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Vertrag in meinem Namen abgeschlossen


| 05.12.2013 11:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Guten Tag,

folgender Sachverhalt:
meine Wohnung sollte modernisiert werden. Neue Fenster in der Küche. Dazu müsste aber mindestens bis zur Hälfte die Küche ab und wiederaufgebaut werden. Der Vermieter forderte immer wieder von mir, dass ich das selbst zu erledigen habe. Nach Rücksprache mit einem Mieterverein ist das nicht der Fall. Ich habe die Duldungspflicht jedoch nicht die aktive Mitgestaltungspflicht.Habe dem Vermieter mitgeteilt sobald die Kostenübernhame vorliegt können die Fenster eingebaut werden. Ich wurde weiter aufgefordert das selbst zu machen. Dann habe ich nicht weiter reagiert und 3 Tage vor dem geplanten Einbautermin hatte ich Post von der Firma die das einbauen. Ein Angebot bzw. Auftrag bez. der Demontage für die Küche über mehrere Hundert Euro. Der Vermieter hat in meinen Namen und zu meinen Lasten einen Vertrag über diese Firma abgeschlossen. Das ist für mich nicht mehr tragbar.

Welche rechtlichen Schritte kann ich gegen den Vermieter einleiten? Schadensersatz, Schmerzensgeld fordern?

Vielen Dnk.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihre Fragen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Wie Sie mitteilten, hat Ihr Vermieter in Ihrem Namen einen Handwerker beauftragt. Für den Vertragsschluss ist entscheidend, wer in welchem Namen gehandelt hatte.

Zunächst wäre es möglich, dass der Vermieter den Handwerker in seinem Namen beauftragt hat und die ausführende Firma gebeten hatte, das Angebot und den Auftragt an Ihre Adresse zu schicken.
In diesem Falle ist Vertragspartner der Vermieter geworden.

Darüberhinaus gibt es noch die Möglichkeit, dass Ihr Vermieter in Ihrem Namen den Handwerksbetrieb beauftragt hat.
In diesem Falle hat Ihr Vermieter ohne Vertretungsmacht einen Auftrag erteilt.

Damit hier kein wirksamer Vertrag zustande kommt, kann ich nur anraten, der auszuführenden Firma umgehend! schriftlich mitzuteilen, dass weder Sie einen Auftrag erteilt haben noch ein Dritter(Ihr Vermieter) von Ihnen beauftragt worden ist, den Handwerker zu beauftragen.
So sind Sie auf der sicheren Seite und seitens des Handwerkers kann Ihnen gegenüber keinerlei Zahlungsanspruch hergeleitet werden.

Der Handwerker muss sich dann bzgl. der Zahlung an seinen Auftraggeber(Ihr Vermieter) halten.

Inwieweit dann Ihr Vermieter die Handwerkerkosten wieder von Ihnen verlangen kann, ist dann eine andere Frage.


Die von Ihnen erwähnten Schadenersatz bzw. Schmerzensgeldansprüche können zum jetzigen Zeitpunkt nicht geltend gemacht werden, da Ihnen durch das Handeln des Vermieters kein Schaden entstanden ist.
Denkbar wären hier noch Unterlassungsansprüche dahingehend, dass Ihr Vermieter es zu unterlassen hat, in Ihrem Namen Handwerksfirmen zu beauftragen. Hierzu müsste aber zunächst geklärt werden, ob Ihr Vermieter tatsächlich in Ihrem Namen gehandelt hat.


Ich hoffe, meine Antwort konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn Sie noch weitere Hilfe benötigen sollten, können Sie gerne auf meine Kanzlei zurückgreifen. Eine Mandatsausführung kann selbstverständlich unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen.
Ich darf Sie bitten zu beachten, dass die von mir gegebene Auskunft auf den mir zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben beruht. Dieser Dienst soll Ihnen lediglich eine erste Einschätzung geben und den Gang zu einem Rechtsanwalt nicht ersetzen. Oft stellt sich erst dort heraus, dass ein ganz bestimmtes Detail zu einer ganz anderen rechtlichen Bewertung des Falles führt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wendland, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2013 | 13:45

Vielen Dank für die Antwort.

Es ist so, dass in meinem Namen und zu meinen Lasten der Auftrag erteilt worden ist. Das wurde sogar noch vorher schriftlich angekündigt.

Es ist aber zu keiner Ausführung der Arbeiten gekommen und die Firma will auch kein Geld.

In meinen Augen ist das im höchsten Maße rechtswidrig.

Also habe ich nur die Möglichkeit einer Anzeige wegen Unterlassung und sonst geht der Vermieter straffrei aus?

Vielen Dank


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2013 | 14:51

Sehr geehrter Ratsuchender ,


unter Bezugnahme auf Ihr Nachfrage möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine Unterlassungsanspruch im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfahrens durchgesetzt werden kann.

Gleichzeitig besteht jedoch die Möglichkeit das Verhalten Ihres Vermieters im Rahmen einer Strafanzeige zu sanktionieren.

Derzeit sehe ich keine weiteren rechtlichen Möglichkeiten, Ansprüche durchzusetzen.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wendland
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 05.12.2013 | 15:06


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FRAGESTELLER 05.12.2013 4,8/5.0
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