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WEb.de Club will Geld ohne Unterschrift


19.07.2004 02:15 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von



Ich hab mich mal bei dem CLub von WEb.de angemeldet. Das Testangebot hab ich bereitwillig gezahlt. Aber die Mitgliedschaft hat sich automatisch um 1 Jahr verlängert obwohl ich das nicht wollte. Ich wurde nicht rechtzeitig informiert das ich rechtzeitig kündigen kann. 3 Monate vorher sagen sie jetzt. Ich hab vermutlich die AGB`S nicht richtig gelesen und mich einfach durchgeklickt. Jetzt wollen die 60 Euro bzw. 70 Euro mit Mahngebühr von mir. Dabei hab ich niemals etwas handschriftlich unterschrieben. Dürfen die das?

Eine 15 jährige bekannte hat das ähnlich gemacht aber die Mitgleidschaft ihres wissens nach nicht mal abgeschlossen. Jetzt kann sie sich erst wieder einloggen um ihre Emails abzurufen wenn sie 30 Euro bezahlt. (hab es selbst gesehen) Dürfen die das??

Bitte um sachliche Antwort!

-- Einsatz geändert am 19.07.2004 02:17:28
Eingrenzung vom Fragesteller
19.07.2004 | 02:20
Eingrenzung vom Fragesteller
19.07.2004 | 02:30
19.07.2004 | 09:52

Antwort

von


3 Bewertungen
Guten Tag,

dem Sachverhalt ist zu entnehmen, dass Sie sich selbst bei dem Club, über Internet, angemeldet haben, allerdings keine Unterschrift geleistet haben. Vermutlich haben Sie per Klick den Geschäftsbedingungen zugestimmt, die Sie nicht genau durchlasen.

In den AGB stand die Kündigungsfrist von 3 Monaten, die verstrichen ist.

Sie haben einen gültigen Vertrag per Internet abgeschlossen, dazu ist nach einhelliger Auffassung keine Unterschrift oder Ähnliches notwendig. Der Klick reicht aus, damit haben Sie auch die Bedingungen einschl. der Kündigungsfrist akzeptiert.

Die jetzt in Rechnung gestellten Kosten dürften der Vereinbarung bzw. den Kostensätzen bei Web.de entsprechen. DAmit müssen Sie diese Kosten zahlen, weil eine Vertrag zustande gekommen ist, den Sie nicht rechtzeitig gekündigt haben. Sollten Sie immer noch keine Kündigung erklärt haben, holen Sie dies so rechtzeitig nach, dass nicht noch einmal eine weitere Jahresgebühr anfällt.

Bei der Fünfzehnjährigen kommt hinzu, dass diese als Juzgendliche nur beschränkt geschäftsfähig ist, hinsichtlich üblicher Alltagsgeschäfte im kleineren Rahmen. Da Jugendliche aber regelmäßig Internet und email nutzen und weil 30,00 € noch im Rahmen des üblichen Taschengeldbudgets liegen, dürfte auch dieser Vertrag bindend sein.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Thormann
Rechtsanwalt
Recklinghausen


Rechtsanwalt Ralf Thormann

ANTWORT VON

Recklinghausen

3 Bewertungen
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