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Verwendung von Beweismitteln


31.10.2014 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Wir werden ungerechtfertigt hinsichtlich einer Geldforderung verklagt. Uns liegen eine unterschriftliche Stellungnahme und zwei unterschriftliche Verträge vor, die zu unserer Entlastung beitragen. Wir bekamen aber nun den anwaltlichen Rat, dass wir diese Beweismittel nicht der schriftlichen Gegendarstellung beilegen sollen.

Könnten Sie uns eine Erklärung geben, warum wir entlastende Beweise nicht dem Gericht vorlegen sollten. Wir sind diesbezüglich verwirrt.

Vielen Dank im voraus für Ihre Rückantwort.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Warum Ihnen genau der anwaltliche Rat erteilt wurde, die Beweismittel nicht in der schriftlichen Gegendarstellung vorzulegen, kann ich ohne Kenntnis des Gesamtzusammenhangs und der Beweismittel natürlich nicht erklären. Ich kann Ihnen aber mögliche Gründe für dieses Vorgehen aufzeigen:

1. Die Partei, die die Forderung geltend macht, muss die Forderung beweisen. Es ist daher oftmals ratsam abzuwarten, welche Beweise die andere Seite vorlegen kann. Hat die andere Seite gar keine ausreichenden Beweise, kann man die Forderung u. U. schon damit abwehren und muss seine eigenen Beweise nicht offen legen. Andernfalls könnten die Gegenbeweise auch noch in einer späteren Stellungnahme vorgelegt werden.

2. Die eigenen Beweise sollen als "Überraschungseffekt" eingesetzt werden. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn zu befürchten ist, dass die andere Partei ihren Vortrag oder ihre Unterlagen den Gegenbeweisen "anpasst". In solchen Fällen werden die eigenen Beweise so spät wie möglich vorgelegt.

3. Die Beweismittel, z. B. die Verträge, sind ebenfalls streitig.

4. Es gibt andere Beweise, die besser geeignet wären als die Dokumente, die sie vorlegen möchten.

Natürlich könnten auch andere Gründe vorliegen, weshalb der Anwalt in diesem konkreten Fall die Gegenbeweise (noch) nicht vorlegen will. Wenn Sie sich dadurch irritiert fühlen, sollten Sie dies dem Anwalt mitteilen und ihm um eine Erklärung bitten. In der Regel wird der Anwalt dann erklären, warum so handelt und welchen Sinn die gewählte Taktik hat. Es ist wichtig, dass Sie verstehen, was Ihr Anwalt tut, damit das notwendige Vertrauen erhalten bleibt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen Ihre Frage beantworten und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin
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