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Volljähriger Sohn verlässt Familie- Pflichten der Familie?


| 09.11.2008 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren! Folgende Situation.Volljähriges Kind befindet sich im Zivildienst bis Anfang 2009 und erhält dafür Sold und Aufwendungsersatz von ca. 550€. Da wir nicht viel verdienen und durch den Zivildienst das Kindergeld weggefallen ist, sollte er nun für die restlichen 3 Monate monatlich 100, später dann angeboten als Entgegenkommen von den 550 wenigstens 50€ zahlen. Das hat ihn so erbost (er ist so enttäuscht von seinen Eltern), dass er eine Tasche packte, sagte "ich komme nicht wieder" (im Ernst) und weg war. Später sagte er noch kurz am Telefon, er wüsste schon, wo er jetzt bleibt. Nun dazu meine Frage.
Wie ist von unserer Seite bei so einem volljährigem Kind die Sachlage. Bei der Polizei muss ich das wohl nicht melden. Was geschieht nach dem Zivildienst Anfang 2009- muss ich ihm Unterhalt oder und das dann wieder entstehende Kindergeld (gibt es wohl aber auch nur wenn man für ne Ausbildung zur Verfügung steht?!) zahlen, obwohl er hier wohnen kann und nach dem Zivi-Geld auch so 80€ Taschengeld bekommen würde? Wenn er keinen Job und keine Lehrstelle hat, wovon ich ausgehe- kann ich verlangen dass er sich beim Arbeitsamt meldet? Und bitte letzte Info zur Abrundung- falls ein Studium im Sept.2009 beginnt- muss ich, da dies seine erste Ausbildung wäre - alles unbegrenzt samt möglichen Studiengebühren bezahlen? Soviel haben wir gar nicht.
Ich mache mir echt Sorgen. Einerseits weil ich nicht weiss wo er ist und ob es ihm gut geht (muss er als Zivi nicht einen festen Wohnsitz haben?), andererseits- wie soll seine Zukunft weitergehen. Klar- da können Sie mir auch nicht helfen.Ich weiss-war etwas wirr. Bin noch aufgeregt.
Vielen Dank für Ihre Mühe!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt :

- Da ihr Sohn volljährig ist, kann und muss er letztlich selber entscheiden wo er sich aufhalten will. Insoweit kommt eine Vermisstmeldung bei der Polizei nur dann sinnvoll in Betracht, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ihrem Sohn irgend etwas zugestossen sein könnte oder er sich in Gefahr befände.

- Sie müssen grob formuliert ihrem Sohn immer dann Unterhalt zahlen, wenn er "unverschuldet" außerstande ist, für sein eigenes Einkommen zu sorgen.
Sollte ihr Sohn Studieren und es sein Erststudium sein, sind Sie grundsätzlich tatsächlich zum Unterhalt verpflichtet.

Beachten Sie aber : Sollten Sie aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sein den Unterhalt auszuzahlen, müssen Sie ihrem Sohn dann auch kein Geld geben, den Unterhaltspflichtig ist nur, wer den Unterhalt auch leisten kann.
Im Falle das ihr Sohn studiert, kann er Bafög beantragen und Sie müssten ihm dann ebenso nichts auszahlen, soweit ihr Einkommen innerhalb der Bafög-Freibeträge liegt.

- Sollte ihr Sohn nicht studieren und auch keine Bemühungen unternehmen um selber Geld zu verdienen, müssen auch Sie ihm keinen Unterhalt gewähren, da der Unterhaltsempfänger verpflichtet ist, sich um eine eigene Erwerbstätigkeit zu bemühen. Insofern kann ihr Sohn nur in begründeten Fällen Unterhalt verlangen.

- Bezüglich des Kindergeldes ist ihre Annahme richtig, dass dies im Rahmen einer Ausbildung wieder ausgezahlt wird. Ebenso kommt aber auch eine Auszahlung in bestimmten Fällen bei Arbeitslosigkeit und wenn ihr Kind auf Ausbildungsplatzsuche ist in Betracht. Bezüglich der einzelnen Voraussetzungen für das Kindergeld empfehle ich Ihnen sich, soweit feststeht was ihr Sohn machen will, sich bei der Kindergeldstelle über die einzelnen Voraussetzungen und dem entsprechenden Antrag zu informieren.


Ich hoffe Ihre geholfen haben zu können und stehe Ihnen bei Nachfragen über die Nachfragefunktion,per Mail oder telefonisch zur Verfügung.
Bitte haben Sie dafür Verständnis das im Rahmen dieser Erstberatungsplattform nur eine erste Einschätzung ihrer Anfrage möglich ist und insbesondere das Hinzukommen bisher nicht genannter Umstände zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.


Sollten Sie an einer Beauftragung interessiert sein, kann ich Ihnen anbieten das Beratungshonorar dieser Plattform auf eine weitergehende Beauftragung anzurechnen.



Mit freundlichen Grüßen


Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2008 | 16:51

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bin jetzt bissel ruhiger. Nachfrage nochmals zu der Situation spätestens ab März2009, wenn er keinerlei Zivi-Geld mehr erhält. Er stellt sich vor, bis zum Beginn eines möglichen Studiums nur durch "jobben" und dann das Kindergeld, was ihm zustehen würde, und halt geforderten Unterhalt die Zeit bis Sept.2009 zu überbrücken. Aber - müsste er sich da nicht beim Arbeitsamt melden für eine feste Arbeit? Er kann ja!! bei uns wohnen. Musss ich das Kindergeld ihm in dieser arbeitslosen nicht beim Arbeitsamt gemeldeten Situation geben, wo er hier alles zu Hause hätte und ich ihm doch mit seinen 18Jahren keine extra Wohnung zahlen bräuchte ?
Sie haben mir schon geholfen . Bin daher trotz der obigen Fragen auch mit kurzer Antwort zufrieden. Nochmals vielen vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.11.2008 | 11:21

Gerne beantworte ich ihre Nachfrage wie folgt,

da ihr Sohn sich mit der Anmeldung zum Semester beginnend Sept.09 zum nächstmöglichen Studienbeginn anmeldet, sind Sie grundsätzlich auch zum Unterhalt der Überbrückungszeit verpflichtet.
Ebenso ist es hier aber so, dass ihr Sohn verpflichtet ist, sich ausreichend um eine eigene Einnahmequelle zu bemühen. Grundsätzlich reicht es nicht aus, dass ihr Sohn nur jobben will, da er bis zum Beginn des Studiums im Grunde Vollzeit arbeiten kann. Er muss sich daher in jedem Fall um eine Vollzeittätigkeit bis zum Studienbeginn bemühen, der Gang zum Arbeitsamt stellt eine Möglichkeit dar, die ihr Sohn durchführen muss, um nicht möglicherweise seinen Unterhaltsanspruch zu verlieren.

Ihr Sohn muss aber nicht auf das Studium verzichten nur um eine Vollzeitstelle annehmen zu können, insofern hat das Studium Priorität.

Ihr Sohn kann nicht darauf verwiesen werden, dass er Zuhause wohnen kann, da er aufgrund Volljährigkeit berechtigt ist einen eigenen Hausstand zu gründen.

Grundsätzlich hat ihr Sohn auch Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes.
Soweit Sie ihm aber Unterhalt gewähren, ist das Kindergeld unter Umständen dann auf den Unterhalt anzurechnen, was Sie dann letztlich doch entlasten würde.

Beachten Sie aber, dass hierzu noch eine genaue Unterhaltsberechnung notwendig werden wird, um ihnen eine etwaige Unterhaltsbelastung genauer ausrechnen zu können.


MfG

Hafer
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 10.11.2008 | 13:22


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