Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
458.056
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verzichtserklärung, Pflichtteil


| 03.12.2008 01:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor kurzem ist meine Großmutter verstorben. Ein Testament gibt es nicht, sodass ihr Erbe nun mein Großvater und die gemeinsame Tochter meiner Großeltern, meine Tante, antreten. Die zweite Tochter meiner Großmutter, meine Mutter, ist bereits vor einigen Jahren verstorben. Sie war die leibliche Tochter meiner Großmutter, nicht aber die meines Großvaters.

Meine Tante teilte mir nun mit, ich solle eine Verzichtserklärung abgeben, damit mein Großvater sein Erbe antreten könne. Demnach müsste ich ja durch den Tod meiner Mutter automatisch in der Erbfolge aufgerückt sein und Anrecht auf ihren Pflichtteil haben. Muss ich eine Verzichtserklärung unterschreiben, damit mein Großvater sein Erbe antreten kann?

Ich möchte nicht, dass mein Großvater genötigt wird, mir zum jetzigen Zeitpunkt einen Pflichtteil auszuzahlen, bin aber auch nicht bereit, gänzlich auf ein Erbe zu verzichten, sofern mir eines zusteht. Wie lange habe ich Anspruch darauf, wenn ich keine Verzichtserklärung unterschreibe?

Da mein Großvater nicht der leibliche Vater meiner Mutter ist, stellt sich mir schließlich noch die Frage, ob ich nach dessen Ableben den Pflichtteil erhalten kann, der meiner Mutter zugestanden hätte.

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.
03.12.2008 | 06:40

Antwort

von


402 Bewertungen
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau

Tel: 02821 895153
Web:
E-Mail:
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich gerne und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt. Dabei möchte ich aber darauf hinwiesen, dass eine abschließende und umfassende Beantwortung Ihrer Frage weitere Detailkenntnisse erfordert, die im Rahmen dieses Service nicht möglich sind. Ich rate Ihnen dringend, eine Beratung bei einem Kollegen vor Ort wahrzunehmen. Für weitergehende Auskünfte würde ich natürlich unter meinen Kontaktdaten ebenfalls zur Verfügung stehen. Die nachfolgende Antwort kann dabei lediglich als erste Orientierung dienen.

Da in dem von Ihnen geschilderten Fall kein Testament vorliegt ist das gesetzliche Erbrecht einschlägig. Gemäß § 1924 BGB sind die Abkömmlinge des Erblassers gesetzliche Erben erster Ordnung. Lebt ein solcher Abkömmling zur Zeit des Erbfalles nicht mehr, so treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge an seine Stelle.

Dies trifft auf Sie zu, da Ihre Mutter vor Ihrer Großmutter verstorben ist. Sie sind daher Miterbin geworden.

Von einem Pflichtteilsverzicht spricht man nur dann, wenn der Verzicht vor dem Erbfall erklärt wird. Ist der Erbfall hingegen schon eingetreten und damit der Pflichtteilsanspruch entstanden, kann nur noch auf den Pflichtteilsanspruch verzichtet werden. Gleichwohl bleibt der Verzichtende Erbe, soweit er nicht testamentarisch enterbt wurde. Sie würde also vorliegend trotz eines Verzichtes auf den Pflichtteilsanspruch nicht auf Ihre Rechtsposition als Erbin verzichten. Dies ist zeitlich nicht gebunden.

Diese Rechtsposition behalten Sie daher. Beim Versterben Ihres Großvaters wären Sie also immer noch Miterbin nach Ihrer Großmutter und möglicherweise (wegen der nichtehelichen Kindschaft) auch Miterbin nach dem Großvater. Dazu müsste man sich die familiären Verhältnisse detailliert anschauen.

In der vorliegenden Konstellation rate ich Ihnen allerdings dringend an, sich eingehend beraten zu lassen. Die abschließende Beurteilung des von Ihnen angerissenen Sachverhaltes lässt sich nur mit eingehenden Detailkenntnissen vornehmen.


Bewertung des Fragestellers 03.12.2008 | 10:08


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"sehr schnell und unkompliziert!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dennis Meivogel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.12.2008
4,8/5.0

sehr schnell und unkompliziert!


ANTWORT VON

402 Bewertungen

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau

Tel: 02821 895153
Web:
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht