Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.770
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorzeitige Kündigung des Mietvertrages


21.11.2004 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum




Guten Tag.

Ich wohne seit dem 01.09.2003 in einem Hochhaus im Erdgeschoss. Bei mir wurde eingebrochen und dabei u.a. die Motorrad-Lederkombi nebst Fahrzeugpapieren (Motorrad) entwendet. Nun, zwei Wochen danach, hat man versucht auch das Motorrad zu stehlen - schlug jedoch fehl. Allerdings wurde dabei mein davor geparktes Auto beschädigt. Beides steht auf dem zum Mietobjekt gehörigen Stellplatz, ist jedoch nicht eingezäunt, und über einen vom öfftentlichen Fußweg abzweigenden Weg zum Hauseingang erreichbar.
Ich fühle mich in der Wohnung nicht mehr sicher und befürchte in naher und auch ferner Zukunft weitere Sachbeschädigungen. Abgesehen davon möchte ich mir nicht eingehender ausmalen, was passiert, wenn mich der/die Täter beim Beutezug zufällig zu Hause antreffen.
Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Mietjahresende (30.08.2005); solange halte ich es da aber nicht mehr aus.
Ich möchte kurzfristigst ausziehen, um mich und meine Habe anderweitig sicherer unterzubringen.

Wie erreiche ich eine vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag?

Besten Dank im Voraus.
Sehr geehrter Anfragender,

nach § 543 BGB kann jede Vertragspartei den Mietvertrag aus wichtigem Grund kündigen. Ein wichtiger Grund liegt dann vor, wenn nach Bewertung aller Umstände der Vertragspartei ein Festhalten an dem Vertrag nicht zugemutet werden kann.

Da der Grund für die fristlose Kündigung offensichtlich vom Vermieter nicht beseitigt werden kann, ist auch eine Abmahnung des Vermieter gem. § 543 Abs 3 Satz 1 BGB nicht erforderlich.

Ob jedoch die Diebstähle und Sachbeschädigungen, die nicht in Ihrer Wohnung stattgefunden haben, ausreichen werden, um eine außerordentliche Kündigung auch gerichtsfest zu begründen, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Einschlägige Urteile konnten derzeit nicht gefunden werden.

Aus diesem Grund kann Ihnen zwar bei der Formulierung einer Kündigung geholfen werden, die den wichtigen Grund treffend herausstellt. Falls der Vermieter die Kündigung jedoch nicht akzeptiert, würde die Miete ggf. gerichtlich eingeklagt werden. Aus vorstehenden Gründen kann nicht garantiert werden, dass das Gericht die Kündigung bestätigen wird.

Aus diesem Grund sollten Sie zunächst noch einmal darüber nachdenken, ob eine einvernehmliche Lösung mit dem Vermieter gefunden werden kann. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Sie bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist die Miete zweifach (alte Whg. + neue Whg.) zahlen müssten.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59316 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnell, kurz und treffend beantwortet. ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Mir ist alles gesagt worden was mir wichtig war und ich bin jetzt auf der sicheren Seite. ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Alles Gut kann ich nur Empfehlen ...
FRAGESTELLER