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Vorweggenommenes Erbe durch Generalvollmacht?


| 10.11.2008 18:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Situation:
Mein leiblicher Vater ist mit meiner Stiefmutter im Pflegeheim. Mein Bruder hat sich, ohne mir Bescheid zu sagen, Anfang diesen Jahres von beiden eine sog. Generalvollmacht unterschreiben lassen.
Text beider Vollmachten:
Ich bestelle hierdurch Herrn "Name des Bruder", Geb. Datum" zu meinem Generalbevollmächtigten und ermächtige ihn zur Besorgung aller meiner Angelegenheiten. Er soll alleine befugt sein, jede Rechtshandlung welche ich selbst vornehmen könnte und bei welcher eine Stellvertretung gesetzlich zulässig ist, an meiner Statt und mit derselben Wirkung vorzunehmen, als ob ich sie selbst vorgenommen hätte. Der Bevollmächtigte soll auch befugt sein, die nach dieser Vollmacht erteilten Befugnisse ganz oder auch teilweise auch an andere zu übertragen.
Diese Vollmacht soll durch den Tod nicht erlöschen.
Diese Vollmacht erstreckt sich auch auf meine Vertretung bei allen öffentlichen Registern.
Ich befreie den Generalbevollmächtigten von den Beschränkungen des & 181 des BGB`s

Unterschrift Zeuge, Vater

1. Frage: Bedeutet der Passus " durch den Tod nicht erlöschen", dass mein Bruder das Erbe nach seinem Gutdünken verteilen kann?
Oder, falls dieser Passus gesetzwidrig ist (was ich ja annehme), kann man das als einen plumpen Versuch deuten, mich um mein Erbe zu bringen?
Oder verstehe ich den Passus überhaupt nicht?

2. Frage: Ist mein Bruder durch diese Vollmacht im rechtlichen Status eines Betreuers?
Hat er also dieselben Rechte und Pflichten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

1.) Es ist durchaus möglich eine Vollmacht zu erteilen, die nicht durch den Tod erlischt. Allerdings bedeutet dies natürlich nicht, dass das Erbe durch den Bevollmächtigten beliebig verteilt werden kann. Sofern ein Testament o.a. vorliegt, richtet sich die Verteilung des Erbes danach. Sollte keine letztwillige Verfügung im Zeitpunkt des Todes existieren, so gilt die gesetzliche Erbfolge.

2.) Ein Betreuer wird vom Vormundschaftsgericht bestellt, sofern ein Volljähriger nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen. In Ihrem Falle liegt keine gerichtliche Bestellung vor. Es handelt sich um eine "normale" Vollmacht gem. §§ 164 ff. BGB. Ob die Vollmachtserteilung wirksam ist, kann ich leider nicht beurteilen. Sollte beispielsweise Ihr Vater geschäftsunfähig sein, so wäre die Vollmacht unwirksam. In dem Fall müsste das Vormundschaftsgericht einen Betreuer bestellen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2008 | 08:47

Was kann dann mein Bruder mit der Vollmacht nach dem Tode meines Vaters anfangen?
Bitte ein paar Beispiele..

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.11.2008 | 10:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

er kann zum Beispiel die Beerdigung abwickeln oder anderweitig finanzielle Transaktionen tätigen. Allerdings muss er den Erben hierüber Auskunft geben. Zudem können diese die Vollmacht auch widerrufen.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

Bewertung des Fragestellers 13.11.2008 | 08:53


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FRAGESTELLER 13.11.2008 4/5.0
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