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Vorwurf Fahrerflucht


13.12.2010 08:47 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich habe beim Ausparken ein anderes Auto angeeckt. Da ich nicht wusste, wann die/der Geschädigte wieder kommt, habe ich an der Windschutzscheibe meine Daten (Name, Anschrift, Versicherung) hinterlassen. Ich dachte, das wäre ein korrektes Verhalten. Ein paar Tage später hatte ich durch die Polizei Besuch. Den habe ich alles geschildert. Die Versicherung hat den Schaden beglichen. Ich dachte damit wäre alles erledigt. Doch nun habe ich Post von der Staatsanwalschaft bekommen. Mir wird Fahrerflucht vorgeworfen und ich solle 400 € zahlen. Ist das rechtens?
Was hätte ich machen sollen?
Stunden-Tagelang warten?
Die Polizei wegen einer Bagatelle (ca. 800 € Schaden) rufen?
War das wirklich Fahrerflucht?
Wenn ja, nicht ein minder schwerer Fall? Ich dachte doch, dass mit dem Zettel ist ausreichend und okay.
Muss ich das Geld wirklich zahlen? Ich habe keine Vorstrafen. Was soll ich tun?

Danke

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Der Straftatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort gemäß § 142 StGB ist leider auch dann erfüllt, wenn wie hier nur ein Hinweiszettel an der Windschutzscheibe angebracht wird, aber weitere Schritte unterbleiben. Auch bei einem Parkunfall muss eine angemessene Zeit – die Rechtsprechung geht von ca. 20- 25 Minuten aus – gewartet werden. Ansonsten ist die Polizei zu verständigen, denn die Bagatellgrenze im Hinblick auf den Schaden wird schon bei € 50,00 gezogen. Dies deshalb, weil bei einem lediglichen Hinterlassen eines Hinweiszettels das Risiko gesehen wird, dass dieser etwa von Dritten entfernt, vom Wind weggeweht oder vom Geschädigten übersehen wird. Wenn nur Name, Anschrift und Versicherung angegeben worden sind, wird die Staatsanwaltschaft zudem bemängeln, dass etwa das Kennzeichen des Fahrzeugs fehlt, da neben den Angaben zur Person eben auch solche zum Fahrzeug und zur Art der Beteiligung verlangt werden. Straffreiheit wäre gemäß § 142 Abs. 3 StGB, eine Strafmilderung über § 142 Abs. 4 StGB zu erreichen gewesen.

Angesichts der Tatsache, dass bei einem Strafbefehl oder einer Verurteilung wegen „Fahrerflucht" ein Regress Ihres Haftpflichtversicherers droht (möglich bis zu € 5000,00 – in der Regel machen die Versicherer hiervon Gebrauch), sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Dieser kann nach Akteneinsicht ggf. Schadensbegrenzung betreiben.

Ich bedaure, Ihnen kein für Sie günstigeres Ergebnis mitteilen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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