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Vorweggenommene Erbfolge: Haus der Eltern wird auf Sohn übertragen


26.12.2012 21:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mein Schwager übernimmt in Kürze das Haus seiner Eltern, welches auf 120.000 € geschätzt wurde und baut es für 110.000 € um. Das Haus wird ihm notariell überschrieben. Die Eltern beziehen eine Etage und sichern sich das Wohnrecht auf Lebenszeit. Meine Frau, also die Schwester meines Schwagers, erhält keine Abfindung von ihrem Bruder mit der Begründung, dass dieser den Umbau finanzieren muss. Wie wirkt sich das Ganze später einmal aus, wenn es ums Erbe geht? Wird das Haus bei der Berechnung des Pflichtteils meiner Frau nach einigen Jahren ihrem Erbe noch zugerechnet oder verfällt ein Anspruch hierauf?
26.12.2012 | 21:58

Antwort

von


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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sofern die Eltern noch 10 Jahre oder länger leben, findet das übertragene Haus keine Beachtung im Rahmen der Erbfolge bzw. des Pflichtteils.

Wenn die Eltern innerhalb der nächsten zehn Jahre versterben sollten, dann findet der Wert des Objektes gem. dem §2325 BGB Anrechnung auf den Nachlass, jedes Jahr mit 1/10 weniger, und es ergibt sich der sogenannte Pflichtteilsergänzungsanspruch bzw. der Anspruch nach § 2326 BGB.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

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