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Vorwurf der Unfallflucht


23.11.2004 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes zum Vorwurf der Unfallflucht:

Um 9:10 habe ich in der ...str. in .. (direkt gegenüber meiner Arbeitsstätte) eingeparkt (Längsstreifen). Die Parklücke war nach Angabe des Polizeibeamten 4,50m lang. Mit mein Fahrzeug Audi A2 (3,80m) ist es normalerweise kein Problem da einzuparken.
Während des Parkmanövers habe ich kein Geräusch oder Rütteln gespürt. Das Radio lief wie gewohnt in einer normalen Lautstärke.

Um 12:00 standen dann Polizei und der Unfallgegner um mein Fahrzeug. Ich wurde aufgeklärt dass ich das Fahrzeug vom Unfallgegner beim Parken an der Stoßstange (Eck) angerempelt habe. Nachdem auch an meinem Fahrzeug spuren vorhanden waren war es mir klar dass es von mir stammt. Allerdings habe ich wie gesagt überhaupt nichts bemerkt.

Das Problem ist jetzt nur dass mir unerlaubtes entfernen vom Unfallort vorgeworfen wird.

Die Stoßstange hat am Eck 4 kleine weiße Kratzer, aber keine Dellen. Ich schätze den Schaden im Falle einer fachgerechten Lackierung bei 200-300,-EUR, beim Austausch der Stoßstange etwa 700,-EUR. Auf der linken und rechten Seite habe ich Kratzer bemerkt die nicht von diesem Unfall stammten.

Zeugen während des Einparkmanövers sind 2 Kolleginnen von mir die gerade zur diesen Zeit zur Bäckerei liefen.
Eine Kollegin hat hat der Polizei ausgesagt dass Sie keinen Knall gehört hat.

Was kann mir passieren, wenn ich gar nichts mitbekommen habe?
Und ist es eine Fahreflucht wenn das Auto nicht vom Unfallort entfernt wird und ich mich genau 20 meter weiter befinde (Büro, mit Sicht auf den Parkplatz)?

Die Aussage des Polizeibeamten war, dass jeder behaupten kann nichts mitbekommen zu haben.
Auch meine Argumentation, dass kein logischdenkender Mensch sein Fahrzeug bei einer Fahrerflucht einfach stehen lässt brachte nichts. Wird mir hier Dummheit unterstellt?

Über eine Antwot bedanke ich mich

Mit freundlichen Grüßen

I.C

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Sehr geehrter Fragender,

nach § 142 StGB muss jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben kann, die Feststellung seiner Person ermöglichen.

Allein die Tatsache, dass Ihr Auto noch an dem Unfallort stand, ermöglicht noch nicht die Feststellung Ihrer Person als Fahrer, sondern nur die Ihrer Person als Halter.

Das Sie Zeugen haben, die keinen "Knall" gehört haben, scheint zunächst für Sie zu sprechen. Um die Zeugen überhaupt angeben zu können müssen Sie gewusst haben, dass die Zeugen etwas gesehen haben. Das bedeutet, dass Sie mit den Zeugen über den Vorfall gesprochen haben müssen und spätestens dann wussten, dass Sie das andere Fahrzeug berührt hatten.

Bei Bagatellschäden führt ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort nicht zwangsläufig zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, ehe er die Feststellung seiner notwendigen Daten ermöglicht hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Straffreiheit ist nur in dem Fall möglich, in dem sich der Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs ereignet hat (beim Ein- bzw. Ausparken) und bei dem nur unbedeutender Sachschaden entstanden ist, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall die Feststellung seiner Daten freiwillig ermöglicht.

Das Landgericht Düsseldorf entschied nun, dass ein bedeutender Sachschaden erst ab € 1.300,00 anzunehmen sei. Im entsprechenden Fall hatte ein Autofahrer beim Einparken ein anderes Fahrzeug beschädigt. Aufgrund einer dringenden Verabredung kümmerte er sich um den Schaden zunächst nicht.

Das Amtsgericht hat ihm daraufhin die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen. Das Landgericht gab ihm nach seiner Beschwerde seinen Führerschein zurück. Entschieden vom Landgericht Düsseldorf AZ.: X Qs 144/02 Js 4763/02; Beschluss vom 04.11.2002; Quelle: NZV 2003, 103

Da Sie schreiben, dass Sie davon ausgehen, dass Ihr Wagen tatsächlich den anderen Wagen berührt hat, empfehle ich Ihnen, sich sofort mit dem Halter in Verbindung zu setzen, um den Schaden zu regulieren.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -




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