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Verweigerung der Krankengeldzahlung bei neuer Krankheit


17.11.2014 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Der MDK der Krankenkassen hatte mich bis einschließlich den 12.10.2014 (Sonntags) krankgeschrieben (Erkrankung1).Ich sollte mich ab dem 13.10.2014 wieder arbeitssuchend melden. Jetzt erkrankte ich am 13.10.2014 an einer anderen (keine Folge- oder Anschlusskrankheit wie im BSG, Urteil vom 4. 3. 2014 - B 1 KR 17/13 R) Krankheit, so das es mir unmöglich war mich bei Argentur für Arbeit anzumelden. Die neue Erkrankung (Erkrankung2) teilte ich der Krankenkaase unverzüglich per Erstbescheinigung mit (kein Auszahlungsschein sondern eine Erstbescheinigung!). Diese heftige Neuerkrankung war in dieser Form am Freitag den 10.11.2014 nicht absehbar. Nachdem sich die KK bisher nicht mit mir in Verbindung gesetzt hatte, habe ich heute telefonisch nachgefragt. Die KK verwährt mir den Krankengeldbezug mit der Begründung, ich sei zum Zeitpunkt der Erkrankung2 nicht mehr gesetzlich pflichtversichert gewesen, da ich nur bis zum 12.10.2014 durch Erkrankung1 versichert gewesen sei. Nach Aussage der Agentur für Arbeit, muss ich mich erst am Tag der Genesung Arbeitssuchend melden. Diesen Tag hat es aber nicht gegeben, da ich nachweislich ununterbrochen krankgeschrieben war.
Meine Frage: Habe ich Anspruch auf Krankengeldzahlung durch die KK?
17.11.2014 | 19:56

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nach § 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V bleibt die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger in der Krankenversicherung erhalten, solange sie Krankengeld beziehen. Der Wortlaut des Gesetzes spricht also für die Auffassung der Krankenkasse (vgl. auch das von Ihnen zitierte Urteil des BSG).

Da bei Ihnen jedoch offenbar ein Sonderfall vorliegt, empfehle ich auf jeden Fall Widerspruch gegen einen Krankengeld ablehnenden Bescheid der Krankenkasse einzulegen.

U. U. ist auch an die Beantragung von sog. Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld zu denken, obwohl dieses eigentlich den Fall der Aussteuerung wegen Zeitablaufs (78-Wochen-Frist) betrifft.

Bitte teilen Sie im Rahmen der Nachfrage noch Einzelheiten zur Vorgeschichte mit: arbeitslos seit wann?, Krankheit 1 seit wann?

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2014 | 21:40

Sehr geehrter Herr Vasel,
zu Ihren Rückfragen: Die Arbeitslosigkeit besteht seit längerem und die Bezugsdauer von ALG1 endete vor Ablauf der 6 Wochen Entgeldfortzahlung. So das die KK bereits vor Ablauf von 6 Wochen bei Erkrankung1 Krankengeld gezahlt hat.Ein Anspruch auf ALG1 besteht zur Zeit nicht mehr, davon hat die KK auch Kentniss, aufgrund des zuvor geschilderten Sachverhaltest. Nach meiner Auffassung besteht aber ein Anspruch auf Krankengeld vom ersten Tag der Erkrankung an. Wenn dem so ist, dann ist, meiner Meinung nach, keine "Lücke" entstanden sondern ich war durchgehend erkrankt und somit ununterbrochen im Krankengeldbezug.
Einen schriftlichen ablehnenden Bescheid habe ich bis dato nicht bekommen. Die KK hat sich erst heute, auf meine telefonische Nachfrage hin, mündlich geäußert.
Danke für Ihre Hilfe
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2014 | 22:18

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Sie sollten wie gesagt gegen einen schriftlichen Ablehnungsbescheid auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Die Begründung des Widerspruchs sollte durch einen Rechtsanwalt erfolgen. Ich stehe dafür gern zur Verfügung.

Wenn Sie die Anwaltskosten nicht selbst zahlen können, können Sie bei Ihrem örtlichen Amtsgericht Beratungshilfe beantragen. Ihr Anwalt erhält sodann eine Vergütung aus der Landeskasse.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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