäufer lediglich zu einem Wandel gegen ein anderes Fahrzeug, nicht aber zu einem Wandel gegen Bargeld bereit. Ein vergleichbares Fahrzeug ist jedoch zur Zeit bei dem Händler nicht vorhanden - zudem ist natürlich unser Vertrauen in den Verkäufer auf den Nullpunkt gesunken.

Darf der Verkäufer eine Wandlung gegen Rückerstattung des Kaufpreises in Bar verweigern und wie sollten wir jetzt vorgehen??

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
08.03.2006 | 17:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

gem. §§ 437, 439 BGB hat der Verkäufer grundsätzlich das Recht, einen neuen gleichwertigen Wagen zu liefern.
Hierfür sollten Sie ihm eine agemessene Nachfrist setzen. Sie sollten ihm daher schreiben, dass er bis zu einem bestimmten Termin, einen neuen Wagen zu liefern hat und das Sie bei Nichtlieferung bis zum genannten Termin vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen werden.

Übersenden Sie das Schreiben aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein und machen Sie sich eine Kopie von dem Schreiben für Ihre Unterlagen.

Allerdings sollten Sie in den Vertragsunterlagen noch einmal prüfen, ob der Händler nicht Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen hat.

Sollte dies der Fall sein, dann könnten Sie vertraglich nicht vom Vertrag zurücktreten. Es wäre dann aber an eine Anfechtung des Kaufvertrages gem. § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung zu denken. Die arglistige Täuschung müssten Sie allerdings als Anfechtender beweisen. Diese Möglichkeit müssten Sie dann allerdings bei einem Anwalt vor Ort prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel

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